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„Vernetzung“ ist seit Jahren das Schlagwort in allen möglichen Lebens- und Wirtschaftsbereichen, von Web 2.0 bis Industrie 4.0. Nach und nach erobert die Vernetzung auch die heimischen vier Wände, Smart-Home-Lösungen werden immer ausgeklügelter, umfangreicher und populärer. Optimal von der neuen Technologie profitieren kann man, indem man sie direkt beim Hausbau berücksichtigt und entsprechend plant. Aber auch Bestandsimmobilien lassen sich Smart-Home-tauglich machen – bis zu einem bestimmten Grad.

Vom Fernseher bis zur Datenleitung

Das ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass „Smart Home“ inzwischen sehr viele Bereiche abdeckt – das fängt bei Haushaltsgeräten an und endet mit integralen Bestandteilen der Bausubstanz. Der derzeit meistdiskutierte Smart-Home-Bereich ist sicherlich das IoT (Internet of Things). Hier steht die Verschmelzung von Netzwerktechnik mit Gegenständen des alltäglichen Gebrauchs im Mittelpunkt. Dazu gehören Smart-TVs genauso wie die App-gesteuerte Kaffeemaschine oder ein Windows-10-gesteuerter Kühlschrank, wie er auf der diesjährigen IFA zu sehen war. Auch sprachgesteuerte Digitale Assistenten wie Google Home oder Amazon Alexa, über die man entsprechend vernetzte Haushaltsgeräte in Zukunft wird steuern können, zählen dazu. Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs – oder das „Mobiliar im Haus“, um beim Thema zu bleiben.

Denn zwar lassen sich solche Systeme relativ problemlos in einer Bestandsimmobilie nachrüsten – das ist dann ohne größeren Aufwand aber lediglich über kabellose Funklösungen möglich. Schneller und weniger störungsanfällig ist die kabelgebundene Variante. Aber kaum jemand wird bereit sein, im Zuge einer Nachrüstung nachträglich Wände aufzureißen, um die benötigte Infrastruktur zu installieren – der finanzielle wie organisatorische Aufwand dafür ist einfach zu hoch.

Vorausschauend planen

Wer neu baut, sollte deswegen auch die Smart-Home-Tauglichkeit des neuen Zuhauses bei der Planung berücksichtigen. Das beschränkt sich nicht nur darauf, Kabel und Anschlüsse an die voraussichtlichen Standorte von vernetzten Haushaltsgeräten zu legen. Wer zum Beispiel Dinge wie Lichteinfall und Zimmertemperatur teil- oder vollautomatisch steuern oder ein smartes Alarm- oder Zutrittssystem installieren möchte, benötigt entsprechende Sensoren und Leitungen.
Auch das Thema Energieeffizienz ist ein Bereich, der der Planung und spezieller Infrastruktur bedarf. Besonders nachhaltig sind sogenannte Plusenergiehäuser. Ein solches Haus ist mit Solarthermie- und Photovoltaikanlage ausgestattet und produziert mehr Energie, als zur Selbstversorgung notwendig ist. Überschüssige Energie kann man entweder gegen eine Vergütung ins Stromnetz einspeisen oder selbst nutzen, etwa zum Laden eines Elektroautos. Hier helfen Smart-Home-Komponenten dabei, die Energie bedarfs- und wunschgerecht zu verteilen – also zum Beispiel nur dann Strom einzuspeisen, wenn die Batterien des Autos vollständig aufgeladen sind.

All das kostet natürlich mehr Geld als bei einem traditionellen Neubau, der mit Strom-, (Ab-)Wasser-, Fernseh- und Telefon-/Internetanschluss auskommt. Praktischerweise kann man aber unter Umständen von staatlicher Förderung profitieren. So werden Neubauten, die bestimmte Energiestandards erfüllen, über verschiedene Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert. Je höher die Energieeffizienz, desto umfangreicher ist die Förderung über besonders zinsgünstige Kredite und Zuschüsse.

Die KfW fördert auch energetische Sanierungsmaßnahmen, die die Energieeffizienz bestehender Immobilien verbessern. Ganz auf das Niveau eines Neubaus wird man so zwar nicht kommen, dennoch sind deutliche Verbesserungen hinsichtlich Energieverbrauch und Wohnqualität möglich. Wer neu baut, hat trotzdem die meisten Möglichkeiten – sofern er entsprechend plant.

 

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