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Philipp
Multimedia, Testberichte

Yamaha AV-Receiver RX-V781 vorgestellt

Yamaha AV-Receiver RX-V781 vorgestellt - Yamaha Rxv781 Title

Am Wochenende hat mich endlich mein neuer AV-Receiver erreicht und ich habe natürlich schon fleißig gespielt. In diesem Artikel möchte ich hauptsächlich darauf eingehen, warum ich mir den RX-V781 gekauft habe. Für mich stand im Wesentlichen die Ausstattung im Vordergrund. Die Soundqualität ist natürlich auch wichtig, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass man in dieser Preisklasse nichts falsch machen kann.

Meine Anforderungen an den AV-Receiver

Wie bereits zu Beginn erwähnt, habe ich besonderen Wert auf die Ausstattung gelegt. Wichtig war es mir auf einen AV-Receiver mit umfangreichen Netzwerkfunktionen zu wechseln und der Anschluss eines Beamers und eines TVs sollte möglich sein.

Ursprünglich habe ich einen HDMI Switch mit vier Eingängen und zwei Ausgängen verwendet. Diese Funktion sollte der neue Receiver integriert haben, leider war das auch die Anforderung, die einen in die höhere Preiskategorie wirft. Ich musst feststellen, dass bei allen Herstellern ein AV-Receiver mit zwei HDMI Ausgängen ab ca. 650€ los geht.

Konkret war mir folgendes Wichtig:

  • Audiostreaming über das Internet (Spotify, Internetradio, …)
  • Steuerung über das Netzwerk
  • HDMI Switch mit zwei Ausgängen
  • Unterstützung einer zweiten Zone (bei mir die Küche)
  • Bluetooth (als Eingang; als Ausgang war ein nice-to-have)
  • Unterstützung eines Multiroom Systems
  • Natürlich sollten alle gängigen Formate unterstützt werden (z.B. DTS:X)

Wie alles zusammen passt, findet sich im nächsten Kapitel.

Die Alternativen im Überblick

Zuvor hatte ich einen AV-Receiver von Harman-Kardon. Da die neuen Receiver von denen aber nicht so gut ausgestattet waren, habe ich mich bei anderen Herstellern umgeschaut. Im Wesentlichen habe ich Denon, Marantz und Yamaha im Blick gehabt. Vom Bauchgefühl her, hätte ich gerne einen von Denon gehabt, aber dazu später mehr.

Bei Denon habe ich mir die Modelle AVR-X1300W, AVR-X2300W und AVR-X3300W näher angeschaut. Alle drei haben leider die Schnittstelle für das Multiroom System von Denon (HEOS Link) nicht integriert, obwohl es „nur“ Software ist. Es wird zusätzliche Hardware Benötigt. Der AVR-X4300H hat dies bereits integriert, sprengte aber mein Preislimit.

Bei Marantz fiel mein Blick auf die Modelle SR5011, SR6011 und SR7011. Alle drei besitzen zwei HDMI Ausgänge und die HEOS Multiroom Technologie direkt in den AV Receiver integriert. Ansonsten ist die Ausstattung sehr ähnlich im Vergleich zu den anderen Herstellern, nur dass der Preis unangenehmer ist. Außerdem hat mir das Design nicht so gut gefallen.

 

Bei Yamaha waren die Modelle ähnlich gestaffelt: RX-V381, RX-V481, RX-V581, RX-V681 und RX-V781. Hier ist nur der höchste Receiver mit zwei HDMI Ausgängen ausgestattet. Die Unterstützung des Yamaha MusicCast Multiroom Systems ist bereits bei allen Receivern von Yamaha integriert.

Weshalb der RX-V781 gewonnen hat

Nach langem hin-und her hat dann der RX-V781 von Yamaha gewonnen. Was die Unterstützung der Audio und Videoformate angeht, sind die Receiver im wesentlichen gleich. Auch bei der Unterstützung von Netzwerkstreamingdiensten tut sich nicht viel.

Ein wesentliches Argument war die integrierte Unterstützung des Multiroom Systems MusicCast, die Fähigkeit den Receiver relativ einfach per HTTP zu steuern und die gute Bluetooth Konnektivität. Nur der RX-V781 ist in der Lage die Audioausgabe an einen Bluetooth-Kopfhörer (z.B. Bose SoundLink) zu senden. Selbstverständlich kann aber auch Musik vom Handy zum Receiver gestreamt werden (geht bei den anderen auch). Da empfiehlt es sich aber eher auf den integrierten Spotify Connect Client zu setzen.

Ein weiterer riesiger Vorteil bei Yamaha ist die Tatsache, dass ein 7.1 System und die zweite Zone verkabelt werden kann. Je nach Verwendung schaltet der Receiver dann auf 5.1 UND Zone2 oder 7.1 ohne Zone2. Bei den anderen Herstellern muss das schon bei der Verkabelung beachtet werden. Ein Umschalten per App ist somit bei anderen Herstellern nicht mehr möglich. Somit habe ich mich von meinem Bauchgefühl verabschiedet und zu Yamaha gegriffen.

Alle Features des RX-V781
  • Dolby Atmos® und DTS:X™ Unterstützung
  • MusicCast Multiroom
  • 7-Kanal surround sound
  • — 95 W pro Kanal (8 ohm, 20 Hz-20 kHz, 0.06 % THD, 2 ch driven)
  • — 160 W pro Kanal (4 ohm, 1 kHz, 0.9 % THD, 1 ch driven)
  • — 160 W pro Kanall (8 ohm, 1kHz, 10% THD, 1ch driven)
  • Aluminium front panel
  • Integriertes Wi-Fi (Wireless Direct Compatible)
  • Bluetooth® für drahtloses Musikstreaming
  • AirPlay®, Napster®, Spotify®, JUKE* und quobuz Musikstreaming
  • DSD 2.8MHz / 5.6MHz, FLAC / WAV / AIFF 192kHz / 24bit, Apple Lossless 96kHz / 24-bit playback
  • Lückenlose Titelwidergabe
  • HDMI® (6 in / 2 out) 4K Ultra HD Full Support with 4K60p (4:4:4), HDCP2.2 (3 in / 2 out), HDR Video and BT.2020 pass-through
  • HDMI und USB Port auf der Vorderseite
  • Automatische Einmessung via YPAO der Raumeigenschaften (unterstützt Mehrpunktmessungen)
  • Unterstützung einer zweiten Zone (Zone 2) – Anschluss der Lautsprecher direkt an den Receiver
  • Phono-Eingang für Plattenspieler (es erfolgt keine Digitalisierung)
  • ECO mode

Fazit

Optisch macht der RX-V781 nicht gerade besonders viel her, aber er ist trotzdem Schick. Leider lassen sich die beiden Eingänge auf der Vorderseite nicht verdecken. Die Netzwerkfunktionen wie Spotify, Netzwerkradio und vor allem das Multiroom System MusicCast sind ein riesiges Upgrade, wenn man das vorher nicht hatte. Somit lässt sich auf einfache weise ein Lautsprecher (z.B. Yamaha WX-030BL) irgendwo im Haus platzieren und dis Musik wird zentral gesteuert und kann Synchron wiedergegeben werden.

Alleine die Zone 2 ist schon sehr Sinnvoll, damit lässt sich mit günstigen Lautsprechern (z.B. die sehr verbreiteten JBL Control One – die einen sehr guten Klang haben) auf günstige weise ein zweiter Raum beschallen (die Lautsprecher werden bei Zone 2 direkt mit dem AV-Receiver verbunden). Es muss also nicht für die Küche irgend ein Schrott gekauft werden und es wird kein zusätzlicher Platz benötigt (kann ein großes Argument sein, wenn die Küche eng ist).

Wie sich der Receiver in ein Smarthome System einbinden lässt, habe ich in diesen beiden Artikeln beschrieben:

  • AV Receiver via CCU2 Steuern
  • Zustand des Receivers via CCU2 auslesen

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3. März 2017/4 Kommentare/von Philipp
Schlagworte: AV-Receiver, AV-Receiver Yamaha, HEOS, HEOS Link, Multiroom, MusicCast, Yamaha RX-V781
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https://technikkram.net/wp-content/uploads/2017/03/Yamaha-RXV781-title.jpg 264 700 Philipp https://technikkram.net/wp-content/uploads/2019/05/technikkram_transparent.png Philipp2017-03-03 20:39:032017-05-16 21:05:57Yamaha AV-Receiver RX-V781 vorgestellt
4 Kommentare
  1. Klemens
    Klemens sagte:
    16. Mai 2017 um 8:34

    Hallo,
    ich frage mich was du hier getestet hast, deine Behauptungen sind vollkommen falsch:
    Die Modelle AVR-X2300W, AVR-X3300W sowie SR5011, SR6011 haben ALLE 2 HDMI Ausgänge.

    Antworten
    • Philipp
      Philipp sagte:
      16. Mai 2017 um 21:08

      Hast recht… Keine Ahnung wie mir das passiert ist, eigentlich war das kein spontaner Kauf. Bei 750€ recherchiere ich normalerweise sehr gründlich.
      Den Artikel habe ich entsprechend aktualisiert.

      Antworten
  2. gue
    gue sagte:
    4. März 2017 um 7:32

    „Nur der RX-V781 ist in der Lage die Audioausgabe an einen Bluetooth-Kopfhörer (z.B. Bose SoundLink) zu senden“: Danke! Das ist eine sehr hilfreiche Information. Geht das denn auch für TV & Filme verzögerungsfrei? Ist der Ton am Bluetooth-Kopfhörer also syncron mit dem Bild? Der Soundlink-Kopfhörer unterstützt ja kein apt-X (Low Latency), würde der Yamaha apt-X supporten oder geht es auch so ohne Verzögerungen? Würde mich freuen dann auch mal deine Langzeiterfahrungen mit dem Yamaha zu lesen. Ich selbst habe ja einen schon etwas betagten HTR-5930 und bin immer noch extrem zufrieden damit. Allerdings musste ich ihn schon mit einer HDMI-Switch mit Toslink-Audio-Extractor und einem Bluetooth-Empfänger erweitern… Ein BT-Transmitter und Internetradio wäre jetzt eben auch noch fein :-)

    Antworten
    • Philipp
      Philipp sagte:
      4. März 2017 um 14:11

      Hallo, in meinem ersten kurzen Test hat es gut funktioniert. Ich habe aber ehrlich gesagt noch keinen Film damit geschaut. Ich sage nochmal bescheid wenn ich mehr dazu sagen kann. Leider kann der Receiver kein apt-X, genau so ist da bei den anderen Modellen auch :( Es gibt ein Feature, das nennt sich Lippensynchronisation. Damit kann eine Verzögerung zwischen Bild und Ton eingestellt werden. Das geht bis zu 500 ms in 1 ms Schritten, habe ich aber noch nicht verwendet.

      Antworten

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