Vor einigen Wochen haben wir euch über unseren DIY Feuchtigkeitssensor, den ihr über Smartkram.de beziehen könnt, informiert. Der Sensor eignet sich durch insgesamt 7 getrennte Messeingänge hervorragend zur Bodenfeuchtigkeitsprüfung von bspw. Topfpflanzen in eurem Garten. Alternativ habe ich nun einen ersten Langzeittest über mehrere Wochen in einem etwas größeren Rahmen auf einem Rasenbereich mit automatischer Bewässerung unternommen und möchte euch hier die Ergebnisse präsentieren.

Vorarbeit

Um eine Langzeitüberpüfung der Bodenfeuchtigkeit an den unterschiedlichsten Tagen mit viel Sonne aber auch viel Regen vornehmen zu können, habe ich mich für die Aufnahme eines Diagramms in der Homematic Zentrale entschieden. Damit die Ergebnisse auch im Detailgrad eine vernünftige Auswertung zulassen, wurde der Sendeabstand unseres Feuchtigkeitssensor für den Prüfungszeitraum auf 5 Minuten herabgesetzt.

Tipp: Bedenkt dabei bitte, dass eine Reduktion des Sendeabstands dazu führen kann, dass die mitgelieferte Solarzelle nicht genügend Strom zum dauerhaften Betrieb liefert und ggf. ein Nachladen des Akkus erforderlich wird.

 

Der Bodenfeuchtigkeitssensor wurde von mir zur dauerhaften Messung der Rasenfläche in ca. 10 cm Tiefe positioniert. Dafür habe ich mit einem Spaten einfach in die Erde gestochen und den Spaten dabei leicht nach links/rechts bewegt um eine „Rinne“ zur Aufnahme des Sensors zu erzeugen. Ich habe den Sensor danach auch nicht senkrecht, sondern waagerecht in den Boden eingelassen.

 

Ebenso befindet sich mittig auf der Rasenfläche ein Versenkregner der Firma Gardena zur automatischen Bewässerung des Rasenbereiches. Die Bewässerung findet derzeit noch mit einem einfachen, „nicht-smarten“ Bewässerungscomputer statt, soll aber in den nächsten Wochen auf unseren bereits vorgestellten DIY Bausatz für die Bewässerungssteuerung umgerüstet werden.

Ergebnisse

ber einen Zeitraum von 2 Wochen habe ich verschiedene Situationen über Tag wie auch Nacht aufgenommen. Die entsprechenden Diagramme findet ihr wie folgt:

In Diagramm 1 findet ihr mehrere Tage mit extrem großen Ausschlägen in den „feuchten“ Bereich. In dieser Woche war die Außentemperatur mit einer Spanne von 10 – 22 Grad Celsius noch relativ mild. Ebenso gab es teilweise extreme Regenmengen, die zu einem Anstieg der Bodenfeuchtigkeit von bis zu 100% führten. Eine zusätzliche Bewässerung des Rasens fand nicht statt! Die Passagen mit hohem Niederschlag habe ich für euch im Diagramm gekennzeichnet.

In Diagramm 2 findet ihr hingegen ein völlig anderes Bild. Es handelt sich um die Woche 25.07. – 31.07., in welcher wir mit extrem hohen Temperaturen bis hin zu 38 Grad Celsius zu kämpfen hatten. Damit der Boden nicht austrocknet, wurde im Bewässerungscomputer eine Bewässerung von 3x täglich gewählt. Erkennbar ist, dass der Boden trotz der Hitzeperiode eine relativ gleichbleibende Bodenfeuchtigkeit von ca. 60% aufwies. Auch die Nächte mit ansteigender Luftfeuchtigkeit, die sich natürlich auch auf die Bodenfeuchtigkeit niederschlägt, sind in diesem Diagramm deutlich erkennbar. Erkennbar ist zudem ein leichter Anstieg der Feuchtigkeit am 28.07. gegen Nachmittag, in der es zu leichtem Niederschlag kam.

Wohin soll die Reise gehen?

Das Ziel unserer intelligenten Bewässerung soll es sein, die Bodenfeuchtigkeit dauerhaft auszuwerten und bei Bedarf mit unserem DIY Bausatz zur Bewässerungssteuerung zu beregnen. Hierfür muss jedoch zunächst ermittelt werden, mit welchen Wassermengen der Rasen bei unterschiedlichsten Temperaturen beregnet werden muss. Auch Mähroboter sollten zur Zeit der Bewässerung in der Ladestation verweilen, was beispielsweise über Magnetkontakte erfolgen kann. Ebenso sollen Vorhersagen zu Regentagen (bspw. von Wetterdiensten) in die Bewässerungsautomatik mit einbezogen werden, so dass dauerhaft eine optimale Bodenfeuchte für einen perfekt gepflegten Rasen erzielt wird.

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