Vergleichstest: UGREEN NASync vs. Synology & QNAP
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🔄 Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026. UGREEN vs. Synology – kaum ein NAS-Duell wird 2026 so heiß diskutiert. Auf der einen Seite der etablierte Platzhirsch Synology mit seiner ausgereiften Software, auf der anderen der aggressive Newcomer UGREEN, der mit moderner Hardware zum Kampfpreis auffällt. Und dazwischen QNAP als klassische Power-User-Wahl. Ich betreibe seit über einem Jahrzehnt NAS-Systeme im eigenen Smart Home – vom alten DS214 bis zu aktuellen Multi-Bay-Geräten. In diesem Vergleich klären wir die entscheidende Frage: Welches NAS lohnt sich 2026 wirklich? Preis, Software (UGOS vs. DSM vs. QTS), Performance und der Wechseltrend von Synology zu UGREEN – alles im direkten Test.
UGREEN vs. Synology 2026: Was hat sich geändert?
Das Kräfteverhältnis hat sich spürbar verschoben. Drei Entwicklungen prägen 2026:
- UGREEN DXP-Serie etabliert: Die DXP4800, DXP4800 Plus und DXP6800 Pro sind keine Exoten mehr, sondern echte Alternativen mit Intel-CPUs, DDR5-RAM und 2,5/10-GbE ab Werk.
- UGOS Pro gereift: Docker-Container, ein wachsender App-Store und regelmäßige Updates haben die größte Schwäche des Systems teilweise entschärft.
- Synology-Politik in der Kritik: Die Festplatten-Kompatibilitätsbeschränkungen neuerer Synology-Modelle und der Trend „Wechsel von Synology zu UGREEN“ werden auf Reddit und YouTube breit diskutiert – laut Community-Umfragen prüft rund jeder dritte Synology-Nutzer den Umstieg.
Kurz: Wer heute vergleicht, sollte nicht die alten 2-Bay-Einsteiger gegeneinander stellen, sondern das eigentliche Zielgerät – die 4-Bay-Klasse.
UGREEN DXP4800 vs. Synology DS923+: Das 4-Bay-Duell
Das ist der Vergleich, den die meisten Suchenden wirklich meinen. Hier prallen zwei Philosophien aufeinander: moderne Hardware zum fairen Preis (UGREEN) gegen bewährtes Software-Ökosystem (Synology).
| Kriterium | UGREEN DXP4800 | Synology DS923+ |
|---|---|---|
| CPU | Intel N100 (4 Kerne) | AMD Ryzen R1600 (2 Kerne) |
| RAM (Standard/max.) | 8 GB DDR5 / bis 16 GB | 4 GB DDR4 ECC / bis 32 GB |
| Laufwerksschächte | 4× HDD + 2× M.2 NVMe | 4× HDD + 2× M.2 NVMe |
| Netzwerk | 2× 2,5 GbE | 2× 1 GbE (10 GbE optional) |
| M.2-Nutzung | Storage + Caching | Nur Caching bzw. Storage-Pool |
| Erweiterung | 10-GbE bei DXP-Topmodellen | 10-GbE-Karte nachrüstbar |
| Software | UGOS Pro | DSM (sehr ausgereift) |
Fazit des Duells: Hardwareseitig gewinnt der DXP4800 klar – schnellere CPU, DDR5, 2,5 GbE ab Werk und nutzbare M.2-Slots zum ähnlichen oder niedrigeren Preis. Synology kontert mit ECC-RAM, höherem RAM-Ausbau und vor allem der reiferen DSM-Software. Wer maximale Rechenleistung fürs Geld will, greift zu UGREEN; wer ein rundum poliertes System sucht, bleibt bei Synology.
Hardware-Vergleich: Leistung trifft auf Effizienz
Im Einstiegssegment ist der UGREEN NASync DH2300 (2 Bay, ARM-CPU, 4 GB RAM, Gigabit-LAN, ca. 190 €) das Preisbrecher-Modell – er bleibt aber bewusst schlicht. Deutlich spannender wird es eine Klasse höher: Die DXP-Serie bietet 2,5 GbE ab Werk, während vergleichbare Synology-DS223- und QNAP-TS-230-Modelle bei 1 GbE hängen bleiben. Genau dieser Netzwerkvorteil ist einer der stärksten UGREEN-USPs 2026.
Weitere Hardware-Argumente für UGREEN: DDR5-RAM in der DXP-Serie, echtes M.2-SSD-Caching, ein PCIe-Erweiterungsslot in den Topmodellen und bei ausgewählten Geräten eine NPU für KI-gestützte Fotoerkennung und -sortierung. Ein kurzer Blick auf die Eckdaten der Einstiegsmodelle:
Technische Vergleichstabelle
| Modell | CPU | RAM | LAN | Preis (ohne HDD) |
|---|---|---|---|---|
| UGREEN NASync DH2300 | ARM-basierte CPU | 4 GB | 1 GbE | ca. 190 € |
| Synology DS223 | Realtek RTD1619B | 2 GB | 1 GbE | ca. 290 € |
| QNAP TS-230 | Realtek RTD1296 | 2 GB | 1 GbE | ca. 270 € |
Auf dem Papier bietet UGREEN mehr Arbeitsspeicher, modernere Netzwerktechnik und ein durchdachtes Design zum günstigeren Preis. In der Praxis haben Synology und QNAP bei Softwareintegration und Langzeitpflege weiterhin leicht die Nase vorn. Fair ist aber auch die Gegenkritik: Synology-Einsteiger wie der DS223 lassen sich beim RAM nicht erweitern und bieten kein 2,5 GbE – hier wirkt die Hardware für 2026 knapp dimensioniert.
UGOS vs. Synology DSM: Software im Detail
Die Hardware ist das eine – die eigentliche Magie eines NAS steckt in der Software. Hier treffen drei Systeme aufeinander: UGREEN UGOS, Synology DSM und QNAP QTS. UGREEN UGOS ist der jüngste Spieler und erinnert konzeptionell an ein verschlanktes DSM: Einrichtung im Browser, Benutzer anlegen, RAID wählen – fertig. Synology DSM gilt als Referenz für ausgereifte NAS-Software mit riesigem Funktionsumfang: Hyper Backup, Active Backup for Business, Synology Photos (früher Moments), Surveillance Station und umfassender Cloud-Sync. QNAPs QTS steht dem kaum nach und richtet sich an Power-User mit Docker, VMs und Multi-Gigabit-Setups.
| Kriterium | UGREEN UGOS Pro | Synology DSM | QNAP QTS |
|---|---|---|---|
| App-Store-Umfang | ★★★☆☆ (wächst) | ★★★★★ | ★★★★★ |
| Docker / Container | ★★★★☆ | ★★★★☆ | ★★★★★ |
| Backup-Lösungen | ★★★☆☆ | ★★★★★ (Hyper/Active Backup) | ★★★★☆ |
| Foto-App | ★★★★☆ (NPU-KI) | ★★★★★ (Synology Photos) | ★★★★☆ |
| Cloud-Sync | ★★★☆☆ | ★★★★★ | ★★★★☆ |
| Update-Frequenz | ★★★★☆ (aufholend) | ★★★★★ | ★★★★☆ |
| Lernkurve (einsteigerfreundlich) | ★★★★★ | ★★★★☆ | ★★★☆☆ |
UGOS punktet mit Tempo und Übersichtlichkeit: Dateiübertragungen per SMB erreichen problemlos die erwarteten Werte, und dank Docker-Support lassen sich 2026 auch Container einsetzen – ein großer Fortschritt gegenüber dem Start. Der App-Store bleibt jedoch kleiner, und beim reinen Umfang der Backup- und Cloud-Funktionen liegt DSM klar vorn. Wer maximale Software-Reife und ein riesiges Zusatz-Ökosystem will, ist bei Synology am besten aufgehoben; wer eine schnelle, moderne und günstige Oberfläche sucht, findet in UGOS eine erstaunlich gute Alternative.
Einrichtung und Bedienkomfort
Bei der Einrichtung punktet UGREEN mit einem klaren Setup-Wizard. In unter 10 Minuten läuft das System: Platten einbauen, LAN-Kabel anschließen, IP im Browser öffnen – fertig. Synology und QNAP bieten mehr Optionen, brauchen dafür aber Zeit und Erfahrung. Für Einsteiger ist UGREEN die angenehmere Wahl; wer tief in Berechtigungen, Benutzerverwaltung oder Cloud-Integration einsteigen will, ist bei DSM oder QTS besser aufgehoben. Die UGOS-Oberfläche ist modern, responsiv und intuitiv – mit Dashboard, Dateiverwaltung und Systemstatus. Der App-Store wie bei Synology oder QNAP ist zwar da, aber kleiner; UGREEN erweitert ihn laut Roadmap laufend.
Performance und Energieverbrauch
Im Alltagstest mit zwei WD Red 2 TB-Platten liefert das UGREEN NASync DH2300 eine konstante Übertragungsrate von rund 105 MB/s per SMB – gleichauf mit Synology und QNAP der gleichen Klasse. Bei den DXP-Modellen mit 2,5 GbE steigen die Werte entsprechend deutlich. Beim Verbrauch liegt UGREEN mit ca. 14 W im Leerlauf und 22 W unter Last angenehm niedrig; QNAP und Synology liegen je nach Modell leicht darüber – ein Pluspunkt für 24/7-Betrieb. Kleiner Wermutstropfen: Das Lüftergeräusch ist etwas präsenter als beim DS223, im geschlossenen Schrank aber kaum hörbar.
UGREEN für Fotografen & Kreative
Für Fotografen und kreative Nutzer ist ein NAS zentraler Speicher für RAW-Archive und Netzwerklaufwerk zugleich. Die DXP-Serie mit 2,5/10-GbE und M.2-Caching eignet sich gut als schnelles Backend für einen Lightroom-Katalog im Netzwerk oder als RAW-Backup mehrerer Kameras. Modelle mit NPU sortieren Fotos automatisch nach Gesichtern und Motiven – praktisch bei großen Bibliotheken. Synology kontert hier mit dem sehr ausgereiften Synology Photos und einer stabilen Backup-Kette. Für reine Foto-Workflows sind der UGREEN DXP4800 und der Synology DS923+ die beiden sinnvollsten Kandidaten.
Erweiterbarkeit, Migration & Langzeitsupport
Beim Thema Erweiterbarkeit setzen Synology und QNAP auf RAM-Upgrades, Erweiterungseinheiten oder 2,5/10-GbE-Karten. Der Einsteiger-DH2300 ist bewusst fix (RAM und Netzwerk nicht aufrüstbar). Wer mehr will, greift zum UGREEN NASync DXP4800 Plus oder zur DXP-Serie mit Intel Pentium Gold 8505, viel RAM und 10-GbE.
Wechsel von Synology zu UGREEN: Eine direkte 1:1-Migration des Volumes ist nicht möglich – Synology und UGREEN nutzen unterschiedliche Dateisysteme. Der sichere Weg: Daten von der alten Synology per Netzwerk (SMB, Rsync oder Backup-App) auf das neue UGREEN-Gerät kopieren, dann die Platten neu einrichten. Wichtiger Fallstrick: Vorher ein vollständiges Backup ziehen und Freigaben/Benutzerrechte neu anlegen.
Langzeitsupport & Ökosystem-Risiko: Synology überzeugt mit langjähriger Firmware-Pflege, riesiger Community und bewährtem Support. UGREEN ist als NAS-Hersteller jung – die Update-Historie ist noch kurz, die Community kleiner. Das ist ein realer Kauffaktor: Wer maximale Planungssicherheit über viele Jahre braucht, hat bei Synology das etabliertere Fundament. UGREEN hat 2024 mit der ersten NASync-Generation gestartet und liefert seither regelmäßig UGOS-Updates.
Kaufempfehlung nach Nutzertyp: Wer sollte was kaufen?
| Profil | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Einsteiger / preisbewusst | UGREEN DH2300 | Günstig, sparsam, einfache Einrichtung – ideal für Backup & Streaming. |
| Fotograf / Kreativer | UGREEN DXP4800 oder Synology DS923+ | 2,5 GbE + M.2-Caching bzw. Synology Photos für RAW-Archive. |
| Power-User / Entwickler | QNAP oder Synology mit Docker/VMs | Reifste Container- und Virtualisierungsumgebung. |
| Business / KMU | Synology RS-Serie oder UGREEN DXP6800 Pro | Viel RAM, ECC bzw. 10-GbE, professionelle Backup-Tools. |
Kostenbetrachtung: Was bekommt man fürs Geld?
Beispielrechnung Einstieg: Ein UGREEN DH2300 liegt bei rund 190 €, zwei 2-TB-WD-Red-HDDs bei etwa 120 € – zusammen rund 310 € für ein vollwertiges 2-Bay-System. Ein Synology DS223 kostet allein schon knapp 300 €, QNAP TS-230 rund 270 €; mit Platten landet man bei 390–420 €. Das Preisargument liegt klar bei UGREEN. Dafür bekommt man ein jüngeres System mit kleinerem Ökosystem. Synology und QNAP punkten mit Software-Reife, App-Integration und Langzeitsupport. Unterm Strich: UGREEN ist ideal für preisbewusste Nutzer, die ein schnelles, sparsames NAS ohne Cloud-Zwang und Abo-Kosten suchen.
Praxisbeispiele: Medienserver und Backup
Im Test lief der DH2300 als Medienserver und Backup-Ziel. Der DLNA-Server streamt Filme problemlos an Smart-TVs und Tablets, auch mehrere gleichzeitige Streams blieben stabil. Für Backups nutze ich FreeFileSync auf dem PC – die Sicherung erfolgt automatisch und zuverlässig, mit Protokoll und Fehlermeldung. Fernzugriff über VPN oder DynDNS funktionierte auf Anhieb.
Bewertungs-Scorecard im Überblick
| Kriterium | UGREEN NASync | Synology | QNAP |
|---|---|---|---|
| Preis-Leistung | ★★★★★ | ★★★☆☆ | ★★★☆☆ |
| Hardware (CPU/Netzwerk) | ★★★★★ | ★★★☆☆ | ★★★★☆ |
| Software-Reife | ★★★☆☆ | ★★★★★ | ★★★★★ |
| Erweiterbarkeit | ★★★★☆ | ★★★★☆ | ★★★★★ |
| Langzeitsupport | ★★★☆☆ | ★★★★★ | ★★★★☆ |
| Einsteigerfreundlichkeit | ★★★★★ | ★★★★☆ | ★★★☆☆ |
Häufige Fragen (FAQ)
Ist UGREEN besser als Synology?
Bei der Hardware ja: UGREEN bietet 2026 mehr CPU-Leistung, DDR5 und 2,5-GbE zum niedrigeren Preis. Bei der Software liegt Synology mit DSM aber klar vorn – ausgereifter, größerer App-Store, bessere Backup-Tools. „Besser“ hängt also vom Anwendungsfall ab: preisbewusst und modern → UGREEN; maximale Software-Reife und Support → Synology.
Lohnt sich der Wechsel von Synology zu UGREEN?
Für preisbewusste Nutzer, die vor allem Hardware fürs Geld wollen, kann sich der Wechsel lohnen. Beachte aber: Eine direkte Volume-Migration ist nicht möglich, du musst Daten neu übertragen und Freigaben neu anlegen. Wer stark auf DSM-Apps wie Active Backup setzt, sollte vor dem Umstieg genau prüfen, ob UGOS die benötigten Funktionen bietet.
Welches UGREEN NAS ist das beste für Heimanwender?
Für einfache Aufgaben wie Backup und Streaming reicht der günstige DH2300. Wer Reserven für Fotos, Container oder schnelleres Netzwerk will, fährt mit dem DXP4800 am besten – Intel N100, DDR5 und 2,5 GbE bieten viel Zukunftssicherheit zum fairen Preis. Der DXP6800 Pro ist eher für Business und anspruchsvolle Power-User gedacht.
Unterstützt UGREEN Docker?
Ja. UGOS Pro unterstützt 2026 Docker-Container auf den leistungsfähigeren DXP-Modellen mit Intel-CPU. Damit lassen sich Dienste wie Pi-hole, Heimautomatisierung oder Datenbanken betreiben. Auf den ARM-basierten Einstiegsmodellen ist der Container-Support jedoch eingeschränkt bis nicht vorhanden – für Docker solltest du daher zur DXP-Serie greifen.
Wie lange gibt es UGREEN NAS schon?
UGREEN ist als Zubehör-Hersteller lange bekannt, ist aber erst 2024 mit der NASync-Serie in den NAS-Markt eingestiegen. Das System ist also noch jung – mit entsprechend kürzerer Update-Historie und kleinerer Community als Synology oder QNAP. UGOS wird seither regelmäßig aktualisiert und hat spürbar an Funktionsumfang gewonnen.
Welches NAS eignet sich für Heimkino?
Für flüssiges Streaming und Transcoding ist eine Intel-CPU mit iGPU im Vorteil – hier punkten die UGREEN-DXP-Modelle und Synology-Geräte mit Plus-Prozessor. Achte auf ausreichend RAM und mindestens 2,5 GbE, wenn mehrere 4K-Streams parallel laufen sollen.
Fazit
Nach mehreren Wochen im Vergleichsbetrieb: UGREEN NASync ist 2026 eine ernstzunehmende Alternative – solide Performance, moderne Hardware (2,5 GbE, DDR5, NPU) und ein attraktiver Preis. Synology und QNAP bleiben die Wahl für alle, die maximale Software-Reife, ein riesiges App-Ökosystem und langjährigen Support brauchen. Wer primär Daten sichern, Medien streamen oder sein Smart Home zentralisieren will, bekommt mit UGREEN erstaunlich viel NAS fürs Geld – idealerweise gleich mit dem DXP4800. Für Profi-Ansprüche und maximale Zukunftssicherheit lohnt der Griff zum etablierten Platzhirsch.
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