Letztes Wochenende hatte ich die Möglichkeit einen Lotus-Grill in der Praxis zu testen. Ich habe schon von mehreren Leuten von diesem Grill gehört, doch konnte mir bisher kein eigenes Bild von diesem Grill machen. Das Prinzip ist dabei recht simpel aber auch effektiv. Der Grill besteht aus einer „Schüssel“, die in der Mitte mit einen Ventilator ausgestattet ist. Dieser Ventilator wird mit einer Batterie betrieben und kann über einen Regler am Gehäuse in der Geschwindigkeit eingestellt werden.

Lotus-Grill

Über dem Lüfter befindet sich ein Drahtkorb der mit Holzkohle gefüllt wird. Zum anzünden der Holzkohle wird etwas Brennpaste auf die Unterseite des Korbes gegeben und der Korb wird über der Brennpaste positioniert. Danach wird der Lüfter eingeschaltet und die Kohle wird in sehr kurzer Zeit komplett zum Glühen gebracht.

Es dauert dabei keine 2 Minuten, bis der Grill auf Temperatur ist und das Grillgut aufgelegt werden kann. Der Lüfter kann dann je nach Bedarf komplett ausgeschaltet werden. Wer sein Fleisch schärfer anbraten will und etwas mehr Hitze haben will kann den Lüfter dazu nutzen, die Temperatur etwas zu erhöhen. In der Bedienungsanleitung steht allerdings, dass der Lüfter im normalen Betrieb ausgeschaltet werden soll, da sonst die Temperaturen, die auf den Drahtkorb einwirken zu hoch sein können.

Lotus-Grill 2

Zur Rauchentwicklung: Ein Grill qualmt nur dann, wenn Kohle unter zuwenig Sauerstoffeinfluss verbrennt. Bei einem normalen Grill dauert es eine gewisse Zeit, bis die Holzkohle oder die Briketts komplett glühen und die Rauchentwicklung so nachlässt. Bei Kohle geht dies etwas schneller. Beim Lotus-Grill wird durch den Ventilator sehr viel Luft zugeführt, sodass kaum bis gar kein Rauch entsteht. Wir haben den Grill in einem Wintergarten (mit offener Seite) betrieben, keiner der anwesenden hat sich über den Geruch oder den Rauch beschwert.

Den Grill sollte man mit hochwertiger Buchen-Holzkohle betreiben, da diese Kohle einen hohen Brennwert hat. Das Volumen der Kohle ist nicht besonders groß, daher kann es bei längeren Grillpartys nötig sein, den Grill neu zu befüllen.

Das Rost wird mittig auf dem mit Kohle gefüllten Zylinder platziert. Die Hitze ist in der Mitte am größten, wird aber durch den „Parabolspiegel“ sehr gut überall hin verteilt. Das Gehäuse wird von außen nicht warm, sodass der Grill auch während des Betriebs ohne Probleme transportiert werden kann. Der Grill ist in unterschiedlichen Größen verfügbar. Wir hatten die normale Ausführung, wie man auf dem Bild erkennen kann, ist hier ausreichend Platz für 5 Stücke Grillfleisch.

Lotus-Grill 3

Für 2 Personen ist diese Größe optimal geeignet, wer regelmäßig für 4 oder mehr Personen grillen will, sollte sich die XL-Version Ansehen.

Fazit: Anfängliche Skepsis wurde komplett beseitigt. Normalerweise denke ich bei solchen Teilen „Ach schon wieder was tolles aus dem Teleshopping was kein Mensch braucht…naja..“ aber diesmal hat mich das Teil wirklich überzeugt.

Ich wohne in Köln und habe einen schönen Balkon, doch hier mit Kohle zu grillen kommt eigentlich nicht in Frage, daher habe ich mich auch bewusst für einen Weber Gasgrill entschieden. Doch mit einem Lotus-Grill ist das Grillen auf dem Balkon mit Holzkohle ohne Probleme möglich. Es findet keine Geruchsbelästigung durch Qualm statt.

Auch für den Park kann ich mir das Gerät sehr gut vorstellen. Einweg-Grills können gegen das Teil komplett einpacken. Auch für Camper ist dieser Grill eine sehr gute Alternative zu einem normale offenen oder Gasgrill. Die Hitze der Kohle wird bei dem Lotus-Grill optimal ausgenutzt und dann so auf ein Minimum begrenzt werden.

Daher erhält der Lotus-Grill von mir eine klare Kaufempfehlung für alle, die unterwegs sind, in der Stadt wohnen oder aber für alle, die schnell mal den Grill anwerfen wollen ohne lange Zeit fürs Anzünden zu opfern.

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  1. Timmy Hoffine sagte:

    Hervorragender Beitrag und einen wirklich schönen Blog hast du hier! Ich werde sicherlich öfter mal vorbeischauen! :)

    Antworten

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