Einigen Berichten zufolge arbeitet Apple an einer eigenen Server-Hardware, um die Daten seiner Kunden besser schützen zu können. Bisher bezieht Apple die Server für die hauseigene iCloud von IT-Drittanbietern wie Amazon, Microsoft oder Akamai. Dadurch besitzt das Unternehmen lediglich einen softwareseitigen Zugriff auf die gespeicherten Daten und hat kaum Einfluss auf die Sicherheitsvorkehrungen innerhalb der jeweiligen Rechenzentren. Da eine reine Software-Verschlüsselung heutzutage nicht mehr ausreicht, versucht Apple seine Server-Infrastruktur auf Soft- und Hardwareebene gleichermaßen zu verschlüsseln. Dazu plant man eigene Rechenzentren. Die Hardware wird vermutlich von der chinesischen Firma Inspur stammen, die bereits Unternehmen wie Microsoft und Amazon mit entsprechender Hardware versorgt hat.

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Sicherheit durch Datenschutz

Grund für dieses Umdenken ist das US-amerikanische FBI, das von Apple verlangt hat, Kundendaten für den Kampf gegen den Terror herauszugeben. Um das zu verhindern, setzt das Unternehmen daher in Zukunft auf sicherere Verschlüsselungsmethoden. In Deutschland sind solche Schutzmaßnahmen gegen Behörden und Geheimdienste nicht nötig. Hierzulande sichert das Datenschutzrecht die Daten von Firmen und Privatpersonen vor einem Fremdzugriff ab. Wenn man in Deutschland einen Server bei einem der großen Hoster mietet, dann sind die dort gespeicherten Daten verschlüsselt. Dieser Schutz richtet sich hauptsächlich gegen Hacker bzw. Online-Betrüger. Behörden besitzen weder die Befugnisse noch die Möglichkeiten, um auf solche Daten zugreifen zu dürfen, und können dies auf legalen Wege nicht verlangen.

Schwächen in der Apple-Software

Grund für das Umdenken bei Apple sind auch die Datenlecks und Sicherheitslücken, die in der vergangenen Zeit in der iCloud und im iMessenger aufgetaucht sind. Gefunden wurden diese Lücken durch Sicherheitsforscher der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität. Zwar hat das Unternehmen mittlerweile mit einem Hotfix reagiert und einen Datendiebstahl dadurch massiv erschwert, doch immer noch ist es möglich durch einige Lücken in das System einzudringen. Experten meinen, dass dies an einer Schwachstelle des iMessage-Protokolls liegt, in dem keine „Message Authentication Codes“ verwendet und daher nicht die Absender von Nachrichten überprüft werden.

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