Mit Hilfe der Homematic IP wired 4-fach und 8-fach Schaltaktoren ist es möglich, Stromkreise ins Homematic-System zu integrieren. Beide Module besitzen potentialfreie Relais. Dadurch ist es möglich, die Phasen von verschiedenen FI-Kreise über ein gemeinsames Gerät zu schalten. Bei der alten Generation der Homematic wird Geräte wurde das Gerät mit einer gemeinsame Phase versorgt, dann dann über verschiedene Relais geschaltet worden ist. Das hast sich nun bei den IP wired Geräten geändert. Dadurch ist es auch möglich, 5V, 12V oder 24V Verbraucher zu schalten. Wie die Geräte angeschlossen und eingebunden werden, zeige ich Euch in diesem Beitrag.

Was bedeutet denn eigentlich potentialfrei? Das will ich Euch anhand einer kleinen Skizze verdeutlichen. Links habe ich das Modul so aufgebaut, dass jedes Relais einen Stromkreis mit einer eigenen Phase schaltet z.B. L1 ist ein Stromkreis, der über den RCD (FI1) abgesichert ist. Diese Phase führe über das erste Relais und kann diese von nun an schalten. Wenn das Relais angezogen ist, liegt Spannung an. Das 2. Relais ist ebenfalls mit einer eigenen Phase verbunden, die wiederum über einen anderen RCD abgesichert ist. Trotzdem kann ich beide zusammen über ein Homematic IP wired Modul smart machen. Das liegt daran, dass zwischen den beiden Relais nicht verbunden sind. Das hat auch noch einen weiteren Vorteil bei der Strombelastbarkeit.

Dies will ich Euch aber weiter unten anhand des Typenschilds erläutern. Manchmal macht dieser getrennte Aufbau aber wenig sinn. Gerade wenn Ihr mit dem 8-fach Aktor nur kleine Verbraucher ansteuern wollt, wie z.B. Lampen, kann es nützlicher sein, das Modul mit nur einer oder zwei Phasen zu verbinden. Im rechten Beispiel habe ich Euch den Aufbau aufgezeichnet, wenn einen gemeinsame Phase verwendet wird. Das bedeutet, dass jeder Ausgang über die gleiche Sicherung und den gleichen RCD abgesichert ist. Sobald ein Relais angezogen wird, liegt überall die gleiche Phase an. Rein technisch wird dies durch Brücken zwischen den Klemmen realisiert.

Hier sehr Ihr die Oberseite der beiden Module. Beim 4-fach Aktor sind an der Oberseite des Hutschinengehäuses zwei Relais-Klemmen zu sehen. Beim 8-fach Aktor liegen hier 5 Ausgänge.

Auf der Unterseite sind bei beiden Modulen die Anschlüsse für den Bus untergebracht. Beim 4-fach Aktor finden sich die beiden anderen Relais-Klemmen. Beim 8-fach Modul sind die 3 fehlenden Anschlüsse zu finden.

Jetzt wird es wieder interessant. Ich hatte kurz schon das Wort Strombelastbarkeit in den Mund genommen. Hier gibt es bei den beiden Modulen einen Unterschied. Der 4-fach Aktor kann pro Kanal volle 16A schalten. Das bedeutet, dass ich hier 4 Verbraucher anschließen kann, die jeweils 16A Strom ziehen. Jeder Kanal kann somit mit einer 16A Sicherung abgesichert werden.

Beim 8-fach Modul verhält sich dies etwas anders. Ich habe 8-Kanäle, die ich entweder jeweils mit max. 10A belasten kann. Das bedeutet, dass jeder Kanal mit einer 10A Sicherung abgesichert werden muss. Das Modul kann aber auch dafür genutzt werden, dass das Relais 4 und 6 volle 16A schalten kann, dann dürfen die anderen Relais aber nur mit max. 8A belastet werden. Solltet Ihr die Kanäle 4 und 6 mit 16A absichern, müssen die anderen Kanäle dann zwingend mit max. 8A abgesichert werden.

Der Bus wird, wie bei allen anderen Geräten auch per Steckverbinder angeschlossen. Die Einstellmöglichkeiten beider Geräte über die WebUI sind bis auf die Anzahl der Kanäle gleich. Im oberen Bereich finden sich allgemeine Einstellungen.

Weiter unten findet Ihr dann die Parameter pro Kanal. Es ist möglich, eine Aktion festzulegen, wie sich das Modul nach einem Stromausfall verhält. Soll z.B. eine Gartenpumpe oder ein Filter zwingend laufen, solltet Ihr hier „Schaltzustand: Ein“ auswählen. Weiter unten können noch Wochenprogramme eingestellt werden. Ansonsten sind die Funkionen hier nicht sehr umfangreich – wofür auch ;-)

4 Kommentare
  1. Avatar
    Philipp sagte:

    Hallo Sebastian,

    Ich lese deinen Blog sehr gerne aber habe mir schon bei dem Rollläden Beitrag die Frage gestellt: du sprichst immer davon die Phasen Eingänge Brücken zu „können“ was sagst du dazu das eq3 das in den Anleitungen extra ausschließt.
    Final die Frage: wie berückst du, mit H07V-K oder H07V-U?

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    • Sebastian
      Sebastian sagte:

      Hallo Philipp,

      bitte nicht verwechseln: Mit Eingänge sind ist die Versorgung der einzelnen Relais gemeint. Ich wüßte nicht, was hier gegen sprechen soll. Auch den Eintrag in der Anleitung habe ich nicht gefunden. Die Ausgänge sollten nicht gebrückt werden, das ist richtig! Im Schaltschrank sollte man immer mit flexiblen Adern verdrahten. Also in dem Fall das H07V-K. Du solltest aber darauf achten, dass die Verwendeten Klemmen flexible Adern aufnehmen können. Sonst muss eine Aderendhülse vorgesehen werden.

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      • Avatar
        Philipp sagte:

        Die Homematic nehmen flexible auf richtig?!
        Im Eingang zu bücken ist also kein Problem? Das wäre super für meine Installation. Wie sieht es bei den Ausgängen aus, darf man zwei Lampen auf einen Ausgang legen?
        Und bei den rolläden kannst du mir noch einmal helfen: die Eingänge darf ich auch Brücken? Und laut Ableitung muss ein Autor mit 10A abgesichert werden nun hättte ich aber eine 10A Sicherung und gehe davon zu 3 aktoren. Sollte doch kein Problem sein oder?

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        • Sebastian
          Sebastian sagte:

          …ich meine ja, schau aber bitte nochmal in der Spec nach. Eingang bedeutet ja nur die Versorgungsspannung, das ist kein Problem! Du darfst nur keine Verbraucher mit unterschiedlichen Laste dran hängen. Die Versorgung muss mit 10A abgesichert werden bei den Rollos. Dann kannst Du von dieser Sicherung die verschiedenen Eingänge brücken.

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