Shelly Plug S🛒 vs. Alternativen: Welcher Smart Plug passt zu dir?
Wenn du dein Zuhause smarter machen willst, kommst du an einem Thema kaum vorbei: intelligente Steckdosen. Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Versuch, den Stromverbrauch meiner alten Kaffeemaschine zu messen – damals war der Shelly Plug S🛒 für mich die perfekte Lösung. Heute gibt es aber unzählige Alternativen, die mit Cloud-Anbindung, Zigbee oder Matter-Unterstützung daherkommen. Da verliert man schnell den Überblick. In diesem Artikel vergleiche ich den Shelly Plug S🛒 mit seinen gängigsten Konkurrenten und zeige, welcher Smart Plug für welches Einsatzszenario wirklich Sinn macht – egal, ob du Strom sparen, Geräte automatisieren oder einfach nur deine Steckdose smarter machen willst.
Was macht den Shelly Plug S🛒 besonders?
Der Shelly Plug S🛒 ist ein kompakter WLAN-Zwischenstecker, der Geräte bis zu rund 2300 Watt (10 Ampere) schalten kann. Er misst dabei gleichzeitig die aktuelle Leistung (in Watt) und den Energieverbrauch (in Kilowattstunden). Das Besondere: Er funktioniert komplett ohne Hub – du brauchst also kein zusätzliches Gateway. Einfach in die Steckdose stecken, mit dem heimischen 2,4-GHz-WLAN verbinden und schon kannst du über die Shelly-App oder Home Assistant loslegen. Ein weiterer Pluspunkt: Die Integration in offene Systeme. Shelly unterstützt MQTT, CoAP und HTTP (REST-API). Damit kannst du den Plug direkt in Plattformen wie Home Assistant, Amazon Alexa oder Google Assistant einbinden. Besonders spannend finde ich die lokale Steuerung – kein Cloud-Zwang, keine Abhängigkeit vom Internet. Das ist nicht nur datenschutzfreundlich, sondern auch stabiler im Alltag. Was die Messgenauigkeit betrifft, schneidet der Shelly Plug S🛒 laut Tests sehr gut ab. Der Eigenverbrauch liegt unter 1 Watt – also vernachlässigbar gering. Ein kleiner Nachteil: Sehr niedrige Lasten unter etwa 2 Watt werden oft nicht erfasst. Das spielt aber nur bei Kleinstverbrauchern eine Rolle, etwa LED-Lampen oder Ladegeräte im Standby.
Installation und Integration: Einfachheit zählt
Die Einrichtung ist für Einsteiger angenehm unkompliziert. Du steckst den Plug in die Steckdose, öffnest die Shelly-App und folgst den Schritten, um ihn mit deinem WLAN zu verbinden. Wichtig: Das funktioniert nur mit 2,4-GHz-WLAN, also kein 5-GHz-Frequenzband. Wenn du Home Assistant nutzt, kannst du den Plug direkt über die Shelly-Integration hinzufügen. Der Ablauf ist simpel:
- Home Assistant öffnen → Einstellungen → Geräte & Dienste.
- „Integration hinzufügen“ wählen und nach „Shelly“ suchen.
- Den gefundenen Plug bestätigen – fertig!
Danach steht der Plug im Dashboard zur Verfügung. Du siehst dort nicht nur den Schalter zum Ein- und Ausschalten, sondern auch Sensoren für Leistung und Energieverbrauch. Besonders praktisch: Im Energy-Dashboard von Home Assistant kannst du den Shelly als Energiequelle hinzufügen und den Verbrauch deiner Geräte grafisch verfolgen. Seit der Version 2026.1 ist das Dashboard noch benutzerfreundlicher geworden, etwa mit einem festen Datumswähler zum direkten Vergleich von Tages- oder Wochenwerten.
Alternativen im Vergleich: TP-Link, Homematic & Eufy
Natürlich ist der Shelly Plug S🛒 nicht die einzige Option auf dem Markt. Hier ein Überblick über gängige Alternativen und ihre Stärken:
| Modell | Verbindung | Besonderheiten | Preisbereich |
|---|---|---|---|
| Shelly Plug S🛒 | WLAN (lokal) | Präzise Messung, kein Hub nötig, MQTT-Unterstützung | ca. 20–25 € |
| Homematic IP Schaltsteckdose🛒 | 868 MHz Funk (über Access Point) | Sehr stabil, Teil eines geschlossenen Systems, Hub erforderlich | ca. 40–50 € |
| TP-Link Tapo P110🛒 | WLAN (Cloud) | Einfache App, Verbrauchsmessung, Cloud-Zwang | ca. 15–20 € |
| Anker Eufy Smart Plug🛒 | WLAN (Cloud) | Solide Verarbeitung, einfache Alexa-Integration | ca. 20–25 € |
Die Unterschiede liegen also weniger im Grundprinzip – alle können Strom schalten und messen – sondern in der Art der Integration. Während TP-Link und Eufy auf Cloud-Dienste setzen, arbeitet Shelly komplett lokal. Homematic IP wiederum nutzt ein proprietäres Funkprotokoll, das sehr stabil läuft, aber einen eigenen Access Point voraussetzt. Wenn du bereits ein Homematic IP-System betreibst, macht es natürlich Sinn, bei diesem Ökosystem zu bleiben. Für alle anderen, die eine offene, flexible Lösung suchen, ist der Shelly Plug S🛒 oft die praktischere Wahl.
Praktische Einsatzszenarien: Strom sparen mit Automatisierung
Ein Smart Plug ist mehr als nur ein ferngesteuerter Schalter. Richtig eingesetzt, hilft er dir aktiv beim Energiesparen. Ich nutze den Shelly Plug S🛒 z. B. für zwei typische Automationen:
1. Verbrauchsmonitoring
Mit dem Shelly Plug S🛒 kannst du den Energieverbrauch einzelner Geräte überwachen – etwa von Kaffeemaschinen, Aquarienpumpen oder TV-Geräten. Das hilft, Stromfresser zu identifizieren und gezielt zu reduzieren. Im Home Assistant Energy-Dashboard siehst du den Verbrauchsverlauf über Tage oder Wochen und kannst Trends erkennen.
2. Automatische Abschaltung bei Standby-Verbrauch
Wenn ein Gerät im vermeintlich ausgeschalteten Zustand noch Strom zieht, kannst du mit Home Assistant eine einfache Regel anlegen:
Wenn der gemessene Verbrauch über X Watt liegt (z. B. 3 W) und das länger als Y Minuten anhält, dann schalte die Steckdose aus.
Damit lassen sich unnötige Stromverluste vermeiden – und du musst dich nicht mehr darum kümmern, ob du den Fernseher oder Drucker ausgeschaltet hast.
Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile des Shelly Plug S🛒:
- Einfache WLAN-Einbindung ohne zusätzlichen Hub
- Präzise Leistungsmessung bei geringem Eigenverbrauch (<1 W)
- Lokale Steuerung – keine Cloud nötig
- Kompatibel mit Alexa, Google Assistant und Home Assistant
- Kostengünstig (ca. 20 €)
Nachteile:
- Nur 2,4 GHz WLAN (kein 5 GHz oder Mesh)
- Niedrige Lasten unter ~2 W werden nicht erkannt
- Abhängigkeit vom WLAN-Router (bei Ausfall keine Steuerung)
- Keine native Matter-Unterstützung (erst bei Gen3-Modellen)
Gerade für DIY-Fans und Datenschutzbewusste überwiegen für mich klar die Vorteile. Die lokale Steuerung ist ein echtes Plus – besonders, wenn du dein Smart Home mit Home Assistant betreibst.
Troubleshooting und Support
Wenn der Plug mal nicht so will, wie du möchtest, lohnt sich ein Blick auf die typischen Stolperfallen:
- Gerät wird nicht gefunden? Prüfe, ob der Plug im WLAN angemeldet ist und Home Assistant im selben Netzwerk läuft. Ggf. Router oder Firewall prüfen.
- Keine Verbrauchswerte? Aktiviere lokale Kommunikation (CoAP/MQTT) in den Shelly-Einstellungen und aktualisiere die Firmware.
- Energy-Dashboard zeigt nichts an? Stelle sicher, dass du den richtigen Energiesensor in Home Assistant unter „Energie“ ausgewählt hast.
Falls gar nichts hilft, lohnt sich ein Blick ins Shelly-Forum oder die Home Assistant Community – dort findest du viele Erfahrungsberichte und Lösungen.
Fazit: Für wen welcher Smart Plug am besten passt
Wenn du eine offene, flexible und lokal steuerbare Lösung suchst, ist der Shelly Plug S🛒 eine hervorragende Wahl – besonders in Kombination mit Home Assistant. Er misst zuverlässig, ist günstig und funktioniert auch ohne Cloud. Für Nutzer, die lieber ein komplett geschlossenes System mit hoher Stabilität bevorzugen, ist Homematic IP sinnvoll. Und wer einfach nur eine unkomplizierte Cloud-Steckdose für Alexa oder Google sucht, kann mit TP-Link oder Eufy ebenfalls glücklich werden. Unterm Strich gilt: Der beste Smart Plug ist der, der zu deinem System und deinen Bedürfnissen passt. Wenn du dein Smart Home Schritt für Schritt ausbauen willst, startest du mit dem Shelly Plug S🛒 auf jeden Fall auf einem soliden Fundament.
Ein smarter Zwischenstecker ist oft der erste Schritt in Richtung automatisiertes Zuhause – und mit dem Shelly Plug S🛒 bekommst du ein leistungsfähiges, offenes und bezahlbares Werkzeug an die Hand. Ob du Energie sparen, den Komfort steigern oder einfach mehr Transparenz über deinen Stromverbrauch willst: Der Shelly Plug S🛒 bietet dir dafür alle Grundlagen. Wenn du ohnehin mit Home Assistant arbeitest oder planst, dein Smart Home lokal und unabhängig zu gestalten, ist er meiner Erfahrung nach die beste Wahl für den Einstieg.
Wenn du mehr über die Integration von Shelly-Geräten in Home Assistant erfahren möchtest, findest du auf technikkram.net viele praktische Anleitungen und Automationsideen – schau gerne vorbei!










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