Es ist doch manchmal schon zum Haare raufen, bereits 2012 berichtete der Heise Verlag über gravierende Sicherheitslücken beim Platzhirschen WhatsApp. Seitens WhatsApp gab es damals keinerlei Stellungnahme und die Lücke bestand Langezeit. Ich habe daraufhin alleine schon aus Protest, WhatsApp nicht mehr verwendet und das mal abgesehen von der katastrophalen Optik.

Leider war mein Vorhaben Freunde und Bekannte von anderen Messangern zu überzeugen, nicht wirklich von Erfolg gekrönt und es muss anscheinend erst Facebook mit ein paar Milliarden um die Ecke kommen, dass man sich nach Alternativen umschaut.

Ich verstehe zwar nicht, warum WhatsApp jetzt in manchen Augen „böser“ seien sollte als vor dem Kauf durch Facebook, aber der passende Artikel im Stern, wurde heute durch die Medien getrieben und bekam sogar auf Facebook viel Zustimmung. Aber sind die Alternativen jetzt sicherer und besser als WhatsApp?

Sicherer glaube ich nicht direkt, denn auch die anderen Apps wollen Zugriff auf Kontakte, Kalender, Fotos uns was ihr sonst noch so an Daten habt. Was mit den Daten beim Transfer über die Server des Anbieters genau passiert, ist nur zu erahnen und nicht zu beweisen. Es gibt aber Anbieter wie etwa Telegram, die viel transparenter sind und sogar eine Prämie von 200.000$ ausgesetzt haben, wenn man eine Sicherheitslücke finden sollte.

Was nutzt mir aber der tollste und sicherste Messanger, wenn den keiner nutzt? zumindest keinen den ich kenne und so sieht es etwa heute bei mir im BlackBerry Messenger aus.

 

Persönlich nutze ich sehr gerne den Nachrichtendienst iMessage von Apple, was aber viel mit Bequemlichkeit zutun hat, weil ich Nachrichten auch vom Mac aus über eine physikalische Tastatur schreiben kann und nicht immer auf das Smartphone oder Tablet angewiesen bin. Aber ich kann darüber nur mit Leuten kommunizieren, die ebenfalls Gerätschaften von Apple verwenden und dass macht den Dienst wiederum nicht so interessant.

Bei WhatsApp kann mann nur Nachrichten von seinem Smartphone aus schreiben und das ist nicht gerade der bequemste Weg der Zeicheneingabe. Hier ist dann sogar der Facebook Messenger noch bequemer und aus Datenschutzgründen ist es nun ja nun auch egal, welchen der beiden man in Zukunft verwendet.

Carsten Drees hat auf Mobilegeeks.de eine ausführliche Übersicht der Alternativen veröffentlicht und daher spare ich mir dieses und empfehle euch seinen Beitrag. Einen ersten guten Eindruck macht der Service Line auf mich, welcher sich auch mit einer passenden Windows und Mac App präsentiert und neben iOS, Android, Windows Phone sogar auf BlackBerry und Firefox läuft.

Hier verdient der Anbieter an kleinen Erweiterungen innerhalb der App, mit denen man etwa für 2,69€ das Design verändern (ich sage nicht verschönern) kann. Aber grundliegend ist dieser erstmal kostenlos und mit über 76 Millionen Usern weltweit, auch schon recht verbreitet.

Klar sollte sicherlich jedem sein, dass wenn ein Dienst und die App kostenlos ist, dann wird an den Daten verdient, denn anders kann auf Dauer ein solcher Service nicht bestehen.

Eine weitere Alternative wäre die App Threema aus der Schweiz, welche eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung garantiert, so das selbst der Serverbetreiber keine Möglichkeit hat, die Nachrichten mitzulesen und zum anderen kostet die App Geld (1,79 bei Apple und 1,60 bei Google) womit die Finanzierungsfrage des Anbieters auch geklärt seien könnte. Aber bis jetzt fehlt ein Windows Phone Client, welcher aber bei der aktuellen Nachfrage noch kommen wird.

Was nutzt Ihr für einen Messenger-Dienst ? und seid Ihr bereit Geld dafür zu zahlen, dass mit euren Daten verantwortungsvoller umgegangen wird, oder ist es euch egal?

Telegram Messenger
Preis: Kostenlos
Telegram
Preis: Kostenlos
LINE
Preis: Kostenlos+
LINE: Gratis-Anrufe
Preis: Kostenlos+
Threema
Preis: 3,49 €
Threema
Preis: 2,99 €

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