Der PC im selbst gestalteten Gehäuse: Casemodding existiert bereits seit vielen Jahren und zählt bis heute viele Anhänger. Dank neuer Materialien reißt die Flut an kreativen Eigenentwicklungen nicht ab, die Technik-Szene wird damit noch persönlicher.

Casemodding

Bild: Flickr

Privat-PCs im neuen Gewand – das Auge freut sich

Der Trend zu individuellen, eleganten Designs hat auch die Heimelektronik erreicht. Neue TV-Geräte wie der neue QUHD-Fernseher von TCL geben dabei die Richtung vor, da sie mit ihrer Präsenz den Raum prägen und neben ihrer Funktion als Technikgerät auch als Eyecatcher dienen..

PC-Besitzer sehen das genauso, gehen dabei jedoch etwas kreativer vor. Speziell im Hobby- und Gaming-Bereich sind kreative Lösungen gefragt. Die Unterscheidung zwischen privater und gewerblicher Nutzung ist dabei wichtig, denn während beispielsweise Serverschränke in Rechenzentren höchsten Ansprüchen in Sachen Qualität und Funktionalität genügen müssen, darf es im privaten Bereich ruhig etwas verspielter zugehen.

Und davon lebt die Casemodding-Szene. Im Zuge des modernen Wohnens werden die PC-Gehäuse häufig an die Umgebung angepasst. Der klassische PC-Tower gilt schließlich nicht unbedingt als Schmuckstück, das sich fließend in den Raum integriert. Beim Casemodding sieht das anders aus: Helle Landhausstile können mit Holz-Computergehäusen ergänzt werden, minimalistische Industrial Designs harmonieren mit futuristischen Metall-Cases und wer Ambiente durch bunte Lichter erzeugen möchte, der kann das Gehäuse entsprechend mit LED-Ketten ausstatten.

Funktionalität muss dennoch beachtet werden

Bei aller Kreativität darf die Physik nicht außen vorgelassen werden. Das gilt vor allem für die Hitze: Beim Selbstbau-Gehäuse muss auf den richtigen Luftstrom geachtet werden, da es ansonsten zu einer Überhitzung kommt. Das Lüfter-Arrangement herkömmlicher Gehäuse dient dabei als Vorbild. Im Optimalfall zieht ein Lüfter frische Luft durch die Vorderseite (unten) ein, während ein zweiter Lüfter die warme Luft auf der Hinterseite (oben) hinausbläst. Durch diese Konstellation entsteht ein Luftstrom, der den Case-Innenraum auf der richtigen Temperatur hält.

Je nach Ausrichtung und Bauform der wichtigsten Teile, nämlich CPU und Grafikkarte, können auch seitlich eingesetzte Lüfter Sinn machen, weil die Tatsache, dass warme Luft immer nach oben aufsteigt, ist bei der Planung behilflich. Moderne Casemodding-Kits sind dementsprechend ausgestattet und das nötige Werkzeug vorausgesetzt, können auch eigene Kreationen zurechtgeschneidert werden.

Als Lohn für die Arbeit wartet ein individuelles Kunstwerk, das je nach Bauform sogar pflegeleichter als ein normales Gehäuse sein kann. Wasserkühler sind übrigens das Highlight vieler Casemodding-Kreationen; in diesem Fall kann der Luftstrom ein wenig vernachlässigt werden, während die Optik profitiert.

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