Ich lasse mir gerne gewisse Arbeiten durch Technik abnehmen und warum nicht auch bei der Gartenarbeit und genauer beim Mähen meines Rasens. Also bin ich im Frühjahr 2015 losgezogen und habe mir den Mähroboter R40Li (Link) von Gardena zugelegt.

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Mein Garten ist nicht besonders verwinkelt und knapp 400 Quadratmeter groß und das sind somit perfekte Voraussetzungen für den kleinen Helfer, welcher von meinen Kids den Namen „Robo“ bekommen hat.

Die Einrichtung bzw. Vorbereitung des Grundstücks ist recht einfach, auch wenn man hier je nach Größe und Lage des Gartens ein paar Stündchen Zeit einrechnen sollte. Im Lieferumfang findet man nämlich neben dem Mäher und der Ladestation auch 150 Meter Begrenzungskabel und 200 kleine Plastikhaken. Das Begrenzungskabel wird mit der Ladestation verbunden und zeigt dem R40Li dann die Grenze des Grundstücks bzw. des von Ihm zu beackernden Bereichs. Damit macht er dann vor einem Blumenbeet halt und fährt nicht mal eben zum Nachbarn rüber, oder sogar auf die Straße.

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Ein Stück des Kabels wird als sogenanntes Suchkabel verwendet, damit der R40Li auch aus der entlegensten Ecke des Grundstücks den Weg in die Ladestation findet. Wie und wo man das Kabel am besten verlegt, wird sehr verständlich mit Bildchen in der passenden Bedienungsanleitung erklärt.


Man muss das Kabel für die Begrenzung des Mähbereichs nicht aufwendig vergraben, weil es zum einen mit der Zeit im Boden verschwindet und zum anderen wird vor allem an Anfang hier und da noch justiert. Für das Suchkabel habe ich mit einem Spaten, einfach einen dünnen Schlitz von der Ladestation bis in die vor dort aus äußerste Ecke des Grundstücks in den Rasen gemacht und das Kabel somit direkt verschwinden lassen. Kurz um, hier ist ein bisschen an Vorarbeit zu leisten, aber danach muss man sich eigentlich nur noch um ein paar Rasenkanten kümmern.

Der R40Li mäht den Rasen nach einem freien Bewegungsmuster komplett selbstständig und schafft locker eine Rasenfläche um die 400 m² zuverlässig ohne Streifenbildung. Er kürzt die Spitzen der Grashalme konstant mit rasiermesserscharfen Messern in einer einstellbaren Schnitthöhe von 2 bis 5 cm und der Rasenschnitt bleibt als natürlicher Dünger auf dem Rasen liegen (Mulchprinzip).

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Sollte das Begrenzungskabel mal durchschnitten, oder die Mähfläche nachträglich angepasst werden, so kann man das Kabel ganz einfach wieder zusammenflicken bzw. neu verbinden. Dazu kann man entweder die Gardena Verbinder (Link) oder auch ganz normale und deutlich günstigere Lüsterklemmen verwenden.

Wer mehr Fläche als 400 m² hat, kann noch zum R70Li greifen (Link) und der schafft bis zu 700 m². Wenn dem R40Li der Saft ausgeht, lädt er seine Akkus selbstständig an der Ladestation wieder auf und führt dann seine Arbeit fort. Die Li-Ion Akkus reichen für ca. 60 Minuten Einsatz und brauchen 90 Minuten zum Aufladen und der Energieverbrauch beträgt 20 Watt. Beim größeren Bruder dem R70Li ist die Mähzeit identisch, aber Ladezeit 20 Minuten kürzer, aber ansonsten unterscheiden sich die beiden nicht.

Bedienung und laufende Kosten

Die Programmierung über das große Tastenfeld und beleuchtete Display ist intuitiv und benötigt nicht viel Zeit. Nach erfolgter Programmierung startet der R40Li automatisch zu den eingestellten Zeiten und arbeitet auch bei Regen und könnte wegen der geringen Lautstärke von nur 56 dB(A) auch sonntags zum Einsatz kommen.

 

Man kann 2 Mähperioden und individuelle Einsatztage festlegen. Ich habe es recht einfach gehalten und somit fährt der R40Li von Montag bis Freitag von 08:00 bis 14:00, weil in der Zeit wird der Garten selten genutzt und am Wochenende hat er frei. Er kommt also auf 3 Ladezyklen pro Tag mit insgesamt 270 Minuten und dieses halt 5 mal die Woche. Somit komme ich bei 24 ct/kWh auf 5,62€ Stromkosten im Jahr.


Zusätzlich müssen die 3 Messerklingen ersetzt werden und wie oft, hängt natürlich von Betriebszeit und Größe des zu mähenden Grundstückes ab, aber so etwa alle 3 Monate wird diese nötig sein. Die Messer (Link) kosten pro Stück knapp einen Euro und somit sind das im Jahr ca. 12 Euro an Kosten für die Messer.

Alle 3 Jahre muss man auch den Akku tauschen (kann man aber selber) und der liegt bei knapp 90,00€ (Link) und wenn man jetzt alles zusammenrechnet, kommt man auf recht überschaubare Jährliche Gesamtkosten von ca. 48,00€ inkl. Akku nach 3 Jahren.

Es gibt Bereiche im Garten, die der R40Li nicht selbständig erreichen kann. Bei uns ist das zum Beispiel der kleine Garten vor dem Haus, welcher durch einen kleinen Zaun vom hinteren Teil abgetrennt ist. In diesem Bereich ist zwar auch ein Begrenzungskabel vorhanden, aber ich muss der R40Li dort hin tragen. Hierzu kann man ihn auf Manuell schalten und er mäht dann den Bereich solange, bis seine Batterie leer ist.

Sicherheit wird groß geschrieben

Ein hochsensibler Kollisionssensor sowie das verlegte Begrenzungskabel sorgen dafür, dass der R40Li sich an Hindernissen im Garten nicht stört. Hebe- und Neigesensoren sowie ein großer Abstand zwischen Gehäuse und Messern garantieren zusätzliche Sicherheit für Mensch und Tier. So stoppen die Messer beispielsweise beim Anheben des Geräts sofort und verhindern damit Verletzungen. Über die große, gut erreichbare Stop-Taste kann der R40Li außerdem jederzeit gestoppt werden.

Gegen Diebstahl ist der R40Li mit einer PIN geschützt, welche vor jeder Änderung eingegeben werden muss und nur mit dem gültigen Produktregistrierungsschlüssel vom Hersteller zurückgesetzt werden kann. Es ertönt auch ein Warnton, wenn die PIN falsch, oder nach einem bestimmten Zeitraum noch nicht eingegeben wurde.

Fazit: Seit Monaten leistet der R40Li bei uns treue Dienste und ich kann ihn absolut weiterempfehlen und man bekommt bewerte Technik zu einen fairen Preis. Ich möchte definitiv nicht mehr von Hand mähen. Einmal Robo…immer Robo.

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3 Kommentare
  1. Sven sagte:

    Hallo, kennen Sie schon das Robonect H30x Modul? Das ist eine Anbindung des R40Li über WLAN, so dass dieser sich auch über das Handy, App und Heimautomatisierung steuern lässt.

    Antworten

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