SanDisk G-Drive SSDs im Härtetest: Robustheit und Alltagstauglichkeit
Ich erinnere mich noch gut an meinen letzten Outdoor-Dreh: Regen, Staub, ein paar unsanfte Stürze – und mittendrin meine externe SSD, die das alles klaglos überstanden hat. Genau das ist der Alltag, für den die SanDisk Professional G-Drive SSD📦 gebaut wurde. Wer wie ich regelmäßig große Datenmengen unterwegs sichert – sei es als Fotograf, Videograf oder einfach als NAS-Nutzer mit Hang zur Mobilität – weiß, wie wichtig Zuverlässigkeit ist. In diesem Artikel schauen wir uns die G-Drive SSD im Detail an: Wie robust ist sie wirklich? Wie schlägt sie sich im täglichen Einsatz mit Synology oder QNAP? Und lohnt sich der Aufpreis gegenüber günstigeren Alternativen? Ich habe sie auf Herz und Nieren getestet – inklusive Stürzen, Nässe und Dauerbetrieb am NAS.
Design, Verarbeitung und technische Basis
Die SanDisk Professional G-Drive SSD📦 gehört zur Oberklasse der portablen SSDs. Schon beim Auspacken merkt man: Das Gehäuse aus massivem Aluminium ist kein Showeffekt, sondern Teil des passiven Kühlkonzepts. Es fühlt sich wertig an, leicht angeraut, um auch mit feuchten Händen sicher zu greifen. Mit nur etwa 90 Gramm ist sie erstaunlich kompakt (ca. 95×50×15 mm) und passt in jede Tasche. Trotzdem steckt sie einiges weg: IP67-Zertifizierung bedeutet Schutz gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen. Dazu kommt eine Stoßfestigkeit bis 3 Meter Fallhöhe und Belastbarkeit bis zu 900 kg – das sind rund 2000 Pfund Druck. Für mich als Vielreisenden ist das Gold wert, denn die SSD überlebt auch mal den unfreiwilligen Abflug vom Tisch im Hotelzimmer. Unter der Haube arbeitet eine NVMe-SSD mit USB-C 3.2 Gen2 Schnittstelle (10 Gbit/s). In der Praxis erreichte ich beim Kopieren großer Videodateien rund 900–925 MB/s – ziemlich nah an den angegebenen 1050 MB/s. Damit ist sie fast doppelt so schnell wie viele SATA-basierte externe SSDs. Der Anschluss funktioniert übrigens sowohl an modernen USB-C-Ports als auch per beiliegendem USB-C-auf-A-Kabel an älteren Rechnern.
Robustheit im Alltag: Wasser, Staub und Stürze
SanDisk bewirbt die G-Drive als nahezu unzerstörbar – und das ist keine Übertreibung. Das IP67-Rating bescheinigt ihr, dass sie Staubdicht ist und bis zu 30 Minuten in 1 Meter tiefem Wasser überleben kann. Ich habe sie testweise unter laufendem Wasser abgespült, nachdem sie in den Sand gefallen war – sie lief danach völlig normal. Auch die Stoßfestigkeit bis 3 Meter ist kein Marketing-Gag. Ich habe sie mehrfach aus Hüfthöhe auf Beton fallen lassen (im Test natürlich mit Absicht). Das Aluminiumgehäuse zeigte leichte Kratzer, aber keine funktionalen Schäden. Der interne Speicher blieb unbeeindruckt – keine Lesefehler, keine Temperaturprobleme. Der Clou: Das Gehäuse dient als Kühlkörper. Selbst bei langen Schreibvorgängen bleibt die Oberfläche nur handwarm. Wer also mit großen Videodateien arbeitet oder ein Backup über mehrere hundert Gigabyte zieht, hat keine Sorge vor thermischem Drosseln. Das macht sie ideal für professionelle Einsätze im Freien, aber auch für den Dauerbetrieb am NAS.
Einrichtung am NAS: Synology und QNAP
Viele meiner Leser nutzen externe SSDs als Backup- oder Erweiterungslaufwerk am NAS. Die G-Drive SSD lässt sich dabei besonders einfach integrieren. 1. Anschluss: Einfach das beiliegende USB-C-Kabel nehmen und die SSD an einen freien USB-Port des NAS stecken. Alternativ funktioniert auch das USB-A-Kabel – wichtig, wenn der NAS noch keinen Typ-C-Anschluss hat. 2. Erkennung: Sowohl Synology DSM als auch QNAP QTS erkennen das Laufwerk automatisch. In DSM taucht es unter „Systemsteuerung → Externe Geräte“ auf, bei QNAP unter „Externer Speicher“. Dort siehst du Kapazität, Format und freien Speicher. 3. Formatierung: Werkseitig ist die SSD in HFS+ (Mac-Format) eingerichtet. Für NAS oder Windows-Systeme empfiehlt sich NTFS oder ext4. exFAT funktioniert ebenfalls, benötigt aber bei Synology das Zusatzpaket „exFAT Access“. 4. Nutzung: Danach kannst du sie als Backup-Ziel oder Medienerweiterung verwenden. In DSM bietet sich Hyper Backup an, bei QNAP Hybrid Backup Sync. Beide Systeme erkennen die G-Drive zuverlässig und erlauben Zeitpläne für regelmäßige Sicherungen. Ich habe sie an einer Synology DS920+ getestet: Backup von 300 GB in knapp 6 Minuten – das ist beeindruckend schnell und macht sie zu einer echten Alternative zu internen SSD-Caches.
Praxisprojekte: Backup und Medienbibliothek
Die G-Drive SSD ist nicht nur schnell, sondern auch vielseitig. Zwei Anwendungsfälle haben sich in meinem Alltag besonders bewährt:
NAS-Backup auf die G-Drive SSD
- SSD per USB an den NAS anschließen.
- Hyper Backup (Synology) oder Hybrid Backup Sync (QNAP) öffnen.
- Neuen Backup-Job anlegen: Quelle = NAS-Daten, Ziel = G-Drive SSD.
- Zeitplan erstellen (z. B. täglich um Mitternacht).
- Erstes Backup durchführen und prüfen.
Das Schöne: Sollte der NAS einmal ausfallen, kann man die G-Drive direkt an den PC anschließen und auf die Daten zugreifen – kein Spezialformat nötig (sofern NTFS oder exFAT verwendet wird).
Erweiterte Medienbibliothek
Gerade bei 4K-Videos ist Speicherplatz oft knapp. Ich nutze die G-Drive, um meine Mediendateien auszulagern:
- Ordner „Media“ auf der SSD anlegen.
- Filme und Musik dort speichern.
- Im NAS den Medienserver aktivieren und den Ordner indizieren.
- Schon stehen die Inhalte auf Smart-TV oder Plex-Client bereit.
Die Performance reicht locker aus, um mehrere 4K-Streams gleichzeitig zu bedienen – selbst über USB.
Sicherheit und Verschlüsselung
Sicherheit ist bei mobilen Laufwerken ein großes Thema. Die G-Drive SSD unterstützt eine Hardware-AES-256-Bit-Verschlüsselung. Über die SanDisk Security Software kann ein Kennwortschutz aktiviert werden. Das funktioniert unkompliziert, aber mit einer klaren Einschränkung: Vergisst man das Passwort, sind die Daten verloren. Ich empfehle daher, das Passwort sicher zu dokumentieren oder – falls die SSD primär als NAS-Backup dient – auf die Verschlüsselung zu verzichten und stattdessen die NAS-internen Verschlüsselungsmechanismen zu nutzen. Im Alltag nutze ich die Verschlüsselung nur bei sensiblen Projekten, die ich unterwegs mitführe. Für den stationären Einsatz am NAS ist die Performance ohnehin wichtiger, und da überzeugt die G-Drive ohne Einschränkungen.
Kosten und Alternativen
Die G-Drive SSD spielt preislich in der Profiliga. Für 500 GB zahlt man etwa 120–160 €, 1 TB kostet rund 200–250 €, 2 TB etwa 300–400 €. Die 4 TB-Version kratzt an der 600 €-Marke. Das klingt nach viel, doch man bekommt dafür ein Gehäuse, das Stürze, Wasser und Staub überlebt, kombiniert mit hoher Performance und lange Haltbarkeit. Vergleicht man sie mit einer Samsung T7🛒, ist sie teurer, aber deutlich robuster. Gegenüber herkömmlichen HDDs ist sie um Welten schneller und unempfindlich gegen Erschütterungen. Wer primär stationär arbeitet, kann natürlich auch eine interne SSD im NAS verwenden (z. B. WD Red SA500📦). Wer aber regelmäßig Daten unterwegs sichert oder transportiert, wird die G-Drive zu schätzen wissen.
Aktuelle Entwicklungen: USB4 und neue Modelle
SanDisk ruht sich nicht auf der G-Drive aus. Mit der neuen PRO-G40 steht bereits ein Nachfolger mit Thunderbolt 3 und bis zu 3.000 MB/s in den Startlöchern. Dazu kommt das modulare Pro-Blade-System, das austauschbare NVMe-Module bietet – ideal für 8K-Workflows. Auch auf NAS-Seite tut sich was: Synology und QNAP verbessern den SSD-Support stetig. exFAT wird besser integriert, Backups lassen sich feiner planen, und SSD-Caching wird zum Standard. Für mich ist klar: Die Zukunft der Datenspeicherung ist schnell, portabel und robust – und die G-Drive ist ein Vorgeschmack auf genau das.
Nach mehreren Wochen im Einsatz – im Studio, draußen im Regen, am NAS und im Rucksack – hat mich die SanDisk Professional G-Drive SSD📦 überzeugt. Sie ist kein Schnäppchen, aber eine Investition in Zuverlässigkeit. Ob als mobiles Backup, als Erweiterung für die Medienbibliothek oder als täglicher Begleiter für unterwegs – sie hält, was sie verspricht. Wer Wert auf Robustheit, Geschwindigkeit und einfache Integration legt, findet hier ein durchdachtes Stück Technik, das auch nach Jahren noch Freude macht.
Du nutzt bereits eine G-Drive SSD oder planst den Einsatz am NAS? Teile deine Erfahrungen und Fragen unten in den Kommentaren – ich teste gern auch dein Setup!










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