Grundlegend kann man sicher sagen, dass der „normale“ Computer Anwender beim Verständnis zum Thema Datensicherheit immer etwas hinterher hinkt. In den letzten Jahren machten aber genügend Viren und Trojaner ihre große Runde durchs Netz und sorgten auch in der Presse bzw. im TV für Nachrichtenstoff. Somit wurde das Thema auch dem Otto Normalverbraucher immer wieder vor Augen geführt und langsam aber sicher, machte sich der normale Computer Anwender Gedanken zumindest zum Thema Virenschutz und aktuelle Browser Versionen. Nur leider, ist es ein Trugschluss zu glauben, dass ein Virenscanner oder auch eine so genannte Internet Security Suite hundertprozentigen Schutz bieten.

Denn 100% Schutz wird es im Internet niemals geben und auch ist der PC nicht von einem Ausfall geschützt, wenn er nicht am Internet angeschlossen ist, den Festplatten können auch ohne Internetzugang kaputtgehen. Bei den Virenscanner trennt sich natürlich schon schnell die Spreu vom Weizen und ich bin kein Befürworter der Aussage lieber einen schlechten Virenscanner (hier sind es meistens die kostenlosen Version) als keinen, sondern empfehle aus meiner persönlichen Erfahrung und stützend auf Testberichte der letzten Jahre immer wieder Lösungen der Firma Kaspersky und hier speziell die Internet Security Suite (Link) .

Aber wie schon gesagt kein Virenscanner Hersteller bietet einen 100 % Schutz gegen Viren Trojaner und was sonst noch im Netz so keucht und fleucht und es in der Regel nicht gut mit einem meint. Aber immerhin wächst langsam das Verständnis der Anwender beim Thema Virenschutz und  Aktualisierung ihres Betriebssystems und des Browsers.

Doch leider wird immer das Thema Datensicherung vergessen, denn was hilft mir der beste Virenscanner auf dem Markt, wenn es entweder doch ein Virus oder Trojaner auf meinen Rechner schafft und dieser sich auf das unwiderrufliche Löschen von Dateien spezialisiert hat? Viel schlimmer ist liegt ein Hardwaredefekt der Festplatte vor, oder der PC bzw. am häufigsten der Laptop wird gestohlen. Wie komm ich denn wieder an die Daten?

Von Datensicherung (englisch: Backup) spricht man übrigens, wenn ausgewählte Daten vorgehalten werden für eine spätere Wiederherstellung (englisch: Restore oder Recovery). Die in einem Archiv verpackten Daten werden dabei in der Regel außerhalb der internen Festplatte auf ein externes Speichermedium kopiert und an einem sicheren Ort verwahrt. Auf dieDatensicherung kann so in einem Desaster-Fall zurückgegriffen werden.

In vielen Gesprächen bei denen es teilweise schon zu spät war, gab es fast immer die Aussage „Hätte ich doch mal im Vorfeld um das Thema Sicherung gekümmert“ und wenn man bedenkt, wie einfach heutzutage eine regelmäßige Datensicherung ist, dann ärgert man sich noch viel mehr. Die Anschaffungskosten sind so minimal im Verhältnis, zu entweder einen unwiderruflichen Datenverlust etwa von Kundendaten, oder einer sehr teuren Datenwiederherstellung durch Fachfirmen die im Labor, dann Festplattenschäden „versuchen“ zu beheben bzw. die Daten zu rekonstruieren. Hier können schnell eine paar Tausend Euro zusammenkommen.

Die meisten Anwender glauben immer das Thema Datensicherung betrifft nur Unternehmen, das ist aber ein großer Fehler, denn in der heutigen Zeit der Digitalisierung habe ich doch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die meisten Fotos oder Videos plus natürlich meinen Dokumenten in digitaler Form auf meinen Computer. Teilweise werden ganze Lebenszyklen in digitalen Fotos oder Videos festgehalten und jetzt sollte sich jeder einmal die Frage stellen, was ist wenn ich nicht mehr an diese Daten komme und ich davon keine Sicherung habe? Bei den meisten Menschen, denen ich dieses Frage gestellt haben, wurden Horrorszenarien im Kopf freigesetzt.

Die Lösung ist aber total einfach. Man kauft sich eine externe Festplatte und diese sollte mindestens soviel Speicherplatz bietet, wie ich an zu sichernden Daten vorliegen habe, um auch verschiedene Versionen meiner Daten sichern zu können. Diese Festplatten kosten in der Regel keine  100 € und meine persönliche Empfehlung ist die Model Serie MyBook von Western Digital (Link) , welche mit USB 2.0 und USB 3.0 zu verwenden ist.

Nun hat man sich die Festplatte zugelegt, aber damit ist sicher noch nicht getan, denn die Daten müssen ja noch in regelmäßigen Abständen auf die Festplatte gesichert werden und am besten soll das nach einer einmaligen Einrichtung automatisch geschehen und der Anwender soll nur informiert werden wenn eine Sicherung mal fehlgeschlagen ist. Von der bei Windows bereits im System mitgelieferte Datensicherungs-Lösung würde ich persönlich dringend abraten und mir die Software Acronis True Image zulegen, diese ist im Bereich der Datensicherungslösungen für Privatanwender und Kleinunternehmer Marktführer. diese gibt es entweder als Einzelplatzlösung (Link) , oder als Family Pack (Link) zum Sichern von drei Systemen. Für insgesamt ca. 150 € ist man dann perfekt ausgestattet um seine Daten automatisiert sichern zu lassen.

Nach der Installation der Software, hilft einem ein Assistent beim Einrichten der regelmäßigen Datensicherungsjobs und man kann noch unterscheiden ob es sich um eine reine Sicherung von Daten also entweder Musik, Fotos, Videos, Dokumente usw. handeln soll, oder ob von der Festplatte ein komplettes Image erstellt wird. Bei dem Imageverfahren wird der komplette Inhalt der Festplatte (also auch das Betriebssystem, die Programme und deren Einstellungen, einfach alles) in komprimierter Form in eine Datei gesichert. Das hat den großen Vorteil, das wenn die Festplatte entweder einen Hardwaredefekt erleiden musste, oder abhanden gekommen ist, braucht man nur dieses Image auf eine neue Festplatte zurückzusichern und kann sofort weiterarbeiten. Das gilt natürlich auch bei einem Viren oder Trojanerbefall,

Meine Empfehlung sind immer zwei unterschiedliche Sicherungsjobs. Und zwar zum einen eine regelmäßige Komplettsicherung im beschriebenen Imageverfahren, etwa einmal die Woche und eine tägliche inkrementelle Sicherung der Daten. Bei der inkrementellen Sicherung werden nur die Änderungen der Dateien bzw. neue Dateien gesichert und somit geht die Vorgang sehr schnell über die Bühne.

Wenn man sich also einen aktuellen Virenscanner zulegt und sich vor allem um das Thema Datensicherung kümmert, was ja wie beschrieben nicht wirklich aufwändig ist, dann ist man zu 99,9 % vor jedem noch so tragischen Computer-Desaster geschützt und spart sich im Fall der Fälle viel Ärger und auch viel Geld.

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  2. airbus38@gmx.de sagte:

    Hallo Marc,habe ein Nexus 7, gibt es da auch gute Virenscanner??? Habe 2 drauf, aber keiner von beiden hat in meiner Phishing E-Mail in der ZIP Datei nichts gefunden oder einen gewarnt!!!

    MFG Martin

    Antworten
    • marc@technikkram.net
      marc@technikkram.net sagte:

      Hallo Mario,gerne! Du wirst sehen, der Aufwand ist recht gering und luft etwa mit Acronis nach einmaliger Einrichtung auch im Hintergrund. Es schtzt halt vor allen mglichen eintretenden Fllen. VG Marc

      Antworten

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