In den vergangenen Tagen habe ich Euch ja schon einiges zum Thema Power Delivery via USB-C geschrieben. In diesem Artikel ging es konkret darum, wie das neue Dell XPS 2018 mittels einer externen Powerbank geladen werden kann, um so die Akkulaufzeit deutlich zu erhöhen. Beim USB-C Standard herrscht leider immer noch sehr viel Chaos, da häufig nicht klar erkennbar ist, welche Protokolle im Detail vom Gerät unterstützt werden. So bleibt es oft ein „try-and-error“ um herauszufinden, welche Profile von jeweiligen Port unterstützt werden.

Abgesehen von diesen „kleinen“ Unwegsamkeiten ist ein einheitlicher Stecker für verschiedene Geräte doch sehr sinnvoll! Mein neues Ladegerät von Dell hat ebenfalls ein USB-C Stecker. So ist es möglich, mit dem originalen Netzteil, meine USB-C Powerbank zu laden. Das Netzteil habe ich „fest“ am Schreibtisch verbaut, sodass mein Gerät dort wieder auftanken kann.

Fürs Wohnzimmer wollte ich mir aber nicht noch ein Zweites Dell Netzteil zulegen, daher habe ich nach passenden Alternativen gesucht, mit denen ich auch parallel andere Geräte per USB laden kann.

Von Anker habe ich ein Netzteil gefunden, welches einen USB-C Port (mit PD) und 4 „normale“ USB Ports mit IQ-Technologie bereitstellt. Der USB-C Port kann volle 30 Watt Leistung liefern, sodass es keinen Unterschied macht, ob ich mit dem originalen Dell Netzteil oder aber mit dem Charger von Anker das Notebook lade.

Gleichzeitig können 6A über die USB-Ports geliefert werden. Der Strom ist auf 2,4A pro Port begrenzt. Werden alle Ports gleichzeitig genutzt, können max. 1,5A pro Port fließen. Um an diese Grenze zu stoßen, müssen schon 4 starke Verbraucher angeschlossen werden, was im täglichen Gebrauch kaum vorkommen wird.

Einen wichtigen Punkt, den Ihr nicht vergessen dürft, wenn Ihr Euer Notebook via USB-C laden wollt, ist, dass ein entsprechendes Kabel USB-C auf USB-C benötigt wird. Das Kabel muss zwingend Power Delivery (PD) unterstützen. Auch muss das Kabel für die Leistung von mindestens 30 Watt ausgelegt sein. Ich habe mir ein gutes Kabel zugelegt, dieses ist sogar bis 100 Watt zugelassen.

An dem Blitzsymbol auf dem Kabel könnt Ihr erkennen, dass Power Delivery (PD) unterstützt wird. Eine weiße LED auf der Rückseite des Kabels gibt zudem Auskunft darüber, dass Strom fließt.

Leider sind die Kabel nicht gerade günstig. Das liegt daran, dass mehrere Chips im Stecker verbaut sind, die mit dem zu ladenden Gerät kommunizieren. Die USB-C Technik ist für mich recht neu, da ich zuvor keine Verbraucher bei mir im Haushalt hatte, die über diesen Standard geladen werden können.

An sich ist es eine tolle Sache, leider gibt es noch einiges bei den Herstellern nachzuholen, damit es dem Nutzer einfacher fällt zu unterscheiden, welches Gerät, welchen Standard unterstützt.

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