Steigende Energiepreise und ein höher werdendes Umweltbewusstsein lassen uns stetig nach alternativen Leuchtmitteln suchen, die weniger Energie verbrauchen als herkömmliche Glühlampen oder ältere Energiesparlampen. LEDs sind da nicht neu, doch häufig waren diese nur mit einer kalten Farbtemperatur verfügbar, sodass der Austausch des Leuchtmittels zwar eine Energieersparnis jedoch keinen Komfortgewinn einbrachte.

GU10 230V LED

Daher waren die LEDs längere Zeit etwas verpönt, schnell konnte man so in sein gemütliches Wohnzimmer die Atmosphäre eine Zahnarztpraxis bringen. Mit aktuell am Markt verfügbaren LEDs ist dieses Problem längst kein Thema mehr. Warmes Licht bekommt Ihr z.B. mit 2700 Kelvin.

Bei mir im Badezimmer waren noch ältere GU10 Reflektorlampen verbaut, die mit jeweils 50 Watt verbrauchten. Der Abstrahlwinkel von 110° ließ das Licht sehr gleichmäßig wirken, sodass auch entstehende Schatten von der benachbarten Leuchte überstrahlt wurden. Da die 3 Leuchten recht regelmäßig genutzt werden (in Summe 150 Watt!) kommen hier über das Jahr gesehen erhebliche Kosten zusammen.

Bei 3 Stunden Betrieb am Tag entstehen so pro Jahr etwa 40€ Stromkosten nur für diese 3 Halogenleuchten.

Rechnung = 150 Watt * 3 Stunden * 365 Tage * 0,24 €/kWh = 39,42 €.

Da es mittlerweile recht gute 230V LEDs gibt, die direkt in die alte GU10 Fassung 230V eingesetzt werden können, habe ich mir LED von Sebson gekauft. Diese haben eine sehr ähnliche Farbtemperatur und einen Abstrahlwinkel von 110°.

Da die Leuchten mit zuvor 50 Watt doch etwas hell waren habe ich gleichzeitig die Leistung auf reduziert. Die LEDs bieten nun eine äquivalente Leistung zu einer 35 Watt Halogenleuchte. Der Lichtstrom sind pro Leuchtmittel 300 Lumen. Die Kosten für ein 4er-Set sind mit ca. 18€ sehr überschaubar und amortisieren sich bereits im ersten Jahr.

Hier die Rechnung dazu:

3* 3,5 Watt * 3 Stunden * 365 Tage * 0,24 €/kWh = 2,76€

Anhand dieser Rechnung ist schnell ersichtlich, dass sich eine Investition in LED Leuchten sehr schnell bezahlt macht. Effektiver kann man in den eigenen 4 Wänden die Energiekosten nicht drücken.

Zu beachten ist, dass diese LED nicht gedimmt werden können. Wer seine LEDs auch in der Helligkeit regulieren möchte, sollte sich die Philips Leuchtmittel ansehen.

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3 Kommentare
  1. Fipsy sagte:

    Der Vollständigkeit halber würde ich aber auch die Jahreskosten der 5W-LED (=50W) mit aufführen, denn wer mit der 50W-Helligkeit zufrieden ist wird mit den 3,5W-LED nicht zufrieden sein.

    Antworten
  2. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Hallo Matthias, welche Leuchten hast Du verwendet? Wenn man von Halogen auf LED umrüstet, wird die benötigte Energie ja geringer, daher ist der Querschnitt in diese Richtung unkritisch. Aber danke für den Hinweis.

    Antworten
  3. Matthias sagte:

    Habe ich ebenso gemacht. Das ging ganz gut da die Verkabelung auch von den „alten“ Transformatoren zu den Hallogen Stralern einen passenden Querschnitt boten. Darauf sollte m.M. nach geachtet werden.

    Antworten

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