Gasgrills sind in vielerlei Hinsicht eine saubere Sache, es ersteht beim Grillen sehr wenig Rauch, dadurch können diese Grills auch sehr gut in der Stadt und auf dem Balkon verwendet werden, ohne dass die Nachbarn gleich auf die Barrikaden gehen. Ich habe bereits vor einigen Wochen einen Artikel über den Umbau von einem Weber Q1200 auf eine stationäre Gasflasche geschrieben. Der Hersteller liefert den Grill mit einem Gasdruckregler aus, der mit Einwegkartuschen betrieben werden kann.

Gasregler

Für den mobilen Einsatz ist das auch eine super Lösung, doch da ich meinen Grill eigentlich immer auf dem Balkon verwende, werden die Kartuschen leider auf Dauer etwas teuer. Darum habe ich den Grill auf eine feste Gasflasche umgebaut. Auf meinen Artikel habe ich viele Mails bekommen, viele Leute fragen sich, welchen Regler sie genau brauchen und fühlen sich beim Umbau von ihrem Gasgrill unsicher.

Diese Anleitung ist natürlich nicht nur für Weber Grills, sondern auch für Fabrikate von Landmann und Co. Doch welchen Gasregler benötige ich für meinen Grill?

Jeder Grill, der in Deutschland offiziell verkauft wird, ist für einen Gasdruck von 50 mbar ausgelegt. Die Gasdüsen sind darauf ausgerichtet, dass ein Druckregler 50 mbar Vordruck liefert. So kann der Grill seine Nennleistung erreichen. Mit diesem Druck kann der Grill optimal arbeitet und stellt auch kein Sicherheitsrisiko dar.

Wer also seinen 50 mbar Gasgrill von einem Gasdruckregler für Einwegkartuschen auf einen Druckregler für eine 5 oder 11 kg Flasche umbauen will, benötigt einen 50 mbar Druckregler.

Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, ob Euer Grill aus Deutschland ist, dann solltet Ihr unbedingt in die Bedienungsanleitung oder aber auf das Typenschild am Grill schauen. Hier ist genau beschrieben, für welchen Druck der Grill ausgelegt ist.

Doch was ist mit dem Grill, den ich günstig in Dänemark oder den Niederlanden gekauft habe?

Deutschland ist wie so oft in der Welt mal wieder die Ausnahme. In großen teilen Europas sind Gasgeräte wie auch Grills auf einen Druck von 30 mbar ausgelegt. Häufig bekommt Ihr Weber Grills in dänischen Baumarkt-Ketten wesentlich günstiger als bei uns in Deutschland. Wenn Ihr diesen Grill auf eine Gasflasche umrüsten wollt, solltet Ihr allerdings darauf achten, dass dieser nicht mit 50 mbar, sondern mit nur 30 mbar betrieben werden muss.

Gasflasche

Die Düsen sind für einen geringeren Druck ausgelegt. Der Druck hat nichts damit zu tun, dass der Grill nicht heiß genug wird. Bei einem 30 mbar Grill ist der Druck zwar kleiner, es wird aber ein höhere Volumenstrom (die Menge an Gas) durchgelassen, sodass ein 50 mabr und ein 30 mbar Grill auf ähnliche Heizleistungen kommen.

Es ist jedoch gefährlich, einen 30 mabr Grill mit einem 50 mbar Druckregler zu betreiben, da der Grill dadurch überhitzen und Schaden nehmen kann.

Daher solltet Ihr unbedingt darauf achten, dass Ihr den richtigen Druckminderer für Euren Grill verwendet. Wenn also Euer Grill aus dem Ausland kommt, dann wird dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Druck von 30 mbar arbeiten, ihr benötigt dann diesen Druckminderer um den Umbau auf eine Gasflasche durchführen zu können.

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2 Kommentare
  1. Klaus Hölzel sagte:

    ich habe einen Gasgrill zum Anschluß an eine Gasflasche. Was ist der Unterschied bei einem 50mbar Regler zwischen 1 kg/h und 1,5 kg/h
    Vielen Dank.
    Gruß Klaus

    Antworten
  2. Martin sagte:

    Hallo Sebastian ich habe mir aus dem DK Urlaub einen gasgrill gekauft der mit 30 bar betrieben wird habe mir jetzt einen regelbaren druckmindrrer gekauft der stufenlos von 30 auf 50 bar zu regeln ist doch leider passt der Schlauch nicht auf den grill hast du eine Idee was ich da machen kann ? Vom Grill geht nur ein zapfen ab wo der Schlauch drauf gesteckt wird und mit einer schlauklemme befestigt wird doch der zapfen ist zu dick das ich den Schlauch dort sicher befestigen kann
    MfG Martin

    Antworten

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