Smarte Markise automatisieren: Wind- und Sonnensensor richtig einrichten
KI-generiert: Dieser Artikel und seine Abbildungen wurden von einem KI-System erstellt. Mehr dazu
Familie sitzt unter ausgefahrener Markise auf der Terrasse, Somfy Sensoren und Zentrale an der Hauswand sichtbar
Der einsteigerfreundlichste Weg in die automatische Markisensteuerung führt über das Somfy Connexoon IO Starter-Set — kombiniert mit dem Somfy Eolis 3D WireFree IO Windsensor und dem Somfy Sunis IO WireFree Sonnensensor. Alle drei Geräte kommen vom gleichen Hersteller, sprechen dasselbe Funkprotokoll (dazu gleich mehr) und werden über die TaHoma-App eingerichtet. Kein Kabelziehen, kein Techniker. Realistisches Budget: ca. 310 Euro für eine vollständig funktionierende Lösung.
Den vollständigen Überblick über smarte Markisensysteme findest du in unserem .
Warum lohnt sich die Automatisierung wirklich?
Markisen kosten je nach Größe schnell mehrere Hundert bis über tausend Euro. Das größte Risiko ist nicht die Sonne — sondern der Wind. Ein kräftiger Windstoß, während du im Büro oder im Urlaub bist, kann die ausgefahrene Markise beschädigen oder komplett abreißen. Der Windsensor ist deshalb kein Komfort-Feature. Er ist Schutz für deine Investition.
Der Sonnensensor übernimmt den Rest: Er sorgt dafür, dass die Markise bei direkter Sonneneinstrahlung automatisch ausfährt und die Terrasse nutzbar bleibt — ohne dass du ständig daran denken musst. Eine ausgefahrene Markise hält außerdem Wärme aus dem Haus, was im Sommer den Unterschied zwischen angenehm und unerträglich machen kann.
Besonders sinnvoll für: die folgenden Zielgruppen — im Detail sind das:
– Familien, bei denen niemand ans Einfahren denkt, wenn das Gewitter aufzieht
– Senioren, die den Schalter schwer erreichen
– Berufstätige, die tagsüber nicht zuhause sind
– Mieter mit motorisierter Markise — Funk-Sensoren brauchen keine Bohrlöcher
So funktioniert das System — die einfache Kette

Schritt-für-Schritt Illustration: Sensoren messen → App wertet aus → Markise reagiert automatisch
Stell dir das System wie eine Staffel vor: Jeder gibt den Stab weiter, und am Ende bewegt sich die Markise. Drei Bausteine, nicht mehr:
- Sensor misst — Sonne oder Wind überschreiten einen Schwellenwert (also einen festgelegten Grenzwert)
- App wertet aus — ist der gemessene Wert über oder unter dem Grenzwert?
- Motor reagiert — Markise fährt aus oder ein
Das ist alles. Keine komplizierte Technik, nur drei Geräte, die über eine App miteinander sprechen.
Ein konkreter Ablauf an einem Sommertag: So läuft ein typischer Tag mit aktivierter Automation ab:
– 11:30 Uhr: Der Sonnensensor meldet, dass die Einstrahlung den eingestellten Lux-Wert (Lux = Maßeinheit für Lichtstärke) überschreitet. Die TaHoma-App schickt den Befehl: Markise ausfahren.
– 14:45 Uhr: Eine Böe zieht auf. Der Windsensor an der Dachkante registriert anhaltenden Wind über dem Schwellenwert. Die App löst die Schutzregel aus: Markise einfahren — bevor du es überhaupt merkst.
– 19:00 Uhr: Die Sonne sinkt, der Lux-Wert fällt. Markise fährt automatisch ein.
Du hast keinen einzigen Knopf gedrückt. Und genau dafür ist das System da.
Das Starter-Set im Überblick
| Gerät | Produkt | Preis (ca.) |
|---|---|---|
| Steuereinheit | Somfy Connexoon IO kaufen | 130 € |
| Windsensor | Somfy Eolis 3D WireFree IO Angebot | 100 € |
| Sonnensensor | Somfy Sunis IO WireFree kaufen | 80 € |
| Gesamt | ca. 310 € |
Warum genau dieses Set? Alle drei Geräte sprechen das Somfy IO-Protokoll — also dieselbe „Sprache“. Das klingt nach einem Detail, ist aber das häufigste Einsteigerproblem überhaupt: Sensor und Steuerung können sich nicht verständigen, weil sie unterschiedliche Funkprotokolle nutzen. Dazu später mehr im Abschnitt zu häufigen Irrtümern.
Die Connexoon IO (die Steuereinheit, also das Gehirn des Systems) wird per Netzwerkkabel (LAN) mit deinem Router verbunden. Die Sensoren laufen mit Batterie. Kein Kabelziehen bei den Sensoren, kein Elektriker für die Sensoren.
Was du bereits brauchst: Smartphone (Android oder iPhone), WLAN-Router, Markise mit Somfy-Motor.
Schritt für Schritt einrichten — per App

TaHoma-App auf dem Smartphone zeigt Markisen-Steuerung mit Windensor, Sonnensensor und Automatik-Schalter
Gut gemacht, wenn du bis hier gelesen hast — der technische Teil ist überschaubar. Hier ist die komplette Einrichtung in fünf Schritten.
Schritt 1: Connexoon IO anschließen
Stecke die Connexoon IO in eine Steckdose und verbinde sie per Netzwerkkabel (LAN) mit deinem Router. Lade die TaHoma-App auf dein Smartphone und folge dem Einrichtungsassistenten — der führt dich durch die Verbindung, ohne dass du etwas manuell konfigurieren musst.
Schritt 2: Markisenmotor anlernen
Öffne in der App „Gerät hinzufügen“ und wähle deinen Somfy-Motor aus. Die App führt dich durch den Anlernvorgang: Du drückst einmal kurz eine Taste am Motor, die App bestätigt die Verbindung. Fertig.
Schritt 3: Sensoren anlernen
Wiederhole den Vorgang für den Eolis-Windsensor und den Sunis-Sonnensensor. Beide erscheinen danach als eigene Geräte in der App — du siehst ihre Messwerte in Echtzeit.
Schritt 4: Automationsregeln erstellen
Gehe in der App auf „Szenarien“ oder „Automationen“. Erstelle zwei Regeln:
– Sonnenschutz: Wenn Sunis-Sensor > eingestellter Lux-Wert → Markise ausfahren
– Windschutz: Wenn Eolis-Sensor > eingestellter Windwert für mindestens 30 Sekunden → Markise einfahren
Die 30-Sekunden-Verzögerung ist wichtig — ohne sie fährt die Markise bei jeder kurzen Böe ein und gleich wieder aus. Das nervt und verschleißt den Motor unnötig.
Schritt 5: Schwellenwerte kalibrieren
Starte mit den Standardwerten und beobachte das Verhalten über zwei Wochen. Fährt die Markise zu früh ein? Erhöhe den Windwert. Fährt sie bei bewölktem Himmel aus? Erhöhe den Lux-Wert. Mindestens eine Saison lang beobachten und nachjustieren ist normaler Bestandteil der Einrichtung — kein Fehler, sondern Pflicht.
Häufige Irrtümer — das solltest du wissen

TaHoma-App zeigt Automatisierungsregeln: Markise ausfahren bei Sonne, einfahren bei Wind
„Jeder Sensor funktioniert mit jeder Markisensteuerung“
Stimmt nicht — und dieser Irrtum kostet Geld. Sensoren und Steuerungen nutzen unterschiedliche Funkprotokolle: Somfy IO, Zigbee, Z-Wave oder 433 MHz. Ein günstiger Zigbee-Sensor (Zigbee ist ein weit verbreiteter Funkstandard, den zum Beispiel Philips Hue oder IKEA Trådfri nutzen) kommuniziert nicht direkt mit einer Somfy-Steuerung. In der Produktwerbung steht oft nur „smart“ oder „kompatibel mit Smart Home“ — ohne zu erklären, mit welchem System. Kaufe deshalb immer Sensor und Steuerung vom gleichen Hersteller oder prüfe die Kompatibilität vorher genau.
„Ein einfacher Helligkeitssensor reicht aus“
Reicht nicht. Ein normaler Helligkeitssensor unterscheidet kaum zwischen einem bewölkten Wintertag und direkter Mittagssonne. Du brauchst einen Lux-Sensor, der die genaue Lichtstärke misst. Nur so lässt sich ein sinnvoller Schwellenwert setzen — zum Beispiel „Markise ausfahren ab 50.000 Lux direkter Sonneneinstrahlung“ statt bei jedem hellen Tag.
„Der Windsensor gehört direkt an die Markise“
Falsch — und das ist ein Montagefehler, der den Schutz fast wertlos macht. Direkt an der Markise oder an der Hauswand darunter entsteht eine Windschattenzone: Der Sensor misst zu wenig Wind und schlägt zu spät Alarm. Montiere ihn erhöht — an der Dachkante, der Regenrinne oder einem freien Bereich. So trifft der Wind auf den Sensor, bevor er die Markise erreicht, und die Steuerung hat wertvolle Sekunden Vorsprung.
Troubleshooting: Was tun, wenn es nicht funktioniert?
Sensor zeigt Daten, Automation löst aber nicht aus:
Prüfe zuerst, ob der Schwellenwert in der richtigen Einheit eingetragen ist — ein häufiger Fehler ist km/h statt m/s oder umgekehrt. Kontrolliere außerdem, ob die Automationsregel aktiv geschaltet ist und ob der Sensor in der App als „verbunden“ angezeigt wird. Ein Neustart der Connexoon IO löst viele Verbindungsprobleme.
Markise fährt bei jeder kleinen Böe ein: Die Verzögerungszeit fehlt oder ist zu kurz. Öffne in der TaHoma-App die Windschutz-Regel unter „Szenarien / Automationen“, wähle die Auslösebedingung und stelle mindestens 30–60 Sekunden Wartezeit ein, bevor die Regel auslöst.
Sensor liefert kein Signal: Prüfe zunächst den Batteriestand des Sensors. Öffne dazu in der TaHoma-App das jeweilige Gerät (Eolis bzw. Sunis) und kontrolliere den angezeigten Status. Funk-Sensoren wie der Eolis 3D WireFree IO haben eine begrenzte Reichweite — bei sehr dicken Wänden oder großer Entfernung zur Connexoon IO kann das Signal schwach werden. Teste den Sensor näher an der Zentrale, um das auszuschließen.
Der Lux-Schwellenwert ist zu niedrig. Erhöhe ihn schrittweise, bis die Markise nur bei direkter Sonneneinstrahlung ausfährt.
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Häufig gestellte Fragen
Funktioniert die automatische Markisensteuerung auch in der Mietwohnung?
Ja, in den meisten Fällen. Windsensor und Sonnensensor werden per Funk angebunden — kein Bohren, keine Kabel. Solange deine Markise bereits einen Somfy-Motor hat, brauchst du nichts an der Wand zu verändern. Willst du den Motor nachrüsten, sprich vorher kurz mit deinem Vermieter, da dort ein 230-Volt-Anschluss nötig ist.
Brauche ich einen Elektriker?
Für die Sensoren nicht — der Eolis 3D WireFree IO und der Sunis IO WireFree laufen mit Batterie und werden ohne Kabel montiert. Wenn du einen neuen Markisenmotor einbauen willst, sollte das ein Elektriker übernehmen, weil 230-Volt-Anschlüsse im Spiel sind. Die Sensoren und die App richtest du danach selbst ein.
Was passiert bei WLAN-Ausfall oder Stromausfall?
Die Somfy Connexoon IO speichert Automationsregeln lokal — die Markise fährt also auch ohne aktive Internetverbindung ein, wenn der Windsensor anschlägt. Bei einem kompletten Stromausfall ist weder Sensor noch Motor aktiv. Sobald der Strom zurückkommt, arbeitet die Automation normal weiter.
Ab welchem Windwert sollte die Markise einfahren?
Als Faustregel gilt Windstärke 5 (spürbarer, anhaltender Wind, ca. 29–38 km/h). Viele Hersteller empfehlen einen Schwellenwert zwischen Windstärke 4 und 6. Den genauen Wert musst du für deinen Standort selbst kalibrieren — Lage, Himmelsausrichtung und Grundstück spielen eine Rolle. Starte mit dem Standardwert und justiere über eine Saison.
Welchen Lux-Wert soll ich für den Sonnensensor einstellen?
Ein guter Startwert für direkten Sonnenschutz liegt bei etwa 40.000 bis 60.000 Lux. Darunter ist es meist bewölkt oder die Sonne steht flach — die Markise muss dann nicht ausfahren. Beobachte das Verhalten über zwei Wochen und passe den Wert an deine Situation an.
Kann ich einen Zigbee-Sensor mit der Somfy-Steuerung verbinden?
Direkt nicht — Zigbee und Somfy IO sprechen unterschiedliche Protokolle. Somfy IO ist zudem ein geschlossenes, verschlüsseltes Funkprotokoll, das nur von Somfy-eigenen Zentralen (Connexoon/TaHoma) unterstützt wird — Drittanbieter-Zentralen können nicht als Übersetzer zwischen einem Zigbee-Sensor und einer Somfy-IO-Steuerung fungieren. Für ein rein IO-basiertes Setup solltest du daher Sensoren und Steuerung von Somfy verwenden. Für die meisten Einsteiger ist das Somfy-Komplettsystem ohnehin die unkompliziertere Wahl.
Somfy Connexoon oder TaHoma Switch — was ist der Unterschied?
Beide steuern Somfy-Geräte über die TaHoma-App. Der TaHoma Switch unterstützt mehr Protokolle (auch RTS und Z-Wave) und eignet sich, wenn du bereits verschiedene Somfy-Geräte hast. Die Connexoon IO ist günstiger und reicht für ein reines IO-System mit Markise, Windsensor und Sonnensensor vollkommen aus.
Muss die Automation über die Cloud laufen?
Bei Somfy läuft die Steuerung über die Connexoon IO lokal — die Automationsregeln werden auf dem Gerät gespeichert und funktionieren auch ohne Internetverbindung. Die App und Fernzugriff von unterwegs benötigen natürlich eine Internetverbindung, aber der Grundschutz (Windsensor → Markise einfahren) läuft auch offline.
Alle Preisangaben sind Richtwerte und können je nach Händler und Verfügbarkeit abweichen. Stand: 2026.
✍️ Autor: technikkram-Redaktion
🔄 Zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2026
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