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Die meisten Unternehmen die ich kenne, verstoßen im großen Ausmaß gegen gültiges Lizenzrecht. Oftmals ist ein solcher Verstoß gar nicht „böswillig“ initiiert, sondern durch mangelnde Kontrolle der Anwender und vor allem großer Unwissenheit und fehlender Akzeptanz beim leidigen Thema Lizenzmanagement entstanden.

Selbst wenn in meistens größeren Unternehmen bereits eine Softwareverteilung wie Matrix42, SCCM oder Baramundi eingesetzt wird, haben ein großer Teil der Anwender weiterhin die Möglichkeit, Software selbständig und ohne Kontrolle zu installieren. Natürlich kann man dem Anwender diese Rechte entziehen, aber dann muss es auch genügend Ressourcen in der IT-Abteilung geben, um „alles“ an benötigter Software auch „zeitnah“ bereitzustellen und hier ist der erste Haken. Der zweite Haken ist natürlich der Anwender selbst, der einem mal schön aufs Dach steigt, wenn er auf einmal nichts mehr installieren darf.

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Es gibt auch Tools zur Überwachung und der Nutzungsdauer von Software, aber die bekommt man in Deutschland niemals durch den Betriebsrat und somit hat man es in der Administration nicht leicht, sich an die Einhaltung von Lizenzbestimmungen zu halten.

Oftmals findet ein Lizenzverstoß nicht böswillig, sondern durch Unwissenheit statt, auch wenn einem dieses im Fall eines Lizenz Plausibilisierungsprozesses nicht weiterhilft. Die Kennzeichnung Freeware ist nämlich in vielen Fällen ein Irrglaube, wenn es um die Nutzung der Software im Unternehmensumfeld geht. Weiterlesen

Wer Microsoft Server in einer Virtuellen Umgebung einsetzt und sich über die „richtige“ Lizenzierung informieren möchte, der sollte sich die von Microsoft veröffentlichte PowerPoint Präsentation (Download) zu Gemüte führen.

Unternehmen haben aus verschiedensten Gründen noch Bedarf an der „älteren“ Produkt-Version von Windows, jedoch sind diese nach einer gewissen Zeit nicht mehr so einfach verfügbar und erst recht nicht, als vorinstallierte OEM Version. Für solche Fälle bietet Microsoft das „Downgrade-Recht“ an und die Defintion lautet hier wie folgt:

Neben der lizenzierten Version erhält der Kunde das Recht, alternativ auch Vorgängerversionen der lizenzierten Version einzusetzen. Es muss hierbei sichergestellt werden, ob der eingesetzten Windows Version dieses Recht gewährt wird und dafür habe ich folgende Übersicht für  Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 erstellt.

Version Downgrade Client OEM Version Volumen Lizenzsierung
Windows 8.1 Pro Windows 8.1 Pro Upgrade Windows 8.1 Enterprise Upgrade
Windows 8 Enterprise X
Windows 8 Professional X X
Windows 7 Enterprise X
Windows 7 Professional X X X
Windows Vista Enterprise X
Windows Vista Business X X X
Windows XP Professional X
Windows 2000 Professional X X
Windows 95/98/NT X X

Version Downgrade Server Server 2012 R2 Standard Server 2012 R2 Datacenter
Windows Server 2012 Datacenter X
Windows Server 2012 Standard X X
Windows Server 2008 R2 Datacenter X
Windows Server 2008 R2 Enterprise X X
Windows Server 2008 R2 Standard X X
Windows Server 2008 All Editions X X
Windows Server 2003 R2 All Editions X X
Windows Server 2003 All Editions X X

Für weitere Details zu dem Thema, empfehle ich folgende Dokumente von Microsoft.

Wer einen detaillierten Einblick in die aktuellen Produktbenutzungsrechte bei einer Microsoft-Volumenlizenzierung erhalten will, dem empfehle ich die passende Dokumentation dazu.

Jeder mit dem ich irgendwann einmal über die Lizenzierung von Microsoft Produkten, in einem Unternehmen gesprochen habe, der hatte dazu nichts positives zu berichten. Microsoft mach es einem aber auch wirklich nicht gerade einfach, sich an die „richtigen“ und wiederum gültigen Lizenzbedingungen zu halten.

Spätestens wenn man ein Microsoft Lizenz-Audit hinter sich gebracht hat, hört der Spaß definitiv auf. Microsoft nennt das übrigens nicht Audit, sondern SAM (Software Asset Mangagment) was besser klingen soll, aber genau so Haarsträubend und Nervenzehrend ist.

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Beim Bullshit-Bingo würde Microsoft auf jeden Fall mit den Abkürzungen seiner Lizenzen, einen sehr guten Platz belegen und daher gibt es hier mal eine kleine Erläuterung bei dem Lizenz-Abkürzungsdschungel.

FPP – Full Packaged Product: Das ist bei Microsoft ein klassisches Einzelhandelspaket (Retail), also eine Box, mit einem Datenträger und einem Lizenzpapier bzw. Aufkleber. Diese Pakete sind für den Einzelhandel und somit für Private Anwender oder sehr kleine Firmen gedacht und am teuersten. Mit einer FPP Version erwirbt man aber neben der eigentlichen Softwarelizenz auch ein Zweitnutzungsrecht (für die selbe Person) zur Nutzung auf einem tragbaren System, also etwa einem Notebook bzw. Windows Tablet. Weiterlesen

Für Geschäftskunden mit einer Volumenlizenz, bietet Microsoft eine Software Assurance für seine Softwareprodukte, wie etwa für das Desktop und Server Betriebssystem Windows an. 

Mit dem Software Assurance erhält der Kunde nicht nur ein Upgrade-Recht, sondern zusätzliche Trainings-Gutscheine und erweiterten 24*7 Support. Die Vorteile gelten aber nicht für alle Produkte und Lizenztypen und um sich einen besseren Überblick zu verschaffen, empfehle ich die angebotene interaktive PDF Datei.

Natürlich ist Microsoft sehr daran interessiert, Kunden mit einem solchen Abonnement fest an sich zu binden und ein mobiles Arbeiten mit einem virtuellen Desktop, ist lizenzrechtlich auch nur mit Software Assurance möglich. Die Laufzeit beträgt 2 oder 3 Jahre und bietet dem Kunden auch Vergünstigungen bei der Anschaffung seiner Lizenzen und wenn gewünscht ist auch eine Ratenzahlung möglich.