Unsere schöne neue digitale Welt hat auch ihre Schattenseiten, denn die meisten Daten wie Fotos, Videos, Musik und Dokumente liegen jetzt in digitaler Form vor und müssen geschützt bzw. gesichert werden. Leider kommt es in meinem Freundes- und Verwandtenkreis auch immer wieder zu einem Systemcrash bzw. einem Datenverlust. Sei es durch Viren und sonstige Bösewichte, einen Hardwaredefekt, oder natürlich auch durch einen Anwenderfehler.

Wer in einem solchen Fall keine Datensicherung hat, der guckt ziemlich doof in die Röhre, denn Daten wiederherzustellen ist manchmal gar nicht mehr so einfach möglich, oder nur noch durch Hilfe externer Firmen und dann wird es meistens richtig teuer. Wer glaubt ein Konzept für eine Datensicherung einzurichten ist nur was IT-Profis der hat Glück, denn es ist einfacher als gedacht und wirklich mit wenigen Schritten und auch geringen Investitionen möglich. Anhand des folgenden Beispiels kann man seine Daten sehr einfach vor einem Verlust schützen.

Priorisierung:
Als erstes sollte man sich kurz Gedanken darüber machen, welche Daten eine hohe und eine mittlere bzw. niedrige Priorität haben. Beispiel meine Fotos und selbst erstellen Videos, haben die mit Abstand höchste Priorität, denn ich kann die Zeit nicht zurückdrehen um etwa den ersten Geburtstag meiner Tochter erneut zu filmen. Danach kommen meine Dokumente, die ich dank meines Projektes eines Papierlosen Büros zu 95% digital vorliegen habe, auch wenn diese bereits sicher mit Boxcrytor in die Cloud synchronisiert werden. Als nächstes kommt meine über die Jahre mühsam gepflegte iTunes Datenbank und das soll es bei mir auch schon gewesen sein.

Die Daten mit dem größten Speicherplatz, wie etwa meine digitalisierte DVD und Blu-ray Sammlung hat keinen so großen Stellenwert und kann neu beschafft werden. Klar wäre es extrem Nerven- und Zeitsparend, wenn des gesamte System mit allen Programmen und Einstellungen gesichert wird, aber auch kein Desaster wenn ich es neu aufsetzen müsste. Hauptsache meine persönlichen Daten liegen mir noch vor. 

Das Konzept lässt sich also einfach auf die persönliche Umgebung anpassen und wir gehen jetzt mal davon aus, dass sich alle wichtigen Daten auf der internen Festplatte des Computers bzw. Laptops befinden. Das hat oft den Vorteil eines schnelleren Zugriffs und bei einem Laptop kann man die Daten dann ja auch bequem mitnehmen, um etwa an einem anderen Ort zu arbeiten.

Die Sicherung automatisieren:
Jetzt müssen die Daten, oder noch besser das ganze System nur regelmäßig auf eine externe Festplatte gesichert werden und damit dieses automatisch im Hintergrund erledigt wird, kann man am dieses am Mac bequem mit Time Machine und unter Windows mit Acronis True Image (Link) durchführen lassen, über welches ich hier im Blog bereits berichtet habe.

Mit beiden Lösungen wird am Anfang eine Vollsicherung durchgeführt und danach werden in einem selbst definierten Intervall, etwa einmal am Tag nur noch die Änderungen gesichert, was man als inkrementelle Sicherung bezeichnet. Somit dauert der Sicherungsvorgang in den meisten Fällen auch nicht wirklich lange. Es lassen sich natürlich auch bestimmte Verzeichnisse wie den Download, oder Temp Ordner von der Sicherung ausnehmen.

Bereit für das große Desaster:
Damit man im wirklich schlimmsten Fall eines Einbruchs, oder Hausbrands auch noch an die Daten kommt, empfiehlt es eine Kopie der Sicherung regelmäßig auszulagern. Hier gibt es sicher verschiedene Orte die einem so einfallen können und bei mir es es meine Großmutter.

Oma besuche ich regelmäßig und habe mir zwei externe USB 3.0 Festplatten von WD (Link) besorgt und sichere mein System ebenfalls per automatisch und inkrementell auf einer der Platten und tausche diese dann bei Oma immer gegeneinander aus. So ist ein immer recht aktueller Datenbestand ausgelagert. Selbst wann man dieses nur alle paar Monate macht, ist es besser ein paar Monate, als alles an Daten zu verlieren.

Ihr merkt eine Datensicherung ist kein Hexenwerk und hilft euch im Fall der Fälle wirklich ungemein und daher solltet Ihr das Thema ernst nehmen und bildlich sieht das Konzept so aus.

Checkliste für eine einfache aber zuverlässige Datensicherung:

  1. Vorhandene Daten priorisieren
  2. Daten bzw. das gesamte System automatisch mit Tools auf eine externe Platte sichern
  3. Kopie der Sicherung regelmäßig an einem sicheren Ort auslagern.

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