In Direktverknüpfungen zwischen Sender und Aktor ist das Arbeiten mit Einschaltdauern wenig kompliziert; einfach als Parameter den Wert „Einschaltdauer“ auf einen entsprechenden Wert setzen. In Zentralenprogrammen / Zentralenverknüpfungen führt dieses jedoch häufig zu Problemen…

Das klassische Szenario, in welchem man nicht um das Erstellen einer Zentralenverknüpfung herumkommt, ist die Verbindung zwischen Homematic und Homematic IP Geräten. Vor allem in der Kombination zwischen Bewegungsmeldern (hmip) sowie Aktoren (hm), die klassisch für eine bestimmte Zeit eingeschaltet werden sollen, passiert bei vielen erstmal gar nichts.

Grund dafür ist die fehlerhafte Verwendung des Befehls „Einschaltdauer“ in einer Zentralenverknüpfung, die häufig wie folgt angewandt wird:

Falsch: Fehlerhafte Anwendung des Befehls „Einschaltdauer“

Das hier aufgeführte Programm lässt das Außenlicht trotz erkannter Bewegung nicht einschalten, denn der Befehl „Einschaltdauer“ ist per Definition kein Einschaltbefehl. Vielmehr wird die hier eingetragene Einschaltdauer „gemerkt“ und erst gemeinsam mit dem nächsten Einschaltbefehl an das Außenlicht geschickt. Die korrekte Deklaration lautet also wie folgt:

Variante 1: Korrekte Deklaration für die Einschaltdauer in einem Zentralenprogramm

Denkt dabei bitte daran, dass ihr die Reihenfolge genau wie hier dargestellt programmiert. Zunächst wird eine Einschaltdauer in der Zentrale vorgemerkt und gemeinsam mit dem nächsten Einschaltbefehl an den Aktor geschickt. Das Programm schickt also nur einen Befehl an den Aktor! Solltet ihr die Reihenfolge vertauschen, wird zunächst eine „unendlich“ lange Einschaltdauer in den Aktor geschrieben (Schaltzustand: ein) und erst für den nächsten Einschaltbefehl die Einschaltdauer berücksichtigt. Beim ersten Schaltvorgang müsstet ihr den Aktor also manuell ausschalten, was uns im ersten Moment wieder stutzig machen würde.

Eine weitere Möglichkeit der Programmierung stellt folgende Variante dar:

Variante 2: Zentralenprogramm über Einschalt- sowie Ausschaltbefehl (nicht optimal)

Das hier dargestellte Zentralenprogramm schickt zunächst einen „unendlich“ langen Einschaltbefehl und schickt 5 Minuten später einen Ausschaltbefehl an den Aktor. Auch diese Variante ist möglich, hat aber einen Nachteil im Vergleich zum zuvor dargestellten Programm mit Einschaltdauer: Bei erkannter Bewegung schickt dieses Programm in Summe zwei Befehle an den Aktor, einen zum Einschalten, einen zum Ausschalten. Vor allem bei sehr vielen solcher Programme kann dieses zu Problemen mit dem DutyCycle führen.

Auf Änderung auslösen? / Auf Aktualisieren auslösen?

Was es mit diesen beiden Varianten auf sich hat und wie dadurch unsere Bewegungsmelder-Schaltung beeinflusst wird, erkläre ich euch in einem anderen Quicktipp :)

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2 Kommentare
  1. Avatar
    Sash sagte:

    Hallo technikkram.net Team,

    perfekt und danke für den Tipp. Jetzt weiß ich was ich falsch gemacht habe.
    Danke und ruhigen Sonntag noch.

    VG
    Sash

    Antworten
    • Avatar
      Mathias sagte:

      Hi @Sash,
      Ein Blick ins Handbuch hätte ausgereicht, um es selbst festzustellen.
      Wenn Du Dir einen Fernseher kaufst, guckst Dir doch auch zuerst die Bedienungsanleitung an, oder?
      Solltest Du einen Einbruchmelder nachbilden wollen, denke bitte daran, die Einschaltzeit der Sirenen auf 180 Sekunden zu begrenzen. Die dürfen nicht länger als 3 Minuten heulen. Oder Du setzt wie ich auf aktive Einbruch-Abwehr.

      Antworten

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