Finanzen werden mobil: Die Bezahlmethoden der Zukunft

Bargeld wird immer unwichtiger und neue Technologien verstärken diese Entwicklung. Obwohl NFC mehr oder weniger als gescheitert gilt, scheint die Zeit der mobilen Payments gerade erst zu beginnen.

Kreditkarten werden mobil und digital

Mit NFC gab es bereits vor vielen Jahren den Versuch, mobile Payments im Alltag zu etablieren. So richtig geklappt hat das jedoch nicht: Am Anfang waren Handys mit NFC-Chip noch nicht verbreitet genug, später war die kontaktlose Technologie ein wenig in Vergessenheit geraten und dementsprechend waren die meisten Händler nicht entsprechend ausgestattet.

Doch je mehr das Smartphone an Bedeutung gewann und je mehr die privaten Finanzen online verwaltet wurden, desto klarer wurde, dass mobile Bezahlungen die Zukunft sind. Neue Beispiele finden sich auf dem Kreditkartenmarkt: Beim Anbieter N26 aus München beispielsweise erhalten Kunden eine Kreditkarte mit digitalem Fokus. Dank zahlreicher Online-Promoaktionen können Einsteiger eine N26 Prämie ergattern und genau diese Lockmittel sind es, die die breite Bevölkerung für das Thema begeistern sollen.

In eine etwas andere, aber doch ähnliche Kerbe schlagen Anbieter, die sich auf Krypto-Kreditkarten spezialisiert haben. Der Krypto-Boom gegen Ende 2017 beflügelte diese Entwicklung und Produkte wie die Monaco-Card haben inzwischen den Marktstart erfolgreich hinter sich. Das System dabei: Kunden laden ihre Prepaid-Visa mit Krypto-Guthaben auf, dieses wird beim Karteneinsatz über den Anbieter in Echtgeld umgewandelt. Auf diese Weise können Krypto-Gewinne direkt zur Bezahlung im Alltag genutzt werden, und zwar mit weltweiter Visa-Akzeptanz.

Wie lange gibt es noch Bargeld?

Wichtig ist bei den genannten Beispielen die starke Verknüpfung zum Smartphone. Dort können alle Einstellungen und sonstige Aktivitäten per App verwaltet und überwacht werden. Dies ist nicht mehr ganz neu, denn wie sich in den Supermärkten Deutschlands an den Kassen zeigt, steigt die Verbreitung von kontaktlosen Payback-Scannern rapide. Diese werden einfach per Smartphone-App angefunkt – Treuepunkte zu sammeln war nie einfacher.

Die Weisheit, dass nur Bares Wahres ist, verliert also mehr und mehr an Bedeutung. Das hat natürlich auch praktische Nachteile: Bargeld ist verlässlich und physisch greifbar, es ist nicht von der Technik und Kleinigkeiten wie einem vollen Akku abhängig. Dennoch überwiegen die Vorteile der modernen Methoden in der Summe und das dürfte den entscheidenden Ausschlag geben. Grund zur Sorge gibt es vorerst jedoch nicht: Der Tag, an dem Bargeld offiziell abgeschafft wird, dürfte noch eine ganze Weile auf sich warten lassen, auch wenn der Trend zur Kartenzahlung selbst in Deutschland klar zu sehen ist.

Bild: ©istock.com/metamorworks

 

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Ein Kommentar

  • Mathias

    30. Juli 2018

    Und wie viele Jobs dadurch verloren gehen, werden wir in diesem Threat lieber nicht erwähnen, nicht mal ansatzweise. Es soll uns ja Sonnenschein suggestieret werden.
    Gruß,
    Mathias

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