Vor wenigen Tagen habe ich Euch den portablen Lautsprecher Muo von KEF vorgestellt. Den kompletten Beitrag könnt Ihr Euch hier ansehen. Die Größe und die Laufzeit des Akkus sind ähnlich wie beim Bose Soundlink mini II. Der Soundlink mini II ist schon seit vielen Monaten ein ständiger Begleiter für mich auf Reisen, im Park oder beim Grillen geworden. Das Geräte habe ich Euch ebenfalls sehr ausführlich vorgestellt (zum Bericht). Da ich schon häufiger gefragt worden bin, ob es Alternativen zum Bose gibt, habe ich angefangen verschiedenen Boxen in der gleichen Größe zu vergleichen.

Mit KEF habe ich mir an dieser Stelle einen wirklichen premium-Lautsprecher ausgesucht, der in einer etwas höheren Preisklasse spielt als der Bose Soundlink mini II. Doch muss ein höherer Preis auch gleichzeitig eine bessere Performance bedeuten? Der KEF kostet stolze 280€ und ist damit ca. 100€ teurer als der Bose.Der 1. Punkt der sehr stark auffällt, ist das hohe Gewicht vom KEF Muo. Dieser liegt wirklich sehr satt und schwer in der Hand. Was für Verstärker früher ein Qualitätsmerkmal war, kann bei portablen Lautsprechern aber auch ins negativ ausgelegt werden. Gerade auf Reisen spielt das Gewicht eine entscheidende Rolle. Daher geht der 1. Punkt hier an den Bose Soundlink mini II.

Gewicht
KEF Muo Bose Soundlink mini II
800 Gramm 667 Gramm

Hier kann der Bose durch ein etwas leichteres Gewicht in puncto „Portabilität“ glänzen. Doch der KEF bietet auch Features, auf die man bei Bose bisher verzichtet hat. Das sind NFC und aptX.

Mit NFC können unterstütze Smartphones die Box in nur wenigen Sekunden verbinden. Das dauert bei Bose über Bluetooth etwas länger. Hier muss das Gerät zuerst in den Modus zum Koppeln versetzt und dann am Smartphone gesucht und verbunden werden. Da vergehen mindestens 1 Minuten, bis der erste Ton aus der Box erklingt.


Doch viel wichtiger finde ich die Unterstützung von aptX. Dieser Codec macht es möglich, über Bluetooth Musik mit höheren Bitraten zu übertragen. So kann CD-Qualität erreicht werden. Wer mehr über aptX wissen will, sollte sich dazu meinen ausführlichen Artikel durchlesen. Diesen findet Ihr hier.

Doch nun zum Entscheidenden Merkmal: Der Klang! Der Bose Soundlink mini II steht für mich für ein raumfüllendes Volumen, knackige Bässe und eine hohe Lautstärke. Diese Eigenschaften machen das Gerät für mich interessant. Selbst bei kleinen Lautstärken ist der Bass sehr präsent und kommt gut rüber. Die Box fängt erst bei maximaler Lautstärke an etwas zu übersteuern. Daher sollte man den Soundlink nicht bis aufs Maximum ausreizen.

Der KEF ist etwas anders aufgestellt. Es fällt auf, dass das komplette Spektrum gleichmäßiger abgedeckt wird. Die Höhen sind viel betonter als beim Bose Soundlink mini II. Bei Zimmerlautstärke wirkt der Klang harmonischer und etwas runder als beim Bose. Doch was mir hier fehlt sind die Bässe. Diese sind nur sehr unterschwellig zu vernehmen. Bei höheren Lautstärken ist mir der Klang zu blechern. Das zuvor angesprochene gute Volumen ist bei höheren Lautstärken nicht mehr vorhanden. Der Bass als Fundament fehlt mir für meinen Geschmack zu sehr.


Es ist schwer die beiden Boxen zu vergleichen. Wer eher einen portablen Lautsprecher für den Strand oder die Grillparty benötigt, der ordentlich Dampf macht, ist beim Bose Soundlink wesentlich besser aufgehoben.

Wer hingegen Wert auf ein erstklassiges Design legt, Musik gerne bei Zimmerlautstärke hört und Wert auf ausgeglichene Höhen legt, der kann zur teureren KEF Muo greifen. Beide Boxen spielen in dieser Größe in der Oberklasse und sich trotzdem sehr verschieden.

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