Heute gibts einen schnellen aber wichtigen Quicktipp für euch, wenn ihr Bewegungs- oder Präsenzmelder einsetzt.

Der ein oder andere von euch wird schon festgestellt haben, dass das Einstellen von Einschaltdauern von weniger als 5 Minuten durchaus Kopfschmerzen verursachen kann, unabhängig davon, ob ihr einen Access Point oder auch eine CCU euer Eigen nennt. Der Klassiker dabei ist, dass der Bewegungsmelder das Licht zwar beim ersten Durchgang einschaltet, aber je nach eingestellter Einschaltdauer das Licht bereits nach kurzer Zeit wieder ausgeht, obwohl wir uns noch im Erfassungsbereich aufhalten.

Dieses hängt mit dem voreingestellten Sendeabstand eines Bewegungs- bzw. Präsenzmelders zusammen. Im Werkszustand ist dieser auf 240 Sekunden voreingestellt, was bedeutet, dass nach einer erstmalig erkannten Bewegung erst 240 Sekunden später ein erneuter Befehl an den Aktor geschickt werden kann. Sofern ihr nun mit Licht-Einschaltdauern von weniger als 240 Sekunden arbeitet, wird der erste Einschaltbefehl zwar in den Aktor geschoben (bspw. 30 Sekunden), die nächste erkannte Bewegung kann allerdings erst deutlich später wieder an den Aktor kommuniziert werden. Dies führt dazu, dass das Licht trotz Aufenthalt im Erfassungsbereich ausgeht. eQ-3 empfiehlt daher grundsätzlich erst einmal eine Licht-Einschaltdauer von 5 Minuten, damit der Bewegungsmelder nach Ablauf der 240 Sekunden Sendeabstand in jedem Fall einen erneuten Befehl mit einer Verlängerung von weiteren 5 Minuten an den Aktor melden kann.

Verringerung des Sendeabstand

Um auch kürzere Einschaltdauern zu realisieren, muss daher der Sendeabstand des Bewegungsmelders reduziert werden. Dafür wechseln CCU Anwender auf „Einstellungen“ – > „Geräte„, suchen hier den Bewegungsmelder und klicken danach auf das „Einstellen“ Feld.

Im nächsten Schritt wählt ihr anstelle des „klassischen“ Sendeabstands einfach „dynamisch“ aus und könnt nun den Sendeabstand auf bis zu 15 Sekunden reduzieren. Denkt dabei daran, dass dieses eventuell zu einer deutlichen Reduzierung der Batterielaufzeit führen kann.

Wer im Besitz eines Access Points ist, kann den Sendeabstand ebenfalls reduzieren. Hierfür wechselt ihr im Hauptmenü auf „Geräteübersicht„, wählt euer Gerät aus und findet hier bereits den Punkt „Minimales Sendeintervall„:

8 Kommentare
  1. Avatar
    Marco sagte:

    In der Theorie nett, in der Praxis führt das bei mir aber in der Kombination HM-SEC-MDIR-3 mit HMIP-BSM dazu, dass ca. 5 Sekunden nach dem Ausschalten durch den BSM das Licht wieder eingeschaltet wird, obwohl sich längst nichts mehr bewegt.

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      Michael sagte:

      Hallo Marco,

      dann arbeitest du auch nicht mit einer Direktverknüpfung, sondern mit einem Zentralenprogramm. Wie genau schiebst du die Befehle in den Aktor?

      Gruß
      Michael

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        Marco sagte:

        Hallo Michael,

        ja, weil ja direkte Verknüpfungen zwischen IP und „normalen“ Homematicgeräten nicht gehen – soviel habe ich ja begriffen. Eingestellt im Programm ist:
        – HM-SEC-MDIR-3 – Bewegung erkannt – bei Aktualisierung auslösen und
        – HM-SEC-MDIR-3 – Helligkeit kleiner als 40 – nur prüfen –
        – dann: HMIP-BSM sofort: Schaltzustand ein.

        Der Bewegungsmelder ist eingestellt auf:
        – Empfindlichkeit – Auslösen bei jedem Sensorimpuls
        – Sendeabstand – dynamisch
        – Mindestsendeabstand 15 s
        – Innerhalb des Sendeabstandes erkannte Bewegung senden – ja

        Anscheinend verzögert das System aber (verstehe ich so) das Senden, so dass, obwohl keine Bewegung mehr ist, eingeschaltet wird. Ich habe bisher bewußt keine Endabschaltung programmiert, weil ich erstmal dieses Verhalten verstehen will.

        Danke

        Marco

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          Michael sagte:

          Hallo Marco,

          grundsätzlich erstmal nicht verkehrt. Ich würde dir jetzt folgendes empfehlen:

          im DANN-Teil:
          Einschaltdauer mind. 30 Sekunden
          Schaltzustand EIN

          Bitte diese Reihenfolge.

          Dann noch den Haken bei „Innerhalb des Sendeabstands erkannte Bewegungs senden“ auf NEIN setzen. Dieser Punkt sorgt dafür, dass nach Ablauf des Sendeabstands eine im Sendeabstand erkannte Bewegung noch „nachgereicht“ wird.

          Probiere dieses bitte einmal aus und berichte. Zwischen Sendeabstand und Einschaltdauer sollten auf jeden Fall einige Sekunden (bspw. 15 Sekunden) liegen.

          Gruß
          Michael

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            Marco sagte:

            Hallo Michael,

            habe jetzt im Bewegungsmelder die von Dir vorgeschlagenen Änderungen vorgenommen, dynamischer Sendeabstand mindestens 15 Sekunden, Haken bei „innerhalb des Sendeabstands erkannte Bewegung senden“ ist draußen. Im Programm habe ich eingestellt: HMIP-BSM: sofort Einschaltdauer auf 60 Sekunden.

            Es passiert gar nichts.

            Viele Grüße

            Marco

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            Marco sagte:

            Hallo Michael,

            Danke, das wars. Für mich war klar, dass mit der Einschaltdauer auch gleichzeitig das Einschalten erledigt wird. Habe jetzt „Schaltzustand ein“ als weiteren Befehl direkt nach der Definition der Einschaltdauer eingefügt, jetzt macht es das, was ich will.

            Jetzt mal schauen, ob das auch so mit Präsenzmeldern funktioniert – nächster Flur…

            Vielen Dank

            Marco

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            Michael sagte:

            Hallo Marco,

            super, das freut mich :) Werde dazu demnächst nochmal einen Quicktipp erstellen…

            Sofern es sich um zwei hmIP oder zwei hHM Geräte handelt, aber bitte zuvor auf eine Direktverknüpfung zurückgreifen.

            Viele Grüße
            Michael

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