All-in-One Geräte also Tablet und Laptop in einem, sollen sich wenn es nach den Herstellen geht, so gut verkaufen wie Flatrates. Ob es immer Sinn macht unterschiedliche Anwendungsfälle mit einem Gerät erschlagen zu wollen, muss am Ende natürlich jeder für sich selber entscheiden. Meiner persönlichen Meinung nach ist eine solches Konzept nichts für mich, weil ich doch noch zu viele Kompromisse eingehen muss. Ich muss aber auch erwähnen, das ich insgesamt lieber mit OS X als mit Windows arbeite.

Was Microsoft mit dem Surface Pro 3 kann, ja das können wir auch dachte sich Lenovo und schickt eine neue Version vom ThinkPad Helix ins Rennen. Mit einem zwar etwas kleineren Display von 11,6 Zoll, aber mit einer besseren Ausstattung etwa im Bereich der Mobilität (LTE und NFC) sowie mehr Anschluss und Aufstellmöglichkeiten für Präsentationen, soll das neue Helix vor allem Business Kunden überzeugen.

Bild: Lenovo Webseite

Genauer Preise stehen noch nicht fest, aber wenn wir uns am aktuellen Modell orientieren liegen wir bei einem recht hohen Einstiegspreis von ca. 1330,00€. Wie aber in meinem Testbericht vom Surface Pro 3 bereits erwähnt, muss man bei Microsoft auch 1349,00€ über den Tresen wandern lassen, um eine „vernünftige“ Ausstattung inkl. dem TypeCover zu bekommen.

Das Display schafft eine Full HD Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln und ist natürlich Toucheingaben tauglich. Als Prozessor kommt in der Intel Core M und Intel Core M vPro zum Einsatz und es sind bis zu 8 GB RAM sowie maximal 512 GB per SSD möglich und es wird Windows 8.1 oder Windows 8.1 Pro installiert sein.

Gegenüber dem Surface überzeugt so manchen evtl. das integriertes LTE Modem und im Gegensatz zum Vorgänger vom Helix gibt es jetzt auch einen microSD Kartenslot und anstatt Mini DisplayPort ist jetzt microHDMI vorhanden.

Das Tastatur-Dock (Ultrabook Keyboard) gibt es jetzt auch als Pro Edition mit einem Fingerabdruck und Smart-Card-Leser für ein erhöhtes Maß an Sicherheit und die Tastatur hat einen eigenen Akku der längere Laufzeiten im „Notebook-Modus“ (laut Hersteller mit dem Pro bis zu 12 Stunden) ermöglicht und zusätzliche Anschlüsse bereitstellt, die man am Surface unterwegs leider sehr vermisst.

Das Helxi als Tablet alleine wiegt jetzt „nur“ noch 795 Gramm gegenüber 800 Gramm vom Surface Pro 3, was in beiden Fällen mir persönlich für ein Tablet aber zuviel ist. Mit dem Ultrabook Keyboard kommt das Helix auf 1,35 kg und in der Pro Edition sogar auf 1,7 kg. Das Surface Pro 3 kommt „nur“ auf 1,095 kg inklusive der Tastatur-Hülle, aber bietet weniger Anschlüsse und keinen Zusatzakku.

Im Notebook Modus muss eigentlich auf nichts verzichten, denn es sind genügend Anschlüsse USB 3.0, Mini DisplayPort, microHDMI, microSD und eine Audiobuchse vorhanden. Ethernet wird bei der geringen Höhe wie gehabt mit einem USB-Dongle realisiert.

Was mich beim Surface wirklich begeistert hat, ist der Stift im Zusammenspiel mit OneNote, aber auch am Helix kann man einen optional erhältlichen Stift für Handschrift verwenden. Ob dieser aber ebenfalls eine so genauer Schreibweise ermöglicht, kann ich leider wegen fehlender Verfügbarkeit nicht beurteilen.

Neben den ganzen externen Anschlussmöglichkeiten, sind intern neben dem LTE Modem, NFC, WLAN mit 802.11ac und Bluetooth 4.0 auch zwei Webcams mit 2 und 5 Megapixeln vorhanden.

Fazit: Ob man nun lieber auf zwei Geräte, also auf Tablet und Notebook setzt, oder alles mit einem Gerät abdecken möchte und dabei nunmal Kompromisse eingeht, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber wenn es ein mobiles Tablet-Notebook mit Windows sein soll und eh genügend Taler locker gemacht werden können, dann würde ich persönlich von der Ausstattung her, das Lenovo ThinkPad Helix einem Surface Pro 3 wahrscheinlich vorziehen. Es wird voraussichtlich im vierten Quartal erhältlich sein.

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