CongstarHier eine kleine Geschichte aus der Rubrik „Unglaublich aber Wahr“ die Tarifschlacht der verschiedensten Anbieter ist ja wieder im vollsten Gange und es wird unterboten was das Zeug hält. Aber alle diese 19,95 € AllNet Flat Anbieter haben einen großen Nachteil und das ist ihr Netz. Es wird nämlich entweder im o2 Netz, oder noch viel schlimmer im E-Plus Netz gefunkt. Wobei gefunkt wird nur dann wenn Netz verfügbar ist, aber das ist ein anderes Thema und da kann Klaus Düll Geschäftsführer der Firma Pretioso in seinem Blog mehrere Lieder von singen.

In dem ganzen Tarif und Anbieterdschungel (Angebote ohne Laufzeit sind hiermit gemeint) gibt es wirklich nur eine rettende kleine Insel und die heißt Congstar und lieget in der Nähe von Telekom-Island. Die Congstar GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom und somit bekommt man für den Standardpreis von 0,09 € echtes T-Mobile-Netz! Welches bekanntlich seit Herren Gedenken den sehr seriösen und aussagekräftigen Connect Netztest immer mit Platz 1 bestreitet.

Wenn man jetzt aber dachte, man könnte auch mit einer etwas größeren Anzahl von Karten, die man in der Regel im Geschäftskundenbereich hat, einfach zu Congstar wechseln, dann hat man sich geschnitten. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen steht direkt am Anfang klar und deutlich folgendes geschrieben „Als Kunden werden nur Verbraucher akzeptiert. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu einem Zweck abschließt, der weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden kann. “ unfassbar!

Ich konnte es kaum glauben und habe mit der Congstar GmbH Kontakt aufgenommen und gefragt, ob es möglich wäre für ein in Köln ansässiges Unternehmen mit 180 Voice und 90 Datenkarten zu Congstar zu wechseln. Die ernüchternde Antwort kam prompt und lautete „Als Kunden werden nur Verbraucher akzeptiert. Wir verweisen auf Paragraph 1 Abs. 1 unserer AGBs

Dieses gilt natürlich für Prepaid und Postpad Angebote der Congstar GmbH. Na dann gut Nacht Marie.

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4 Kommentare
  1. info sagte:

    Fehler in meiner mail: „Dann sind es steuerlich aber keine Kosten :-( “

    Doch das müßte gehen ohne Nachteile, so käme auch eine Fa. an den privattartif.
    Klar sind Auslagenabrechnungen Kosten.

    Antworten
  2. info sagte:

    Man könnte als Freiberufler und als Inhaber einer überschaubaren Fa. die Dinge privat anmieten und per Auslagen bei der Fa. abrechnen.

    Dann sind es steuerlich aber keine Kosten :-(

    Eigentlich ist es nicht zu verstehen, daß geschäftlich teurer ist. Ein Mengenaufschlag statt Mengenrabatt sozusagen. Vor Allem warum sind die sich einig bei Geschäftskunden teurer zu sein und wieso regelt der Markt das nicht? Was sagt das Kartellamt ? Da muss es doch eine Absprache geben, sonst käme doch irgendwer auf die Idee den Anderen die Kunden wegzunehmen indem er einen günstigen Geschäftskundentarif anbietet.

    Antworten
  3. noreply@blogger.com sagte:

    Die Telekom gewinnt nicht immer die Netztests.
    2010 z.B. nicht, da waren sie auf Platz 3.
    Definiere „bestes Netz“.
    Bringt mir alles nichts, wenn an meinem Ort der Empfang miserabel ist.
    So schlecht ist o2 auch nicht.
    Ich bin seit Jahren als Selbststndiger bei o2 und war bisher sehr zufrieden.
    Nur seit es HSPA gibt und die Telekom flchendeckend voranschreitet, whrend o2 gar nichts macht, berlege ich zu wechseln.
    Das beste HSPA-Netz hat definitiv die Telekom, man muss sich nur die Flchenversorgungskarte anschauen.
    In meinem Fall hat aber o2 das bessere Sprachnetz.
    Bei der Telekom gibt es leider nur 24-Monats-Vertrge, deshalb bleibt mir nur Congstar, wobei der Preis zweitrangig wre.
    Ich wrde lieber das Doppelte bei der Telekom direkt bezahlen und dafr 4,5 GB mit Speedupgrade bekommen, mit 21 Mbit.
    Aber die Telekom lsst einem ja keine Wahl. 24 Monate Laufzeit sind ein No-Go.
    Egal ob man mal ein paar Monate ins Ausland geht, ob man irgendwo hinzieht, wo Funkstille herrscht, einen wichtigen Kunden an so einem Funkloch hat, sich die Bedrfnisse ndern (telefoniere dank Fernbeziehung mittlerweile tglich 1 Stunde zu Eplus, frher habe ich gar nicht zu Eplus telefoniert) – das Leben ndert sich.
    Und auch das Telekomnetz hat tausende Lcher!
    Und wenn Congstar wieder mit verstecken Lamas daherkommt (nur Privatkunden; Roaming in der Schweiz fr 1,49/Minute!) knnen sie mir grad gestohlen bleiben.
    Dann knnen die sich ihr HSPA sonstwo hinstecken und ich bleibe bei o2.
    Dass man bei der Telekom nicht auf Service, Fairness und klare, verstndliche Tarife hoffen darf ist mir klar, aber irgendwo hrts halt auch auf.
    Trotz schlechter HSPA-Abdeckung: Ich bleibe bei o2. Die sind fair, haben klare, bersichtliche Tarife und (fast) alles auch ohne Laufzeit.
    Und ich bin da seit ber 10 Jahren – ganz ohne Laufzeit.
    Sollte sich die Telekom mal Gedanken drber machen…

    Antworten
  4. noreply@blogger.com sagte:

    Na wie lustig ist das denn! Nach BYOD haben wir jetzt noch BYOS – Bring Your Own SIM! Ich lache mich tot ber diese AGB.

    Bringen wir es doch einfach auf den Punkt: Jeder Mitarbeiter einer Firma kauft sich bei diesen schwachsinnigen AGB eine Congstar-Karte selbst. Ich habe mir auch eine Congstar-Karte ganz privat gekauft. Denn wir wollen ja nicht vergessen: Ich bin Verbraucher! Und ich wrde doch niemals die AGB der tollen Telekom missachten wollen, wo ja auch geregelt ist: „Dem Kunden ist es nicht gestattet, die berlassenen Leistungen Dritten ohne vorherige Erlaubnis von congstar zum alleinigen Gebrauch oder zur gewerblichen Nutzung zu berlassen oder an Dritte weiterzugeben.“ Genau richtig, deshalb nutze ich Congstar ja als Verbraucher! Meine Verbraucher-SIM-Karte gehrt mir!

    Als Verbraucher will und werde ich mich natrlich nicht dagegen wehren, wenn mein Arbeitgeber mir erlaubt, meine SIM-Karte in ein Gert von ihm zu stecken, das ich privat nutzen darf. Da ist doch noch eine Regelungslcke in den AGB, Telekom! Fhrt doch noch die Handy-Stasi ein! Die Telekom bestimmt, in welchem Gert ich meine SIM nutzen darf! Das wr’s doch!

    Und ich werde mich natrlich auch nicht beschweren, wenn mein Arbeitgeber meine Prepaid-Karte regelmig aufldt, das senkt den Verwaltungsaufwand bei den Mobilfunkkosten fr ihn sogar noch, weil die Aufladung direkt aus dem Firmenkonto initiert werden kann, bei greren Stckzahlen hilft die Bank oder Sparkasse sicher gern mit Batchverarbeitung.

    Basis fr dieses Vorgehens ist der 3 Ziffer 45 EStG. Den msste die Telekom natrlich auch noch schnell in den AGB ausschlieen, die Telekom-Juristen neigen ja eh nicht zu stark zu rechtsfesten Vertragsgestaltungen wie in den vielen Skandalen der Vergangenheit immer wieder offenkundig wurde.

    Kurz und knapp: Diese AGB werden niemanden an der Nutzung von Congstar auch fr Unternehmen abhalten knnen, der dies will. Denn es ist sehr einfach, ein den AGB entsprechendes Szenario zu gestalten.

    Und alles, was die Carrier rgert ist per se erst einmal gut. Denn es gibt keinen Industriezweig, den ich noch unsympathischer finde. Wenn alle Kunden doch nur ihre Laufzeitvertrge kndigen wrden! Dann wrden wenigstens die Vertriebe dieser Firmen entsorgt werden knnen. Denn welchen Mehrwert bietet ein Telekom- / Vodafone-/ o2-/ E-Plus-Verkufer? Keinen. Nirgenwo in der ganzen Industrie gibt es eine hhere Korrelation zwischen Inkompetenz und vllig bertriebenen Gehltern.

    Dem kann man dadurch begegnen, dass man den Carriern grundstzlich keine Laufzeitvertrge schenkt. Genauso wie bei Gas, Wasser, Strom und Versicherungen. Auch das sind Grundversorger, die ich gnadenlos nur nach dem Preis aussuche, denn die Produkte sind vllig austauschbar. Bloss knnen diese mittlerweile besser mit dem Wettbewerb umgehen, weil sie nicht durch ein Paradies mit 24-Monatsvertrgen gemstet wurden.

    Antworten

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