Gestern ist mir leider ein kleines Malheur passiert… Schon lange steht bei mir auf der To-Do-Liste, meinen Rechner aufzuräumen. Ich bin leider einer von denen, die so ziemlich alles auf dem Desktop ablegen mit dem Gedanken…“naja ist ja nur temporär und so finde ich es schnell wieder“. Leider sind die heutigen Desktops durch die großen Monitore viel umfangreicher geworden, das wird auch nicht besser, wenn 2 Monitore im Einsatz sind ;-)

Nachdem ich meine NAS schon aufgeräumt hatte, war nun auch der Desktop dran. Hier habe ich noch viele Fotos liegen, die eigentlich noch bearbeitet werden sollen. Da der Speicherort „Desktop“ für solche Daten aber wenig sinnvoll ist, sollten diese auch auf die NAS. Hierbei ist es wohl passiert… Ich war mir sehr sicher, dass ich den entsprechenden Ordner bereits auf die NAS kopiert hatte, daher wurde der Ordner auf dem Desktop schon mit „Shift + Entf.“ gelöscht. Nach einer Kontrolle auf der NAS stellte ich fest, dass der Ordner, den ich vermeintlich kopiert hatte gar nicht auf der NAS war… Mist!

Durch das Shift+Entf.-Löschen war dieser natürlich auch nicht im Papierkorb zu finden. Mist…! Eine weitere Kopie auf der SD-Karte war auch schon lange gelöscht und somit hatte ich mit ein paar Klicks alle Fotos vom letzten Urlaub unabsichtlich gelöscht.

Gelöscht heißt ja aber nicht wirklich gelöscht. Windows überschreibt die gelöschten Dateien nicht sofort, somit besteht, gerade wenn man den Verlust schnell merkt, eine sehr hohe Chance, dass alle Dateien wieder hergestellt werden können. Nach einer kurzen Suche im Netz habe ich das kostenlose Tool EaseUS Data Recovery gefunden. Die kostenlose Version lässt es zu, Daten bis zu 2 GB kostenlos zu retten.

Das Tool ist sehr schlank gehalten und die kostenlose Version ist nur 31,5 MB groß. Die Installation ist selbsterklärend…

Nachdem das Tool installiert ist, kann es gestartet werden. Im linken Fenster navigiert Ihr durch die entsprechenden Ordner. Dort habe ich bei mir z.B. den Desktop ausgewählt.

Wenn Ihr nun im entsprechenden Ordner seid, dann kann der Scan gestartet werden. Der erste Scan läuft sehr schnell durch (bei SSDs wenige Sekunden). Danach wird ein weiterer Scan (Tiefenscan) gestartet. Im rechten Teil des Fensters bekommt Ihr schon eine Vorschau der gefundenen Daten!

Zum Glück wurden alle Fotos von mir wieder gefunden – auch die Dateinamen waren noch vorhanden. Die Daten sollten dann unbedingt auf einem externen Medium gesichert werden, damit beim Wiederherstellen nicht versehentlich Dateien auf der Festplatte überschrieben werden, die noch gerettet werden sollen.

Das Tool kann noch einiges mehr, die weiteren Funktionen brauchte ich zum Glück noch nicht, für die kostenlose Wiederherstellung ist es aber bestens zum empfehlen!

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