Viele verbinden mit BitTorrent das illegale Filesharing und bringen es in Verbindung mit Emule und anderen Peer-to-Peer Tauschbörsen, die durch Abmahnungswellen die Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben. Dabei kann BitTorrent Sync wesentlich mehr.

Die Technologie, die dahinter steht, ist sehr hoch entwickelt und bietet interessante Möglichkeiten die eigenen Daten an verschiedenen Orten synchron  zu halten. Man ist unabhängig von Cloud-Anbietern, die nur einen begrenzen Traffic und Speicher zulassen. Die Daten werden in einem P2P-Netzwerk nicht auf einem Server gespeichert, sondern, wie der Name Peer-to-Peer schon sagt direkt zwischen den Teilnehmern getauscht.

Ein Beispiel: Ihr habt Eure Fotosammlung auf einer NAS im Heimnetzwerk liegen und um auch regelmäßig eure Eltern oder Großeltern an den Erlebnissen teilhaben zu lassen, sollen verschiedene Ordner freigegeben werden. Eine Möglichkeit ist, dass Fotos per E-Mail versendet werden. Das ist weniger sinnvoll, da das Mail-Protokoll nicht für größere Datenmengen ausgelegt ist. Eine weitere Möglichkeit ist die Ablage in der Cloud. Wie aber schon im Artikel über die eigene Seafile-Cloud erwähnt, kann es nicht gewünscht sein, private Daten auf entfernten Server abzulegen. Daher die Alternative des eigenen Peer-to-Peer Netzwerks. Dies hört sich im ersten Moment nach viel Aufwand an. Die Installation und Konfiguration beschränkt sich aber auf wenige Klicks.

Der BitTorrent Sync Client wird auf den Rechnern installiert, die dem Netzwerk beitreten sollen. Das Programm erzeugt automatisch einen Schlüssel, der eindeutig und sicher ist. Dieser kann nun mit allen Personen getauscht werden, die dem Netzwerk beitreten sollen. Durch diesen Schlüssel finden sich die Teilnehmer automatisch, ohne dass zuvor die IP-Adressen manuell ausgetauscht werden müssen. Ab diesem Zeitpunkt ist ein P2P-Netzwerk aufgebaut und es können Daten in beide Richtungen ausgetauscht werden. Es können auch unterschiedliche Netzwerke aufgebaut werden.

Ich verwende dieses Prinzip um ein entferntes Backup meiner Daten durchzuführen. So synchronisiert sich meine NAS automatisch mit einer Anderen. Auch der Austausch von größeren Datenmengen ist hier kein Problem.

Eine sehr elegante Möglichkeit ist es auch, dieses Backup automatisch durchführen zulassen, ohne dass ein PC angeschaltet sein muss. Ich realisiere dies über meinen Raspberry Pi (Link) und wie schon im Artikel über die Seafile-Cloud erwähnt, sind die Anschaffungskosten für die Hardware mit ca. 50€ sehr überschaubar.

Hier die kurze Zusammenstellung der benötigten Komponenten:

Wie die Installation und die Konfiguration des Clients auf dem Raspberry Pi abläuft hat Jan Karres hier sehr detailliert beschrieben.

Fazit: Für mich eine sehr gute Alternative um wichtige Daten von meiner NAS zu sichern. Auch der Tausch von Urlaubsvideos und Fotos gestaltet sich so sehr leicht, für mich eine gute Möglichkeit hochauflösenden Fotos an meine Freunde weiterzugeben. Eine klare Empfehlung der Software!

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