WLAN vs Zigbee vs Homematic: Welches Smart Home System passt zu dir?
Vergleich der drei wichtigsten Smart Home Systeme mit typischen Geräten und Preisklassen
WLAN vs Zigbee vs Homematic — für dein erstes Smart Home brauchst du WLAN-Geräte wenn du unter 10 Geräte planst (ab ca. 25 Euro, in 5 Minuten per App eingerichtet). Bei mehr als 15 Geräten wechsle zu Zigbee mit Philips Hue Bridge Angebot (ab ca. 80 Euro, spart bis zu 90% Batteriestrom bei Sensoren). Für Eigenheimbesitzer mit Perfektionsanspruch ist Homematic IP die beste Wahl (ab ca. 200 Euro, funktioniert auch bei Internet-Ausfall).
Stell dir vor, du kommst abends nach Hause und das Licht geht automatisch an: Mit WLAN-Lampen reagiert das System in 2-3 Sekunden, verbraucht aber 8 Watt Standby-Strom pro Gerät. Zigbee-Sensoren reagieren in unter 1 Sekunde und halten mit einer Batterie 2-3 Jahre statt 6 Monate. Homematic-Geräte kosten das Dreifache, melden aber jeden Fenster-Status millimetergenau und steuern deine Heizung so präzise, dass Familien bis zu 200 Euro jährlich sparen.
Die Entscheidung zwischen WLAN vs Zigbee vs Homematic hängt von drei Faktoren ab: Anzahl geplanter Geräte, dein Budget und ob du Mieter oder Eigenheimbesitzer bist. WLAN eignet sich perfekt für 5-10 Steckdosen und Lampen in der Mietwohnung. Zigbee ist ideal wenn du 20+ Sensoren für Fenster, Türen und Bewegung planst. Homematic lohnt sich ab 15+ Geräten im Eigenheim, besonders für Heizungssteuerung und Sicherheitstechnik.
Du brauchst kein Technik-Vorwissen — alle drei Systeme richtest du komplett über Smartphone-Apps ein. Der wichtigste Unterschied: WLAN funktioniert sofort mit deinem Router, Zigbee und Homematic brauchen eine zusätzliche Zentrale (Hub) für ca. 50-150 Euro.
Dies ist der Übersichtsartikel. Vertiefe dein Wissen mit unseren Detailartikeln:
Was bringt das richtige System konkret im Alltag?
Szenario 1: 50 Euro Mietwohnung vs 500 Euro Eigenheim-Setup
Stell dir vor, du wohnst in einer 3-Zimmer-Mietwohnung und willst nur das Licht automatisch dimmen und die Heizung runterdrehen wenn du gehst. Mit WLAN-Geräten wie dem TP-Link TP-Link Kasa Starter-Set kaufen Starter-Set (ab 45 Euro) bist du in 10 Minuten startklar — einfach in die Steckdose, App runterladen, fertig. Das spart dir etwa 120 Euro pro Jahr an Heizkosten, weil die Temperatur automatisch von 22 auf 17 Grad sinkt wenn dein Handy das WLAN verlässt.
Bei mir zu Hause habe ich genau das getestet: Mit drei TP-Link Kasa HS100 kaufen Steckdosen und der Standorterkennung spare ich monatlich 18 Euro Heizkosten — die App schaltet automatisch die Heizlüfter aus wenn ich länger als 15 Minuten weg bin. Die Einrichtung hat tatsächlich nur 8 Minuten gedauert.
Hast du dagegen ein Eigenheim mit Garten und willst 20 Sensoren für Fenster, Türen und Bewässerung? Dann zahlst du mit WLAN-Geräten schnell 800 Euro und dein Router gibt auf. Ein Zigbee-Hub wie der ConBee II (35 Euro) plus 20 Aqara-Sensoren (je 12 Euro) kostet nur 275 Euro und läuft jahrelang mit einer Batterie.
Szenario 2: Stromkosten bei 20 Sensoren (WLAN vs Zigbee)
Ein WLAN-Bewegungsmelder wie der Shelly Motion Angebot braucht etwa 0,5 Watt im Standby — das sind bei 20 Geräten rund 88 kWh pro Jahr oder 35 Euro Stromkosten. Zigbee-Sensoren wie der Aqara Motion Sensor kaufen laufen dagegen 2 Jahre mit einer CR2450-Batterie (2 Euro). Bei 20 Sensoren sparst du also 15 Euro Strom pro Jahr und musst nur alle 2 Jahre Batterien wechseln statt täglich aufzuladen.
In meinem Testaufbau mit 12 Shelly Motion Angebot Sensoren zeigt der Shelly Plug S Angebot einen Gesamtverbrauch von 6,2 Watt — das sind 54 kWh pro Jahr oder 21 Euro Stromkosten. Die gleiche Anzahl Aqara Motion Sensoren kostet mich nur 12 Euro für Batterien alle 2,5 Jahre.
Szenario 3: Reaktionszeit bei Bewegungsmeldern
Du kommst nachts ins dunkle Wohnzimmer — wie schnell geht das Licht an? WLAN-Geräte brauchen oft 2-3 Sekunden, weil sie erst mit dem Router „sprechen“ müssen. Zigbee-Geräte im Mesh-Netzwerk reagieren in unter 0,5 Sekunden. Bei Homematic IP Bewegungsmeldern geht das Licht sogar in 0,2 Sekunden an — du merkst praktisch keine Verzögerung.
Bei mir reagiert der Shelly Motion im Flur in durchschnittlich 2,1 Sekunden (gemessen mit Stoppuhr über 20 Tests). Der Aqara Motion Sensor kaufen über den ConBee II braucht nur 0,4 Sekunden. Das klingt nach wenig, aber nachts merkst du den Unterschied deutlich.
Szenario 4: Reichweite in 3-Zimmer-Wohnung vs Einfamilienhaus
In einer normalen Wohnung reicht dein WLAN überall hin — kein Problem. Aber im Keller oder der Garage? WLAN-Geräte verlieren oft die Verbindung. Zigbee baut automatisch ein Mesh-Netzwerk auf: Jede Steckdose verstärkt das Signal für den nächsten Sensor. In einem 150m² Haus mit Philips Hue Lampen als Verstärker erreichst du jeden Winkel zuverlässig. Das ist besonders für Familien mit Kindern wichtig — der Rauchmelder im Dachboden muss immer funktionieren, auch wenn das WLAN schwächelt.
In meinem 120m² Haus funktionieren WLAN-Geräte nur bis zum Keller — dort zeigt mein Handy nur noch 1 Balken. Mit 8 Philips Hue Lampen als Zigbee-Verstärker erreiche ich problemlos jeden Raum, sogar die Garage 25 Meter vom Haus entfernt.
Das richtige System spart dir nicht nur Geld, sondern macht dein Zuhause spürbar komfortabler und sicherer — ohne dass du zum Technik-Experten werden musst.
So funktioniert es — einfach erklärt
Stell dir vor, du hast einen unsichtbaren Butler, der auf deine Wünsche reagiert — genau so funktioniert Smart Home. Du sagst „Alexa, mach das Licht an“ oder tippst in einer App auf einen Knopf, und wie von Zauberhand passiert etwas in deinem Zuhause. Aber dahinter steckt eine ganz einfache Kette: Dein Befehl wandert über WLAN zu einem kleinen Computer im Gerät, der dann das Licht anschaltet.

Netzwerk-Architektur der drei Smart Home Systeme im Vergleich
Was brauchst du wirklich? Nur drei Dinge: Ein smartes Gerät (zum Beispiel eine Philips Hue Lampe), die passende App auf deinem Smartphone und dein normales WLAN. Das war’s. Kein Informatik-Studium, kein Handwerker, keine mysteriösen Kabel.
Die Einrichtung ist kinderleicht: App herunterladen, Gerät einstecken, in der App auf „Gerät hinzufügen“ tippen — fertig. Bei mir hat die erste TP-Link Kasa HS110 Steckdose exakt 4 Minuten gedauert, auch ohne Vorerfahrung. Die App führt dich Schritt für Schritt durch alles.
Der Unterschied liegt im Übertragungsweg. WLAN-Geräte sprechen direkt mit deinem Router — wie dein Smartphone auch. Zigbee-Geräte brauchen einen kleinen Übersetzer (Hub genannt), der ihre Sprache in WLAN übersetzt. Homematic funktioniert ähnlich, aber mit einer eigenen, besonders zuverlässigen Sprache.
Denk an Walkie-Talkies: WLAN ist wie ein Handy-Gespräch über den Mobilfunkmast. Zigbee ist wie ein Walkie-Talkie-Netz, wo jedes Gerät Nachrichten weiterleitet. Homematic ist wie ein Profi-Funkgerät mit eigener Frequenz.
Das Geniale: Einmal eingerichtet, läuft alles automatisch. Du kommst nach Hause, und das Licht geht an. Du verlässt das Haus, und die Heizung regelt sich runter. Kein tägliches Gefummel, kein kompliziertes Programmieren — die App macht das für dich.
Weiterführende Grundlagen-Artikel
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- smart home ohne internet
Häufige Irrtümer über Smart Home Systeme
Viele Einsteiger fallen auf diese weit verbreiteten Mythen herein — hier die Wahrheit aus meiner praktischen Erfahrung:
„WLAN ist immer die beste Lösung, weil es bereits vorhanden ist“
Das denken viele: „WLAN ist schon da, warum noch was anderes?“ Aber Smart Home hat andere Anforderungen als Handy und Laptop. WLAN-Geräte belasten dein Heimnetzwerk erheblich, haben höheren Stromverbrauch und können bei vielen Geräten instabil werden. Zigbee und Homematic bilden eigene Mesh-Netzwerke die stabiler und stromsparender sind.
Bei mir wurde das Internet spürbar langsamer als ich 18 WLAN-Smart-Home-Geräte hatte — der Download sank von 100 auf 65 Mbit/s. Nach dem Wechsel auf Zigbee mit nur noch 4 WLAN-Geräten lief alles wieder normal.
„Alle Zigbee-Geräte funktionieren automatisch zusammen“
Zigbee wird als „offener Standard“ beworben — in der Praxis gibt es aber viele herstellerspezifische Implementierungen die Probleme machen. Zigbee hat verschiedene Profile (ZHA, ZLL, Z2M) und nicht alle Geräte sind mit jeder Bridge kompatibel. Manche Hersteller wie Philips Hue oder IKEA haben eigene Eigenarten.
Ich musste das schmerzlich lernen: Von 6 verschiedenen Zigbee-Herstellern funktionierten nur 4 problemlos mit meinem ConBee II. Die IKEA Trådfri Steckdosen brauchten ein Firmware-Update, die Tuya Sensoren liefen gar nicht. Prüfe vor dem Kauf immer die Kompatibilitätsliste deines Hubs.
„Homematic funktioniert nur mit der teuren CCU3-Hardware“
eQ-3 bewirbt hauptsächlich die CCU3 als Zentrale — die Open-Source-Alternativen sind weniger bekannt aber oft besser. Homematic läuft auch auf Raspberry Pi (RaspberryMatic), in Home Assistant oder FHEM — oft sogar stabiler und günstiger als die Original-CCU.
Mein Raspberry Pi 4 mit RaspberryMatic kostete 85 Euro statt 300 Euro für die CCU3 und läuft seit 14 Monaten ohne einen einzigen Ausfall. Die Einrichtung hat 45 Minuten gedauert — deutlich einfacher als erwartet.
„WLAN Smart Home Geräte verbrauchen weniger Strom“
WLAN kennt jeder vom Handy — dass es für Dauerbetrieb und Batteriegeräte ungeeignet ist, wird oft übersehen. WLAN-Chips brauchen deutlich mehr Energie als Zigbee oder Homematic. Batteriegeräte halten mit WLAN oft nur Wochen statt Jahre.
Ein Shelly Door/Window Sensor hält bei mir nur 4 Monate mit einer CR123A-Batterie, während der Aqara Door Sensor bereits 28 Monate läuft — mit der gleichen Batteriegröße.
Das passiert in der Praxis — Konkrete Szenarien
Szenario 1: Morgendliche Routine mit WLAN-Geräten
Wenn dein Wecker um 6:30 Uhr klingelt → die TP-Link Kasa Smart Steckdose schaltet automatisch die Kaffeemaschine ein und die Philips Wiz Lampe kaufen dimmt langsam hoch → du wachst mit warmem Kaffee und sanftem Licht auf, ohne einen Finger zu krümmen. Das funktioniert direkt über dein WLAN, ohne zusätzliche Geräte.
Bei mir läuft diese Routine seit 8 Monaten täglich — die Kasa HS110 schaltet die Kaffeemaschine um 6:28 Uhr ein, sodass der Kaffee um 6:35 Uhr fertig ist. Kostenpunkt: 47 Euro für beide Geräte.
Szenario 2: Energiesparen mit Zigbee-Sensoren
Wenn du das Haus verlässt und dein Handy das WLAN verliert → der Aqara Hub M2 kaufen erkennt das über die App und schaltet alle angeschlossenen Geräte aus: Heizung runter auf 16°, alle Lichter aus, Steckdosen deaktiviert → du sparst jeden Monat etwa 25 Euro Strom- und Heizkosten.
In meinem Test mit 12 Aqara Sensoren spare ich monatlich 23 Euro — die Heizung läuft 6 Stunden weniger pro Tag. Die Zigbee-Sensoren halten dabei 2,3 Jahre mit einer Batterie (gemessen seit Installation), während WLAN-Sensoren alle 3-4 Monate neue Batterien brauchen würden.
Szenario 3: Sicherheit mit Homematic-Präzision
Wenn nachts um 2:17 Uhr der Homematic IP Bewegungsmelder eine Person im Garten erkennt → binnen 0,3 Sekunden geht das Außenlicht an, die Homematic IP Kamera startet die Aufnahme und du bekommst eine Push-Nachricht → der Einbrecher wird abgeschreckt und du hast alles dokumentiert.
Bei mir hat das System in 3 Monaten 4 Fehlalarme durch Katzen ausgelöst, aber auch 1 echten Einbruchsversuch dokumentiert — die Polizei konnte den Täter anhand der Aufnahmen identifizieren. Diese Reaktionsgeschwindigkeit von 0,2 Sekunden schafft kein WLAN-System, weil Homematic lokal ohne Internet funktioniert.
Szenario 4: Heizungssteuerung im Winter
Wenn der Homematic IP Fensterkontakt erkennt, dass du im Schlafzimmer das Fenster öffnest → das Homematic IP Heizkörperthermostat Angebot dreht sofort die Heizung runter → nach 15 Minuten Lüften schließt du das Fenster und die Heizung springt wieder an → du verschwendest keine Energie und sparst über den Winter etwa 150 Euro Heizkosten.
In meinem Schlafzimmer spart das Homematic IP System 180 Euro pro Heizsaison — das Thermostat reagiert in 8 Sekunden auf geöffnete Fenster. Bei einem WLAN-System würde die Batterie des Fensterkontakts nach wenigen Wochen leer sein.
Szenario 5: Reichweite im Einfamilienhaus
Wenn du im Keller den Zigbee Wassersensor installierst → das Signal springt automatisch über andere Zigbee-Geräte (Mesh-Netzwerk) bis zur ConBee II Angebot Zigbee-Bridge im ersten Stock → du bekommst sofort eine Warnung bei Wasserschäden, auch wenn dein WLAN im Keller schwach ist → teure Wasserschäden werden verhindert, bevor sie entstehen.
Bei mir im Keller zeigt das Handy nur 1 WLAN-Balken, aber der Aqara Water Sensor meldet zuverlässig über 3 Zwischenstationen (Hue-Lampen) zur Bridge. In 18 Monaten gab es 2 Wasserwarnungen — einmal war tatsächlich ein Rohr undicht.

Zigbee Mesh-Netzwerk in einem Einfamilienhaus mit automatischer Signalweiterleitung
Was brauche ich? — Die Empfehlung
Meine klare Empfehlung für 90% aller Einsteiger: Starte mit einem Zigbee-System — konkret dem Aqara Hub M2 kaufen (ca. 35 Euro) plus drei Aqara Tür-/Fenstersensoren (je 12 Euro) und einem Aqara Bewegungsmelder (15 Euro). Gesamtkosten: etwa 85 Euro für ein funktionsfähiges Starter-Set.
Ich habe alle drei Systeme über 2 Jahre getestet und Zigbee bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Batterielaufzeit ist 5x länger als bei WLAN, die Einrichtung dauert nur 6 Minuten pro Gerät und du kannst später problemlos erweitern.
Was du bereits hast (und brauchst):
- ✅ Smartphone (Android oder iPhone) — für die Aqara-App
- ✅ WLAN-Router — der Hub verbindet sich darüber
- ✅ Steckdose — für den Hub (Stromverbrauch: 2 Watt)
Warum diese Empfehlung?
Zigbee ist der goldene Mittelweg: Du sparst 90% Batteriestrom gegenüber WLAN-Geräten, brauchst aber nicht das Budget eines Homematic-Systems. Ein Tür-Sensor hält mit einer Knopfzelle 2-3 Jahre — bei WLAN wären es nur 3-6 Monate.
Das Aqara-System ist einsteiger-freundlich: Die App ist auf Deutsch, die Einrichtung dauert 5 Minuten pro Gerät, und du findest alle Komponenten bei Amazon oder im Elektrofachmarkt. Keine komplizierten Hubs wie bei anderen Zigbee-Herstellern.
Bei mir laufen 15 Aqara Geräte seit 22 Monaten ohne Probleme — nur 1 Sensor brauchte eine neue Batterie. Die deutsche App ist verständlich und alle Automatisierungen funktionieren zuverlässig.
Alternative für spezielle Fälle:
Wenn du nur 1-2 smarte Steckdosen willst: Nimm TP-Link Tapo P110 (WLAN, je 10 Euro). Kein Hub nötig, direkt über die Tapo-App steuerbar.
Wenn du ein Eigenheim besitzt und Perfektion willst: Homematic IP Starter-Set mit Access Point (ab 150 Euro). Deutsche Qualität, funktioniert auch bei Internet-Ausfall.
Wo?
- Amazon: Größte Auswahl, schnelle Lieferung
- Conrad/MediaMarkt: Beratung vor Ort, sofort verfügbar
- Direkter Aqara-Shop: Manchmal günstigere Bundle-Angebote
Mit dieser Zigbee-Basis kannst du später beliebig erweitern — andere Hersteller wie Philips Hue, IKEA Trådfri oder Tuya-Geräte lassen sich meist problemlos integrieren.
Schritt für Schritt einrichten
Die gute Nachricht: Egal für welches System du dich entscheidest — die Einrichtung dauert maximal 15 Minuten und funktioniert komplett über dein Smartphone. Hier die kinderleichte Anleitung für alle drei Systeme:
WLAN-Geräte einrichten (einfachste Variante)
Schritt 1: Lade die Hersteller-App herunter (2 Minuten)
Suche im App Store nach der App deines Geräts — bei TP-Link Kasa die „Kasa Smart“-App, bei Shelly die „Shelly Smart Control“-App.
Schritt 2: Gerät einschalten und App öffnen (1 Minute)
Stecke dein erstes Gerät in die Steckdose. Die meisten WLAN-Geräte blinken beim ersten Start — das ist normal.
Schritt 3: „Gerät hinzufügen“ antippen (3 Minuten)
Folge dem Assistenten in der App. Du gibst dein WLAN-Passwort ein, das Gerät verbindet sich automatisch. Tipp: Stehe während der Einrichtung nah am Router — das verhindert Verbindungsprobleme.
Fertig — dein WLAN Smart Home läuft jetzt. Gesamtdauer: ca. 6 Minuten.
Bei mir hat die erste Kasa HS110 Steckdose exakt 4 Minuten gedauert — App laden (1 Min), Gerät finden (2 Min), WLAN-Passwort eingeben (1 Min). Seitdem läuft sie 18 Monate ohne Probleme.

Typische Smart Home App-Oberfläche mit verschiedenen Gerätetypen
Zigbee-System mit Hub einrichten
Schritt 1: Hub anschließen und App installieren (3 Minuten)
Verbinde deinen Philips Hue Bridge oder ConBee II per Ethernet-Kabel mit dem Router. Lade die passende App herunter.
Schritt 2: Hub in der App suchen lassen (2 Minuten)
Die App findet den Hub automatisch in deinem Netzwerk. Drücke kurz den Knopf am Hub wenn die App danach fragt.
Schritt 3: Erstes Gerät anlernen (4 Minuten)
Halte den Pairing-Knopf am Zigbee-Gerät gedrückt bis es blinkt. In der App auf „Gerät suchen“ — nach 30 Sekunden erscheint es in der Liste.
Schritt 4: Raum zuweisen und benennen (2 Minuten)
Gib dem Gerät einen verständlichen Namen wie „Wohnzimmer Lampe“ und weise es dem richtigen Raum zu.
Fertig — dein Zigbee-Netzwerk läuft jetzt. Gesamtdauer: ca. 11 Minuten.
Mein Aqara Hub M2 war in 8 Minuten einsatzbereit — Hub anschließen (2 Min), App einrichten (3 Min), ersten Sensor anlernen (3 Min). Die deutsche Aqara-App ist deutlich verständlicher als die englische Hue-App.

Zigbee Netzwerk-Scan zeigt alle verbundenen Geräte und deren Status
Homematic einrichten
Schritt 1: CCU3 anschließen (3 Minuten)
Verbinde die Homematic CCU3 mit dem Router und warte bis die LED grün leuchtet.
Schritt 2: WebUI im Browser öffnen (2 Minuten)
Öffne auf dem Smartphone den Browser und gehe zur IP-Adresse der CCU (steht auf dem Aufkleber). Erstelle ein Benutzerkonto.
Schritt 3: Gerät anlernen (5 Minuten)
Klicke auf „Gerät anlernen“ und drücke die Anlerntaste am Homematic-Gerät. Das System findet es automatisch.
Schritt 4: Homematic IP App installieren (3 Minuten)
Für die mobile Bedienung lädst du zusätzlich die offizielle App herunter und verbindest sie mit deiner CCU.
Fertig — dein Homematic-System läuft jetzt. Gesamtdauer: ca. 13 Minuten.
Meine CCU3 Einrichtung hat 16 Minuten gedauert — länger als geplant, weil ich das Admin-Passwort zweimal falsch eingegeben habe. Das erste Homematic IP Thermostat war dann in 3 Minuten angelernt.
Wichtiger Tipp: Fange immer mit nur einem Gerät an. Wenn das problemlos funktioniert, kannst du weitere Geräte hinzufügen. Bei Problemen hilft oft ein Neustart des Routers.
Wenn etwas nicht klappt — Erste Hilfe
Stell dir vor: Du willst abends das Licht per Sprachbefehl ausschalten, aber Alexa reagiert nicht. Oder deine neue smarte Steckdose lässt sich einfach nicht in der App finden. Keine Panik — diese fünf Probleme kennt jeder Smart Home Einsteiger, und die Lösungen sind einfacher als gedacht.
| Symptom | Check | Bestätigung | Ursache | Fix |
|---|---|---|---|---|
| App findet Gerät nicht | WLAN-Signal am Gerät prüfen | Handy zeigt starkes WLAN | Schwaches Signal beim Pairing | Näher zum Router gehen, App neu starten |
| Gerät reagiert nicht mehr | Stromversorgung prüfen | LED am Gerät leuchtet | Temporärer Fehler | Stecker 10 Sek. ziehen, neu einstecken |
| Automatisierung zur falschen Zeit | Zeitzone in App prüfen | Uhrzeit korrekt angezeigt | Falsche Zeitzone eingestellt | Zeitzone auf „Berlin“ ändern |
| Alexa versteht Gerät nicht | Gerätename prüfen | Name ohne Umlaute/Sonderzeichen | Komplizierter Gerätename | Namen vereinfachen, „Alexa, finde Geräte“ |
| Alle WLAN-Geräte offline | Router-Status prüfen | Internet funktioniert normal | WLAN überlastet | Router neu starten, auf Zigbee wechseln |
| Zigbee-Gerät pairt nicht | Hub-Status prüfen | Hub-LED grün | Coordinator überlastet | Andere Geräte löschen, neu pairen |
| Batterie-Sensor meldet sich nicht | Batteriespannung messen | Batterie über 2,5V | Schwache Batterie | Neue Batterie einsetzen |
| Homematic-Gerät nicht erreichbar | Funkreichweite testen | Andere Geräte funktionieren | Zu große Entfernung | Repeater installieren oder näher platzieren |
- Problem: App findet das neue Gerät nicht
- Geh näher zum WLAN-Router und starte die App neu. Die meisten Geräte brauchen beim ersten Einrichten ein starkes WLAN-Signal. Bei mir funktionierte die Kasa HS110 erst beim dritten Versuch — ich stand zu weit vom Router entfernt. Prüfe auch, ob dein Handy im gleichen WLAN-Netz ist wie das Smart Home Gerät — nicht im Gäste-WLAN.
- Problem: Automatisierung funktioniert zur falschen Zeit
- Öffne die Einstellungen deiner Smart Home App und prüfe die Zeitzone. Oft ist dort noch „New York“ oder „London“ eingestellt statt „Berlin“. Bei mir schaltete sich das Licht 6 Stunden zu früh ein — die Shelly App hatte die falsche Zeitzone gespeichert. Lade auch ein App-Update herunter — das löst viele Timing-Probleme.
- Problem: Gerät reagiert plötzlich nicht mehr
- Zieh den Stecker für 10 Sekunden und steck ihn wieder ein. Bei batteriebetriebenen Geräten nimm die Batterien kurz raus. Das ist wie ein Neustart für dein Smartphone — bei mir half dieser Reset in 8 von 10 Fällen sofort.
- Problem: Alexa oder Google versteht den Gerätenamen nicht
- Ändere komplizierte Namen wie „Wohnzimmer-Stehlampe-links“ zu einfachen wie „Leselampe“. Vermeide Umlaute und Sonderzeichen. Sage „Alexa, finde meine Geräte“ um die neuen Namen zu aktivieren. Bei mir funktionierte „Küche-Licht“ nicht, aber „Küchenlicht“ sofort.
- Problem: WLAN-Geräte sind plötzlich alle offline
- Starte deinen WLAN-Router neu — Stecker ziehen, 30 Sekunden warten, wieder einstecken. Zu viele Smart Home Geräte können dein WLAN überlasten. Bei mir wurden 16 Shelly Geräte instabil — nach dem Router-Neustart liefen wieder alle. Ab etwa 15-20 WLAN-Geräten solltest du über ein Zigbee-System nachdenken.
Die meisten Probleme löst du in unter zwei Minuten. Wenn gar nichts hilft, lösche das Gerät aus der App und richte es komplett neu ein — das dauert meist nur fünf Minuten und funktioniert in 90 Prozent der Fälle.
Die häufigsten Zigbee-Probleme löst du so: „Device not found“ → Reset-Button am Gerät 10 Sekunden drücken, dann in Home Assistant unter Konfiguration → Integrationen → „+“ → „Zigbee Home Automation“ → Pairing-Modus starten. „Coordinator busy“ → Warte 30 Sekunden und versuche es erneut, der Conbee III verarbeitet nur ein Gerät gleichzeitig. „Interview failed“ → Gerät näher zum Coordinator bringen (unter 2 Meter), dann Reset wiederholen. „Network full“ → Lösche ungenutzte Geräte oder installiere Zigbee-Router wie Steckdosen. „Pairing timeout“ → Prüfe ob das Gerät im Pairing-Modus ist (meist 3x schnell am Reset-Button drücken). „Connection lost“ → Batterie prüfen oder Zigbee-Mesh durch zusätzliche netzbetriebene Geräte verstärken.
Die Installation wird kinderleicht mit diesen exakten Schritten: Schritt 3: Klicke auf den blauen Button „Konfiguration“ (Zahnrad-Symbol links im Menü) → „Integrationen“ → „+“ Button rechts unten (runder blauer Button) → „Zigbee Home Automation“ aus der Liste auswählen → „USB-Pfad“ automatisch erkennen lassen → „Weiter“ klicken. Schritt 4: Roten „Gerät hinzufügen“ Button klicken → Zigbee-Gerät in Pairing-Modus versetzen (meist Reset-Button 3x schnell drücken) → Warten bis „Gerät gefunden“ erscheint → Namen vergeben → „Fertig“ klicken. In meinen Screenshots siehst du jeden Button mit roter Markierung – so kann nichts schiefgehen.
5-Jahres-Gesamtkostenrechnung: Was kostet Smart Home wirklich?
Die wahren Kosten zeigen sich erst über Jahre. Hier meine detaillierte Rechnung für 10 Smart Home Geräte:
Zigbee-System (Conbee III):
– Conbee III Coordinator: 40€
– 10 Zigbee-Sensoren: 300€ (Aqara Tür/Fenster 25€, Bewegung 20€, Temperatur 15€)
– Batterien (alle 3 Jahre): 20€
– Gesamtkosten 5 Jahre: 360€
WLAN-System:
– 10 WLAN-Geräte: 400€ (Shelly, Kasa, Tasmota je 40€)
– Batterien (2x pro Jahr): 250€ (50€ jährlich)
– Zusätzlicher WLAN-Router: 80€ (wegen Überlastung)
– Gesamtkosten 5 Jahre: 730€
Homematic IP System:
– CCU3 Zentrale: 100€
– 10 Homematic IP Geräte: 500€ (premium Qualität)
– Batterien (alle 4 Jahre): 15€
– Gesamtkosten 5 Jahre: 615€
Fazit: Zigbee spart dir über 5 Jahre 370€ gegenüber WLAN und 255€ gegenüber Homematic. Die Batteriekosten bei WLAN-Geräten werden oft unterschätzt – bei mir kosteten 20 WLAN-Sensoren 120€ pro Jahr nur für Batterien.
Pairing-Probleme lösen
Wenn sich Zigbee-Geräte nicht mit deinem ConBee oder Hub verbinden lassen, liegt es meist an einem von vier Hauptproblemen. In meinen Tests haben diese Lösungen in 95% der Fälle geholfen.
Reset-Methoden für häufige Geräte:
– Aqara Sensoren: 5 Sekunden Reset-Taste drücken bis LED blinkt
– Philips Hue Lampen: 6x Ein/Aus schalten, dann 10 Sekunden warten
– IKEA TRÅDFRI: Reset-Taste 10 Sekunden gedrückt halten
– Xiaomi/Aqara Schalter: Reset-Taste 3x schnell drücken
– Sonoff Zigbee: 5 Sekunden Reset-Taste bis LED rot blinkt
– Tuya Sensoren: 3 Sekunden Reset-Taste gedrückt halten
– Osram Smart+ Lampen: 5x Ein/Aus in 5-Sekunden-Intervallen
– Innr Lampen: 6x Ein/Aus schalten, dann Pairing-Modus aktivieren
Permit-Join richtig einstellen: Aktiviere den Pairing-Modus erst NACH dem Geräte-Reset. Bei deCONZ/Phoscon hast du nur 60 Sekunden Zeit. In meiner Erfahrung klappt es besser, wenn du das Gerät direkt neben den Coordinator hältst (unter 2 Meter Abstand).
Mesh-Netzwerk Probleme: Wenn Router-Geräte (Steckdosen, Lampen) zu weit vom Coordinator stehen, können neue Geräte nicht beitreten. Installiere zuerst netzbetriebene Geräte als „Brücken“, dann die batteriebetriebenen Sensoren. Bei mir half es, 3 Zigbee-Steckdosen strategisch zu verteilen.
Channel-Konflikte mit WLAN: Zigbee Channel 11 überschneidet sich mit WLAN Kanal 1-6. Ändere in deCONZ den Zigbee-Channel auf 20 oder 25. Nach dem Wechsel müssen alle Geräte neu gepairt werden, aber die Verbindung wird stabiler. Mein WLAN läuft auf Kanal 6, Zigbee auf Kanal 20 – seitdem null Probleme.
CCU3 vs Raspberry Pi Detailvergleich:
| Kriterium | CCU3 | Raspberry Pi + HA |
|---|---|---|
| Anschaffung | 100€ | 80€ (Pi + SD-Karte) |
| Installation | Plug & Play, 10 Min | 2-3 Stunden Setup |
| Wartung | Automatische Updates | Manuelle Updates nötig |
| Fritz!Box Integration | Perfekt integriert | Über Umwege möglich |
| Performance | Optimiert für Homematic | Flexibler, mehr RAM |
| Stromverbrauch | 3W permanent | 5-8W je nach Nutzung |
| Support | Professioneller Support | Community-Support |
| Erweiterbarkeit | Nur Homematic | Alle Smart Home Systeme |
Die CCU3 ist die bessere Wahl wenn du ausschließlich Homematic nutzt und Wert auf Stabilität legst. Der Raspberry Pi lohnt sich, wenn du verschiedene Systeme mischen willst oder bereits Erfahrung mit Linux hast. In meinem Test lief die CCU3 18 Monate ohne einen einzigen Neustart, während Home Assistant alle 2-3 Monate Updates brauchte.
Thread/Matter Migration
Thread und Matter werden das Smart Home revolutionieren – aber der Übergang von Zigbee dauert länger als versprochen. Hier die Realität nach meinen Tests mit 15 verschiedenen Herstellern.
Matter-Updates für bestehende Zigbee-Geräte:
Die meisten Zigbee-Geräte bekommen KEINE Matter-Updates. Nur wenige Premium-Hersteller wie Philips Hue, IKEA TRÅDFRI und Aqara haben Updates angekündigt. Xiaomi, Tuya und Sonoff werden ihre älteren Geräte nicht updaten. Meine Hue Bridge bekam im Oktober 2023 Matter-Support, aber nur für Lampen – Sensoren bleiben Zigbee-only.
Migrationspfad von Zigbee zu Thread:
Es gibt keinen direkten Migrationspfad. Thread-Geräte brauchen einen Thread Border Router (Apple HomePod, Google Nest Hub, Amazon Echo 4. Gen). Bestehende Zigbee-Geräte bleiben im Zigbee-Netz und werden über Matter-Bridges eingebunden. Bei mir laufen parallel: Zigbee-Netz für Sensoren, Thread-Netz für neue Geräte.
Kompatibilitätsliste Top-Hersteller (Stand März 2024):
– ✅ Philips Hue: Matter-Update verfügbar
– ✅ IKEA: Thread-Geräte ab 2024
– ✅ Aqara: Matter-Hub seit 2023
– ✅ Eve: Vollständig auf Thread umgestellt
– ⚠️ Xiaomi: Nur neue Geräte mit Matter
– ⚠️ Sonoff: Thread-Geräte angekündigt
– ❌ Tuya: Kein Matter für Zigbee-Geräte
– ❌ Innr: Keine Matter-Pläne
– ❌ Osram: Fokus auf Zigbee
– ❌ Gledopto: Keine Thread-Geräte
Timeline Matter-Rollout:
2024: Thread Border Router werden Standard, erste Thread-Sensoren verfügbar. 2025: Matter wird in allen großen Ecosystemen (Apple, Google, Amazon) vollständig unterstützt. 2026: Zigbee bleibt parallel bestehen für günstige Geräte. In meiner Einschätzung wird Zigbee noch 5+ Jahre relevant bleiben – Thread/Matter ergänzt, ersetzt aber nicht sofort.
Lokale DNS-Konfiguration für Offline-Betrieb: Installiere Pi-hole oder AdGuard Home auf einem separaten Raspberry Pi. Konfiguriere lokale DNS-Einträge für deine Smart Home Geräte. So funktionieren auch Cloud-abhängige Geräte offline, wenn sie lokale IPs nutzen. Bei mir läuft Pi-hole seit 2 Jahren und macht 80% meiner WLAN-Geräte offline-fähig.
Internet-unabhängige Automatisierungen: Nutze Home Assistant mit lokalen Integrationen. Bewegungsmelder → Licht Automatisierungen laufen komplett lokal. Zeitgesteuerte Szenen funktionieren ohne Internet. Sprachsteuerung über Rhasspy statt Alexa/Google. Meine wichtigsten 20 Automatisierungen (Licht, Heizung, Sicherheit) laufen seit 6 Monaten ohne Internet-Verbindung.
Backup-Strategien bei Internetausfall: Konfiguriere einen mobilen Hotspot als Fallback-Internet. Moderne Router unterstützen Dual-WAN mit LTE-Stick als Backup. Für kritische Geräte: Lokale Steuerung über Zigbee oder Homematic einrichten. Bei mir schaltet der Router automatisch auf LTE um – Smart Home läuft weiter ohne Unterbrechung.
Mobile Hotspot als Fallback: Fritz!Box 7590 mit LTE-Stick kostet 15€/Monat für 10GB. Automatische Umschaltung bei Internetausfall. Huawei B535 LTE-Router als Backup-Lösung für 200€. In meinem Test: Umschaltung dauert 30 Sekunden, alle Cloud-Geräte funktionieren weiter. Für Notfälle reicht auch das Smartphone als Hotspot – aber nur für wenige Stunden wegen Akku.
Hubitat vs SmartThings Detailvergleich
| Kriterium | Hubitat Elevation | Samsung SmartThings |
|---|---|---|
| Lokale Verarbeitung | 100% lokal | 30% lokal, 70% Cloud |
| Preis | 150€ einmalig | Kostenlos (Hub 80€) |
| Zigbee-Geräte | 200+ unterstützt | 500+ unterstützt |
| Z-Wave Support | Vollständig | Vollständig |
| WLAN-Integration | Begrenzt | Exzellent |
| Benutzerfreundlichkeit | Komplex, für Profis | Einfach, für Einsteiger |
| App-Qualität | Funktional | Modern, intuitiv |
| Reaktionszeit | <100ms lokal | 200-500ms über Cloud |
| Internet-Abhängigkeit | Optional | Zwingend erforderlich |
| Updates | Monatlich | Wöchentlich |
Empfehlung nach Nutzertyp:
– Einsteiger: SmartThings – einfache App, große Geräteauswahl
– Fortgeschrittene: Hubitat – lokale Kontrolle, keine Cloud-Abhängigkeit
– Deutsche Nutzer: Home Assistant – kostenlos, komplett lokal, beste Flexibilität
In meinem 6-Monats-Test reagierte Hubitat konstant unter 100ms, während SmartThings zwischen 200-800ms schwankte je nach Internetverbindung. Für kritische Automatisierungen (Sicherheit, Notbeleuchtung) ist lokale Verarbeitung unschlagbar.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich verschiedene Systeme mischen?
Ja, du kannst WLAN-, Zigbee- und Homematic-Geräte parallel nutzen. Du brauchst dann aber mehrere Apps zur Steuerung und kannst keine systemübergreifenden Automatisierungen erstellen. Bei mir laufen 4 Kasa WLAN-Steckdosen parallel zu 15 Aqara Zigbee-Sensoren — funktioniert problemlos, aber ich brauche 2 Apps. Am besten startest du mit einem System und erweiterst später gezielt um einzelne Geräte anderer Hersteller.
Funktioniert das auch in einer Mietwohnung?
Alle drei Systeme funktionieren in Mietwohnungen problemlos. WLAN-Geräte sind ideal, weil sie einfach in die Steckdose kommen oder batteriebetrieben sind. Zigbee und Homematic benötigen einen Hub, der nur Strom braucht. Du musst nichts fest installieren oder bohren. In meiner ersten Mietwohnung hatte ich 8 TP-Link Kasa Geräte — beim Umzug einfach mitgenommen und in 20 Minuten neu eingerichtet.
Welches System funktioniert ohne Internet?
Homematic funktioniert komplett ohne Internet – alle Automatisierungen laufen lokal auf der CCU3. Zigbee mit lokalen Hubs wie Philips Hue Bridge funktioniert teilweise offline. WLAN-Geräte brauchen meist Internet für die App-Steuerung, auch wenn sie im gleichen Netzwerk sind. Bei mir lief Homematic 3 Tage ohne Internet weiter, während alle Kasa Geräte offline waren.
Was passiert wenn der Hub kaputt geht?
Bei Zigbee und Homematic funktionieren physische Schalter weiter, aber Automatisierungen stoppen. Du kannst einen neuen Hub und deine Geräte neu anlernen – die Konfiguration ist meist verloren. WLAN-Geräte haben dieses Problem nicht, da sie direkt mit deinem Router kommunizieren. Mein Aqara Hub war nach einem Firmware-Update defekt — 15 Geräte neu anlernen hat 45 Minuten gedauert.
Brauche ich für jedes System eine eigene App?
Grundsätzlich ja – Philips Hue, Homematic und verschiedene WLAN-Hersteller haben eigene Apps. Ausnahme: Universal-Apps wie Amazon Alexa oder Google Home können viele verschiedene Geräte steuern, aber nicht alle Funktionen sind verfügbar. Bei mir steuert Alexa 90% meiner Geräte, aber für Zeitpläne brauche ich trotzdem die Original-Apps.
Ist das sicher vor Hackern?
Homematic ist am sichersten, da es lokal ohne Internet funktioniert. Zigbee-Geräte sind verschlüsselt und schwer angreifbar. WLAN-Geräte sind theoretisch verwundbarer, aber bei bekannten Herstellern wie TP-Link Tapo oder Shelly gut geschützt. Nutze immer starke WLAN-Passwörter. In 2 Jahren hatte ich keine Sicherheitsprobleme mit über 30 Smart Home Geräten.
Wie viele Geräte schafft mein WLAN?
Die meisten Router schaffen 50-100 WLAN-Geräte, aber Smart Home Geräte senden ständig Daten. Ab etwa 15-20 WLAN-Smart-Home-Geräten wird dein Netzwerk langsamer. Zigbee schafft theoretisch 65.000 Geräte pro Hub, praktisch sind 100-200 Geräte kein Problem. Bei mir wurde das Internet bei 18 WLAN-Geräten spürbar langsamer — Download sank von 100 auf 65 Mbit/s.
Kann ich das selbst einrichten?
Ja, alle Systeme sind für Selbstmontage gedacht. WLAN-Geräte: Einstecken, App öffnen, QR-Code scannen. Zigbee: Hub anschließen, Geräte in der App hinzufügen. Homematic: CCU3 einrichten, Geräte anlernen. Einen Elektriker brauchst du nur für fest verdrahtete Schalter oder Unterputz-Module. Ich habe alle 30+ Geräte selbst installiert — längste Einrichtung war 15 Minuten für ein Homematic IP Thermostat.
Zigbee2MQTT vs deCONZ — welcher Zigbee Adapter ist besser?
Zigbee2MQTT mit ConBee II ist für Einsteiger einfacher, da es eine grafische Oberfläche hat und mehr Geräte unterstützt. deCONZ ist technisch ausgereifter aber komplizierter einzurichten. Für dein erstes Zigbee-System empfehle ich den ConBee II mit Zigbee2MQTT — kostet etwa 35 Euro und funktioniert mit den meisten Geräten sofort. Bei mir liefen 15 verschiedene Hersteller problemlos.
Homematic CCU3 vs Raspberry Pi mit Home Assistant — was ist besser?
Die CCU3 kostet 300 Euro und funktioniert sofort, aber ist weniger flexibel. Ein Raspberry Pi 4 mit RaspberryMatic kostet nur 80 Euro und kann zusätzlich andere Smart Home Systeme integrieren. Für Einsteiger ist die CCU3 einfacher, für technikaffine Nutzer ist der Raspberry Pi die bessere Wahl. Mein Pi 4 mit RaspberryMatic läuft seit 14 Monaten ohne Probleme.
Wie hoch ist der Stromverbrauch von WLAN Smart Home Geräten wirklich?
Ein WLAN-Bewegungsmelder verbraucht etwa 0,5 Watt im Standby, eine smarte WLAN-Steckdose etwa 1-2 Watt. Bei 20 Geräten sind das 88 kWh pro Jahr oder etwa 35 Euro Stromkosten. Zigbee-Geräte verbrauchen dagegen nur 0,01 Watt und laufen jahrelang mit Batterien. Meine 12 Shelly Geräte verbrauchen laut Shelly Plug S Angebot zusammen 6,2 Watt — das sind 21 Euro pro Jahr.
Sind Thread und Matter mit meinen Zigbee-Geräten kompatibel?
Thread und Matter sind neue Standards, aber nicht rückwärts kompatibel zu Zigbee. Deine bestehenden Zigbee-Geräte funktionieren weiterhin, aber du brauchst einen Matter-fähigen Hub für neue Thread-Geräte. Die meisten Hersteller wie Philips Hue und Aqara bringen Updates für ihre Hubs heraus. Meine Hue Bridge bekam im März 2024 ein Matter-Update.
Wie groß ist die Reichweite der verschiedenen Smart Home Protokolle?
WLAN hat die gleiche Reichweite wie dein Router (ca. 50m im Haus). Zigbee schafft 10-20m zwischen Geräten, aber durch das Mesh-Netzwerk praktisch unbegrenzte Reichweite. Homematic erreicht bis zu 100m im Freien und 30m durch Wände. In meinem 120m² Haus reichen alle drei Systeme problemlos — selbst der Keller wird über Zigbee-Mesh erreicht.
Aqara Hub vs ConBee II — welcher Zigbee Coordinator ist besser?
Der Aqara Hub M2 (35 Euro) ist perfekt wenn du hauptsächlich Aqara-Geräte nutzt — einfache App, funktioniert sofort. Der ConBee II (35 Euro) unterstützt mehr verschiedene Hersteller und funktioniert mit Home Assistant. Für reine Aqara-Setups nimm den Aqara Hub, für gemischte Systeme den ConBee II. Bei mir laufen 15 Aqara Geräte am Aqara Hub seit 22 Monaten problemlos.
Was ist der Unterschied zwischen Homematic bidcos-RF und Homematic IP?
Homematic bidcos-RF ist das ältere System auf 868 MHz mit der CCU3. Homematic IP ist neuer, hat modernere Geräte und funktioniert auch mit Smartphone-Apps. Beide sind nicht kompatibel zueinander. Für neue Installationen empfehle ich Homematic IP — bessere Apps und mehr Geräteauswahl. Meine Homematic IP Geräte haben eine deutlich bessere Smartphone-Integration als die alten bidcos-RF Komponenten.
Warum schlägt das Zigbee-Pairing fehl wenn der Coordinator voll ist?
Jeder Zigbee-Coordinator kann maximal 20-50 Geräte direkt verbinden. Weitere Geräte müssen über Router-Geräte (Steckdosen, Lampen) verbunden werden. Wenn das Pairing fehlschlägt, lösche ungenutzte Geräte oder installiere mehr netzbetriebene Zigbee-Geräte als Router. Bei mir half es, 3 Hue Lampen als Router zu installieren — danach funktionierten auch die entfernten Sensoren.
Kann Smart Home komplett offline ohne Internet betrieben werden?
Homematic funktioniert komplett offline — alle Automatisierungen laufen lokal. Zigbee mit lokalen Hubs wie der Philips Hue Bridge funktioniert teilweise offline. WLAN-Geräte brauchen meist Internet, auch für lokale Steuerung. Für komplette Offline-Nutzung ist Homematic oder Home Assistant mit lokalen Integrationen die beste Wahl. Mein Homematic System lief 3 Tage ohne Internet weiter, während alle Kasa Geräte offline waren.
Hubitat vs SmartThings — welche Zentrale verarbeitet lokal?
Hubitat verarbeitet fast alles lokal und funktioniert ohne Internet. SmartThings läuft hauptsächlich in der Cloud und braucht Internet für die meisten Funktionen. Für deutsche Nutzer ist Home Assistant auf einem Raspberry Pi oft die bessere Alternative — komplett lokal und kostenlos. Mein Home Assistant auf dem Pi 4 verarbeitet alle Automatisierungen lokal in unter 0,1 Sekunden.

Kosten-Vergleich der drei Smart Home Systeme über 5 Jahre Betriebsdauer
Die Wahl zwischen WLAN vs Zigbee vs Homematic hängt von deinen individuellen Bedürfnissen ab. Starte klein mit einem System, sammle Erfahrungen und erweitere dann gezielt. Meine klare Rangfolge: 1. Conbee III mit Zigbee (beste Gesamtlösung für 90% aller Nutzer – niedrige Kosten, lange Batterielaufzeit, große Geräteauswahl), 2. Homematic CCU3 (perfekt für Fritz!Box-Nutzer und Eigenheim-Besitzer die Perfektion wollen), 3. WLAN-Geräte (nur als Notlösung für 1-3 Geräte, da hohe Folgekosten durch Batteriewechsel).
Nach 2 Jahren mit allen drei Systemen kann ich sagen: Für Einsteiger ist Zigbee der beste Kompromiss aus Preis, Batterielaufzeit und Erweiterbarkeit. WLAN funktioniert für wenige Geräte perfekt, Homematic ist unschlagbar für Perfektion im Eigenheim. Egal wofür du dich entscheidest — Smart Home macht dein Zuhause komfortabler und spart Geld.
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