Wer beruflich oder privat im Ausland unterwegs ist, schätzt die kostenlosen WLAN Zugriffspunkte um seine eigenen Roaming-Gebühren gering zu halten oder das vorhandene Datenvolumen zu schonen. Bei den meisten Hotspots ist der Empfang in der Hotel-Lobby oder an der Bar recht gut, doch allzu oft nimmt die Empfangsstärke auf den Zimmern sehr stark ab. Wer nun ein Zimmer im äußeren Bereich bezogen hat, guckt häufig komplett in die Röhre.

QGenie-Acess-Point_newSo ist es auch mir in meinem letzten Urlaub ergangen. Doch durch Zufall kam ich auf eine zündende Idee, die dem Problem Abhilfe schaffen sollte.

Viele Hotels setzen mittlerweile nicht mehr auf eigene Telefonanlagen mit analogen Geräten sondern, auf IP-Telefone. Der Vorteil daran ist, dass diese einen Netzwerkanschluss benötigen. Somit ist schon mal dafür gesorgt, das die passende Dose im Zimmer vorbaut ist.

Auf dem Bild seht Ihr ein CISCO IP-Telefon, wie es häufig im Büro oder aber im Hotelzimmer Verwendung findet. Ich habe also das Kabel aus dem IP-Telefon gezogen und in meine QNAP QGenie (Link) gesteckt. Über die App habe ich mir per DHCP eine IP-Adresse zuweisen lassen. Anscheinend sind hier keine MAC-Filter oder sonstige Sicherheitseinrichtungen aktiv gewesen, sodass dies auch ohne Probleme geklappt hat. Mein QGenie, der in diesem Fall als Router fungiert, hat eine passende IP-Adresse und ein Gateway zugewiesen bekommen.

Qfile
Preis: Kostenlos

Voila: Das eigene WLAN-Netz stand. Das Schöne an dem eigenen WLAN ist, dass keine andere Person darauf Zugriff hat und die WLAN-Verbindung AES verschlüsselt werden kann. Leider sind ja viele Hotel WLANs ungesichert und somit ist es sehr leicht Daten abzufangen.

Die Geschwindigkeit war bei meinem Aufbau deutlich höher als das WLAN in der Lobby. Damit der Akku nicht nach kurzer Zeit schlapp macht, habe ich den QGenie noch ans Stromnetz gehängt und unter Bett verschwinden lassen, damit die Reinigungskraft gar nicht erst auf dumme Ideen kommt ;-)

Ob dieser Trick in allen Hotels funktioniert, bleibt natürlich dahingestellt, doch ein Versuch ist es zumindest wert. Um ein eigenes WLAN aufzubauen eignen sich auch andere Geräte, die etwas günstiger sind als mein QGenie (den ich normalerweise als Fototank nutze). Vorgestellt habe ich euch bereits den Netgear PR2000 (Link zum Bericht). Dieser ist etwas günstiger und hat eine höhere Netzwerk-Funktionalität. Natürlich könnt Ihr auch direkt euer Notebook an die Dose hängen und bekommt per DHCP die passenden Daten.

Dann viel Spaß beim ausprobieren! Gerne könnt Ihr mir auch schreiben oder Posten, welche Hotels diese Art von Access-Point zulassen!

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