Wir leben ja leider schon seit recht langer Zeit in einer Wegwerfgesellschaft und bevor mancher an die Möglichkeit einer Reparatur denkt, wirft er schon einen Blick ins nächste Prospekt und denkt über einen Neukauf nach. Das kommt natürlich teilweise durch die sehr günstigen Preise von Elektronik und die heute sehr gute Möglichkeit, Preise online vergleichen zu können. Es ist aber nicht immer notwendig und schon gar nicht günstiger, ein defektes Gerät einfach mal eben in Tonne zu werfen. Vor allem bei den großen bekannten Markenherstellern, gibt es einen recht guten Bestand an Ersatzteilen.

Ersatzteile

Ersatzteile für gängige Marken sind oft leicht zu kriegen

Einfaches Beispiel ist meine Kaffeemaschine aus dem Hause Siemens. Hier ist mir vor ein paar Monaten beim Auffüllen durch ein Missgeschick der seitliche Wassertank aus der Hand gerutscht und hat den Kampf gegen die Bodenfliesen in der Küche leider verloren. So ohne Wassertank ist das aber schon recht doof mit dem Zubereiten von Kaffee und an kleben des Tanks war hier nicht mehr zu denken. Also einen Blick in den Ersatzteilkatalog bei Siemens geworfen und anhand der Teilenummer den Wassertank nachbestellt. Auch bei anderen großen Herstellern wie etwa Neff, gibt es passende Ersatzteile zu bestellen und ein Blick auf das Typenschild hilft einem beim Suchen nach den passenden Teilenummern dann ungemein. Neff geht mit dem Service sogar noch eine Nummer weiter und bietet Service Hotline an, welche 7 Tage und das rund um die Uhr besetzt ist und hier kann man dann die Ersatzteile erfragen, oder wenn nötig einen Techniker bestellen, falls man noch einen Garantieanspruch hat, oder man das Problem selber nicht lösen kann.

Lohnt sich eine Reparatur?

Vor ein paar Jahren habe ich an meinem auch nicht gerade günstigen Miele FN 8667S Kühlschrank einen Defekt. Er zeige Fehler F2 an und verweigerte auf weiteres seinen Dienst und wie sollte es anders sein, trat dieses natürlich erst außerhalb der Garantie auf. Damals hatte ich schon darüber berichtet, dass mir der Service von Miele nicht weiterhelfen konnte, außer mir einen ebenfalls nicht gerade günstigen Techniker zu schicken und ich mich schon einmal auf mehrere hundert Euro Reparaturkosten einstellen sollte. Nach ein bisschen Recherche fand ich aber heraus, dass es nur der Temperaturfühler war und die passende Ersatzteilnummer war mit ein bisschen googeln auch herauszubekommen. Wenn man die Nummer erst einmal hat, findet man das Teil auch meistens auf der Serviceseite des Herstellers, oder bei einem der vielen Ersatzteilhändler. Der Aufwand hält sich beim Thema Ersatzteile für Küchengeräte meistens ins Grenzen und viele der Teile kann man selber tauschen und das spart natürlich wiederum Kosten. Ich kann also nur empfehlen, dass wenn es sich nicht gerade um einen billigen Wasserkocher vom Discounter handelt, vor einem Neukauf über eine Reparatur nachzudenken.

1 Antwort
  1. Avatar
    Julio sagte:

    3 Anmerkungen dazu:

    Inzwischen gibt es vielerorts Reparaturcafés.
    Einfach mal im Netz suchen.
    Keins in der Nähe? Dann zB mit anderen Leuten eins gründen (lassen)
    – im Netz gibt es Tipps und (auch rechtliche) Hilfen dazu.

    Vor etlichen Jahren ging mir mal am Deckel meines Wasserkochers
    (quasi Sollbruchstelle) eine Raste kaputt. Folge:
    Der Sicherungsstift wurde nicht mehr runtergedrückt, dadurch kein Heizen mehr…
    Neuen Deckel bestellt (mit Versand Hälfte des Neupreises des WK).
    Deckel passte nur so ungefähr. Firma: „Was anderes hamwernich.“
    Ausserdem war das Material noch miserabler als beim alten Deckel…

    Dagegen bei einer (einem?) AEG Lavamat 2 erfolgreiche Reparaturen (Lager und Wasserpumpe).

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