Schon häufiger erreichten uns Anfragen von euch bezüglich der Reichweite von Homematic Geräten und/oder Problemen, die durch Störsender ausgelöst wurden. Ein Störsender kann dabei beispielsweise ein beliebiger Sender im 868 MHz Bereich sein, oder aber auch mal ein Homematic-Sender, der Dank einem niedrigen Batteriestand zum Dauersender mutiert, …

Zugegeben: Der neue Radio Analyser (RFA) von eQ-3 ist eher ein Installateurs-Werkzeug und mit 59,95 Euro (als Bausatz!) nicht ganz günstig. Hiermit habt ihr nun aber die Möglichkeit, auf Suche nach beliebigen Sendern im 868 MHz Bereich zu gehen.

Wir sehen für den Radio Analyser die folgenden Einsatzbereiche:

Reichweitenermittlung

Dank der Möglichkeit, ein Homematic Telegramm absetzen zu können und mit einem zweiten RFA nach Homematic Telegrammen zu „sniffen“, könnt ihr schon vor der anstehenden Funk-Installation einen ersten groben Reichweitentest machen. Wie wir im ersten Test erkennen konnten, handelt es sich um das gleiche Funkmodul, welches in den aktuellen Homematic IP Geräten enthalten ist.

Störsender (Homematic / Homematic IP / MAX) oder zweiten RFA ausfindig machen

Durch die Möglichkeit, nur nach Homematic oder auch Homematic IP (oder beiden zeitgleich) Telegrammen zu suchen, könnt ihr eventuelle Störsender in eurer eigenen Installation ausfindig machen. Hierzu läßt sich die Empfindlichkeit des Empfängers verändern, so dass ihr erstmal „grob“ auf die Suche gehen könnt und bei Näherkommen in einen unempfindlicheren Modus wechseln könnt. Es stehen hierfür 5 verschiedene Empfindlichkeitseinstellungen zur Verfügung. Das Gerät kann bei der Telegramm-Erkennung sogar zwischen klassischen Daten und Präambel-Daten (Burst-Geräte bspw. Keymatic) unterscheiden. Ebenso gibt es ein Suchmodus für die älteren MAX Geräte des Herstellers eQ-3.

Generelle Aussendungen (868 MHz)

Neben den hauseigenen eQ-3 Protokollen kann auch einfach nur nach Sendern im 868 MHz Bereich gesucht werden. Für einen ersten Test wurde unsererseits einfach mit Fahrzeug-Handsendern gearbeitet, die im gleichen Frequenzbereich arbeiten. Dieser Modus ist vor allem dann sinnvoll, wenn ihr häufig keine Kommunikation zu euren Geräten herstellen könnt. Das Homematic IP Protokoll verwendet das sogenannte „Listen before Talk“ Verfahren, bei welchem eine Aussendung erst dann getätigt wird, wenn der Kanal frei ist. Sollte dieser dauerhaft von einem anderen 868 MHz Gerät belegt sein (bspw. eine Funk-Wetterstation), so kann keine Kommunikation zwischen CCU/AccessPoint und den Funk-Komponenten erfolgen.

Aufbau des Bausatzes

Obgleich ELV den EQ3-RFA als Bausatz anbietet, ist es eigentlich keiner. Im Paket sind drei Teile enthalten: Gehäuseoberteil, Gehäuseunterteil sowie die innenliegende Platine. Das Gehäuse wird nur noch zusammengeklickt und mit 2 AA Batterien (sind im Lieferumfang enthalten!) betrieben.

Fazit

Auch wenn viele es anders sehen werden, ich persönlich finde, es handelt sich hierbei um ein nützliches Gerät, um die oben aufgeführten Anwendungsbereiche abzudecken. Vor allem die Möglichkeit ein Homematic Telegramm absetzen zu können, ist für Reichweitentests (in Objekten, die noch ohne HM-Installation ausgestattet sind) eine Erleichterung bei der späteren Positionierung.

Natürlich könnte man sich so etwas auch mit Display und Anzeige der einzelnen Telegramm-Daten wünschen, für eine einfache Suche auf der Baustelle ist dieses Gerät aber völlig ausreichend.

Viel Spaß beim „Sniffen“ :)

4 Kommentare
    • Avatar
      Michael sagte:

      Hallo Jérôme,

      Ja, dein DIY Projekt ist mir auch schon ins Auge gefallen, daher der dezente Hinweis in meinem Bericht :) Danke nochmal für den Link und dein Engagement im Selbstbaubereich!

      Viele Grüße
      Michael

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