Speediance Gym Monster 2 – Das smarte All-in-One-Homegym im Deep-Dive
Wenn Du wie ich das Fitnessstudio liebst, aber den Weg dorthin manchmal scheust, ist das Thema Homegym sicher schon länger auf Deinem Radar. Ich trainiere selbst seit Jahren regelmäßig mit smarten Geräten und Wearables, um Fortschritte messbar zu machen – vom Puls bis zur Regeneration. Doch als ich das Speediance Gym Monster 2 zum ersten Mal gesehen habe, war ich ehrlich gesagt skeptisch: Kann ein klappbares Gerät mit Elektromotor wirklich ein komplettes Fitnessstudio ersetzen? Nach mehreren Wochen Test im eigenen Smart Home kann ich sagen: Es kommt erstaunlich nah dran. In diesem Artikel nehme ich Dich mit auf einen detaillierten Deep-Dive – von der Hardware über die Einrichtung bis hin zu den smarten Trainingsfunktionen und aktuellen Entwicklungen im Speediance-Ökosystem.
Hardware und Design: Ein komplettes Fitnessstudio auf 0,9 Quadratmetern
Das Speediance Gym Monster 2 ist ein frei stehendes, motorisiertes Homegym, das auf nur 0,9 m² Trainingsfläche ein vollwertiges Studio ersetzt. Statt klassischer Hantelscheiben nutzt es einen digital gesteuerten Elektromotor, der Widerstände bis zu etwa 100 kg erzeugt – und das präzise auf 0,5 bis 1 kg genau. Dadurch lassen sich Trainingsreize sehr fein justieren, was vor allem für Einsteiger oder Reha-Training ideal ist. Zentraler Blickfang ist das 21,5-Zoll-Touchdisplay mit Full-HD-Auflösung. Es dient nicht nur zur Bedienung, sondern auch als Coach: Übungen, Programme und Fortschritte werden hier übersichtlich dargestellt. Die beiden Kabelzüge lassen sich in elf Positionen einrasten – vom Boden bis über Schulterhöhe. Damit sind sämtliche Grundübungen möglich: Kniebeugen, Bankdrücken, Rudern, Schulterzüge, Core-Workouts und vieles mehr. Die Bauweise ist massiv (etwa 85 kg Eigengewicht) und dennoch klappbar. Eingeklappt beansprucht das System nur rund 0,3 m² – perfekt für kleine Wohnungen. Die Materialien wirken hochwertig und langlebig, was auch in Tests von Heise und WIRED positiv hervorgehoben wurde. Wer die Variante „Family“ oder „Works+“ wählt, bekommt zusätzlich eine verstellbare Bank und eine Ruderstation – ideal, wenn Du ein möglichst breites Übungsspektrum abdecken möchtest.
Aufbau und Einrichtung: In einer Stunde startklar
Der Aufbau des Gym Monster 2 ist erstaunlich unkompliziert. Ich empfehle, ihn zu zweit vorzunehmen – das Gerät ist schwer, aber gut konstruiert. Der Bodenrahmen wird aufgeklappt, der obere Bügel eingehängt, und alle Teile rasten präzise ein. Werkzeug brauchst Du kaum, das Ganze dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Nach der mechanischen Montage folgt die digitale Einrichtung:
- WLAN-Verbindung herstellen: Über das Touchdisplay loggst Du Dich ins Heimnetz ein. Das ist wichtig, damit Software-Updates geladen werden können.
- Benutzerkonto anlegen: Du erstellst ein Speediance-Konto oder verbindest das Gerät direkt mit der Smartphone-App (iOS/Android). So werden Trainingsdaten synchronisiert.
- Bluetooth-Ring koppeln: Dieses kleine Gadget trägst Du am Finger. Es erlaubt Dir, während des Trainings Gewicht und Modus zu wechseln, ohne das Display zu berühren.
- Erstes Workout starten: Wähle eine der hunderten Übungen auf dem Display – das System führt Dich mit Videoanleitungen durch. Die Software passt das Gewicht automatisch an Deine Leistung an.
Nach etwa einer Stunde ist das Gym einsatzbereit. Was mir besonders gefällt: Die Kombination aus intuitiver Bedienung und präziser Steuerung. Man spürt direkt, dass hier Hardware und Software Hand in Hand arbeiten.
Training in der Praxis: Smart, sicher und datenbasiert
Das Herzstück des Speediance-Systems ist seine intelligente Trainingssteuerung. Statt einfach Gewichte zu heben, arbeitest Du mit digitalem Widerstand, den der Motor kontrolliert. Dadurch kann das Gerät verschiedene Modi simulieren – etwa konstante Spannung, exzentrisches Training oder variable Lastkurven. Während des Trainings erkennt das System automatisch Deine Bewegungsqualität und passt den Widerstand an. Über das Display oder den Ring kannst Du das virtuelle Gewicht jederzeit verändern. Alle Bewegungen werden erfasst und in Deinem Profil gespeichert. Nach dem Training erhältst Du eine detaillierte Auswertung: Sätze, Wiederholungen, Gesamtvolumen und beanspruchte Muskelgruppen. Besonders spannend wird es, wenn Du Wearables einbindest. Speediance unterstützt Bluetooth 5.0 – so lassen sich Herzfrequenzsensoren oder Smartwatches koppeln. Damit fließen auch Puls- und Kaloriendaten in die Analyse ein. In meinem Test konnte ich so sehr genau nachvollziehen, wie sich meine Herzfrequenz bei unterschiedlichen Widerständen verhält. Das ist nicht nur motivierend, sondern hilft auch bei der Trainingssteuerung und Regeneration.
Mini-Projekte: So nutzt Du Speediance optimal im Alltag
Um Einsteigern den Einstieg zu erleichtern, bietet Speediance zahlreiche Programme. Zwei Projekte, die ich besonders empfehlen kann: 1. Eigenes Home-Workout zusammenstellen: Starte mit einem kurzen Warm-up, etwa Ruderbewegungen oder Bandübungen. Dann wähle im Menü Deinen Trainingsfokus – zum Beispiel Oberkörper. Das System zeigt Dir passende Übungen an, inklusive Griffempfehlung. Mit dem Ring stellst Du das Gewicht ein, und der Coach auf dem Display führt Dich durch jede Wiederholung. Nach dem Training bekommst Du ein Feedback und Vorschläge für Dein nächstes Workout. 2. Smartes Training mit Wearable: Wenn Du eine Smartwatch oder einen Brustgurt nutzt, kannst Du diese mit der Speediance-App koppeln. Wähle ein HIIT- oder Puls-basiertes Programm, und sieh in Echtzeit, wie Deine Herzfrequenz reagiert. Nach dem Workout siehst Du alle Werte im Dashboard – eine großartige Möglichkeit, Training und Gesundheitstracking zu kombinieren.
Automatisierung und Datenanalyse: KI im Fitnessstudio
Ein klassisches Smart Home reagiert auf „Wenn-Dann“-Befehle – das Speediance-System denkt in Daten. Während Du trainierst, analysiert die Software Deine Bewegungen und passt Widerstände an. Nach der Einheit werden alle Informationen – Wiederholungen, Intensität, Muskelgruppen – in Deinem Profil gespeichert. Wenn Du zusätzlich Wearables oder Schlaftracker nutzt, fließen deren Daten ebenfalls ein. Die App erstellt daraus ein individuelles Leistungsprofil und gibt Empfehlungen, wann Du Dich erholen oder wieder trainieren solltest. So entsteht eine Art Fitness-Automation: Training → Datenerfassung → Analyse → Anpassung. Für mich ist das einer der größten Vorteile smarter Trainingssysteme – sie nehmen Dir die Planung ab und helfen, langfristig Überlastung zu vermeiden.
Kosten und Varianten: Was Du wissen solltest
Das Speediance Gym Monster 2 ist kein Schnäppchen, aber wenn man es mit einem Studio-Abo vergleicht, relativiert sich der Preis schnell. Das Basisgerät („Works“) kostet rund 3000 Euro, während die Varianten mit Bank und Ruderanbau bis zu 5000 Euro liegen können. Optional gibt es das Wellness+-Abo für etwa 30 € monatlich (oder rund 14 € bei Jahreszahlung). Dieses Abo erweitert die Coaching-Funktionen um KI-gestützte Empfehlungen. Wichtig: Auch ohne Abo funktioniert das Gym vollständig – alle Grundübungen, Programme und Videotrainings sind inklusive. Nur wer personalisierte Vorschläge und Premium-Kurse möchte, profitiert vom Zusatzpaket. Im Vergleich zu Konkurrenzsystemen wie Tonal oder Vitruvian ist Speediance oft günstiger und benötigt keine Wandmontage.
Vor- und Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Platzsparendes, klappbares Design | Hoher Anschaffungspreis |
| Präziser digitaler Widerstand (bis 100 kg) | Kein Ersatz für schweres Powerlifting |
| Intuitive Bedienung mit Touchscreen & Ring | Software teils mit Übersetzungsfehlern |
| Hundert+ Übungen & Video-Coaching integriert | Abhängigkeit von Strom & Elektronik |
| Kompatibel mit Wearables & App-Sync | Firmware-Updates nötig für Stabilität |
Unterm Strich überwiegen für mich die Vorteile klar: Speediance bringt echtes Studio-Feeling nach Hause, ohne dass Du auf smarte Analyse verzichten musst. Für Einsteiger und ambitionierte Hobbysportler ist das System ideal, während Powerlifter wohl eher zu klassischen Gewichten greifen werden.
Troubleshooting und Support
Wie bei jedem smarten Gerät kann es mal haken. Die gute Nachricht: Die meisten Probleme sind schnell gelöst.
- Bildschirm bleibt schwarz: Netzstecker prüfen, Sicherung kontrollieren, ggf. kurz stromlos machen.
- Bluetooth-Ring reagiert nicht: Gerät neu starten und Ring erneut koppeln.
- Motor zieht nicht richtig: Strom trennen, kurz warten und neu starten – oft hilft ein Reset.
- WLAN-Probleme: SSID und Passwort checken, alternativ Smartphone-Hotspot nutzen.
- Softwarefehler: Firmware-Update durchführen oder Support kontaktieren – Ersatzteile wie der Ring werden meist zügig geliefert.
Der Kundenservice gilt als zuverlässig, und auf der Herstellerseite findest Du detaillierte Anleitungen für Kalibrierung und Kontoeinstellungen.
Ausblick: Das Speediance-Ökosystem wächst
Seit 2024 baut Speediance seine Produktpalette konsequent aus. Auf der CES 2026 wurden neue Geräte vorgestellt: der Gym Nano – ein kompakter Kabeltrainer für unterwegs – und das Speediance Strap, ein Wearable ähnlich dem Whoop-Band. Dazu kommt der VeloNix-Bike-Anbau und ein Pilates-Set. Ziel ist ein vollständiges Fitness-Ökosystem, das Training, Erholung und Gesundheitstracking miteinander verbindet. Im Zentrum steht die Plattform Wellness+, die KI-gestützt Trainings- und Schlafdaten kombiniert. Damit entwickelt sich Speediance von einer reinen Hardwaremarke zu einem ganzheitlichen Anbieter digitaler Fitnesslösungen – spannend für alle, die ihr Training langfristig datenbasiert steuern möchten.
Nach mehreren Wochen mit dem Speediance Gym Monster 2 bin ich überzeugt: Das Konzept funktioniert. Für Einsteiger und ambitionierte Hobbysportler bietet es ein durchdachtes, platzsparendes und technisch ausgereiftes Trainingssystem, das echtes Studio-Feeling ins Wohnzimmer bringt. Die Kombination aus digitalem Widerstand, Video-Coaching und Datenanalyse ist beeindruckend. Natürlich hat das System Grenzen – wer maximale Gewichte bewegt oder ganz ohne Strom trainieren will, greift besser zu klassischen Lösungen. Doch für smarte Fitnessfans, die Fortschritt messen und Training effizient gestalten möchten, ist das Gym Monster 2 ein echter Gamechanger. Es zeigt, wohin die Zukunft des Home-Trainings geht: vernetzt, präzise und personalisiert.
Wenn Du Dein Training datenbasiert und platzsparend gestalten möchtest, lohnt sich ein genauer Blick auf das Speediance Gym Monster 2. Es verbindet moderne Technik mit klassischem Krafttraining – ein spannender Schritt in Richtung smarter Fitnesszukunft.










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