Sicherheit sollte vor allem in Unternehmen einen hohen Stellenwert haben und ein Virenbefall kann fatale und meistens auch wirtschaftliche Folgen haben. Daher ist es zwingend erforderlich, alle Rechner mit einem aktuellen Virenscanner auszustatten und ab einer gewissen Anzahl von Systemen und das selbst bei kleineren Unternehmen, kann Verteilung und Verwaltung nur mit einer passenden Managementlösung umgesetzt werden.

Dieses haben sich aber die Hersteller bis jetzt immer recht gut bezahlen lassen und der interne Aufwand für die Wartung der eigene Managementlösung, darf hier auch nicht unterschätzt werden. Jetzt gibt es Windows und Mac eine im Basispaket (für die meisten aber ausreichende) kostenlose Cloud Lösung von Avast, welche ich einem Test unterzogen habe.

Die für Windows und Mac OS X kostenlos erhältliche Software hört auf den Namen „Avast Free Business Security” und wird ausschließlich in der Cloud betrieben. Für die Installation des eigentlichen Virenscanners benötigt man auf dem Zielsystem zwar nicht zwingend einen Internetzugriff, aber auf jeden Fall für das spätere Management des Clients und natürlich für Updates usw. aber auf den meisten Systemen ist dieser ja sicher vorhanden. Die Verteilung der Software ist aber somit auch etwa bei einem Heimarbeitsplatz ohne VPN einfach möglich.

Die aktuelle Version ist die 1.0.10 und somit noch sehr frisch, aber auf mich macht sie schon einen sehr guten Eindruck und weitere Features wie etwa ein Start Wizard, erweiterte Profile und verbesserte E-Mail Benachrichtigungen sind bereits für die nächste Version angekündigt.

Avast wird direkt im Browser verwaltet und die Verwaltungsoberfläche mach einen sehr übersichtlichen Eindruck, was aber hierbei positiv gemeint ist. Weil kein lokal im Unternehmen vorhandener Server für die Verwaltung verwendet wird, sondern auf das Dashboard usw. per Internet zugegriffen wird, ist die Verwaltung auch von einem mobilen Gerät aus möglich.

Im Dashboard selber erhält man aktuelle Informationen zum Sicherheitsstatus der Systeme und eine Übersicht der letzten Bedrohungsereignisse. Wenn auf einem neuen Gerät der Virenschutz installiert wurde und es sich beim Server meldet, wird es automatisch aktiviert verwaltet.

Die Software auf einem neuen System zu installieren ist sehr einfach. Hierzu kann mann dem Anwender entweder per E-Mail einen Link zum Download der Software schicken, oder es lässt sich ein Installationspaket herunterladen, welches auch als Silent Installer erhältlich ist und für Mac gibt es eine passende DMG mit dem Installationspaket.

Verwaltete Systeme lassen sich wenn gewünscht in Gruppen sortieren und auf diese Gruppen lassen sich wiederum verschiedene Konfigurations-Profile für den Virenscanner anwenden. Die Profile sind einfach zu erstellen und bieten bereits jetzt ausreichende Einstellungsmöglichkeiten. Ebenfalls ist es möglich, bereits erstellte Profile duplizieren und abändern und somit muss man diese nicht komplett neu konfigurieren.

Die “Avast Free Business Security” bietet  File-, Web- und Mail-Schutz und einen integriertem Browser-Schutz. Wer möchte kann die Premium Option buchen und diese kostet auch nur 2€ pro Gerät im Monat.

Dafür bekommt man noch zusätzlich Firewall, Anti Spam-Lösung, sowie eine sichere virtuelle Umgebung für sensible Transaktionen und einen Daten-Schredder.

Die ausführlichen Reporting- und Alarm-Funktionen sowie der Cross‐Plattform-Support (Windows und Mac OS X) stehen einem bereits in der kostenlosen Version zur Verfügung und es gibt in beiden Versionen keinerlei Einschränkung bei der Anzahl der zu verwaltenden Geräte.

Im Test hat die Installation unter Windows manuell per Installationspaket, automatisch per Gruppenrichtlinie sowie mit einer Softwareverteilung (Matrix42) einwandfrei funktioniert. Auch der Download aus der E-Mail heraus, war weder unter Windows noch unter Mac OS X ein Problem und sehr Benutzerfreundlich umgesetzt. Eine Deinstallation ist per Web dann auch Remote kein Problem und schnell erledigt. Einfach das Gerät löschen und schon wird die Software vom System nach einem Neustart wieder deinstalliert und das klappte unter Windows und Mac einwandfrei.

Der Virenscanner selber ist sehr ressourcenschonend und eignet sich daher auch noch für ältere Kisten. Vom Dashboard aus, kann man Aufgaben erstellen und Remote ausführen lassen. Dazu zählt neben einem schnellen oder einem Vollständigen Scanvorgang, auch eine praktische Benutzerspezifische Überprüfung des Systems und es können Update des Programms bzw. der Virusdefinitionen erzwungen werden.

Zusätzlich kann man an den Anwender auch über Avast eine Nachricht schicken, was ich ebenfalls eine sehr nützliche Funktion finde und ein Neustart sowie das Herunterfahren eines Systems ist ebenfalls Remote steuerbar und dieses auch zeitgesteuert (1, 10, 30 und 60 Minuten) und auch hierbei gibt es eine Nachricht für den Anwender. Beides klappte zuverlässig unter Windows und am Mac.

Die Aufgaben lassen sich auf einzelne Systeme, Gruppen oder natürlich auch auf alle Systeme anwenden. Die eigentliche Hauptaufgabe nämlich die Erkennung von Viren, Trojanern, Male-und Addware hat Avast auf den knapp 20 Systemen im Test einwandfrei gemeistert.

Fazit: Mit Avast Free Business Security bekommt man kostenlos einen echt guten Virenschutz und dieses mit einer sehr zuverlässig arbeitenden Managementlösung im Browser. Ich finde die Software aber nicht nur für Unternehmen sehr interessant, sondern auch für den Familien-Admin der sich in der Verwandtschaft häufig um so einige Systeme kümmern muss.

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