Powerline-Adapter haben sich als ein sehr probates Mittel zur Erweiterung des Heim-Netzwerks herausgestellt. Die Datenraten sind stetig angestiegen und auch die Zuverlässigkeit hat stark zugenommen. Gerade in Städten ist oft durch eine sehr hohe WLAN-Dichte die Verbindung über Funk sehr schlecht und es kommt zu starken Störungen, da einfach zu viele Sender auf den gleichen Frequenzen arbeiten.

TP-LINK AV1200

Auch aus diesem Grund habe ich mich entschieden, mein Netzwerk über Powerline-Adapter aufzubauen. Vor wenigen Wochen habe ich Euch die AV1200 Adapter aus dem Hause TP-Link vorgestellt (Hier geht es zum Bericht).  Die Adapter machen seitdem bei mir eine sehr gute Figur und zeichnen sich durch eine hohe Datendurchsatzrate aus. Nun gibt es einen neuen Adapter, der aus dem Netzwerksignal zudem einen 2,4 GHz und einen 5 GHz WLAN-Acesspoint macht. So kann man auch das heimische-WLAN sehr bequem einfach ausbauen. Mein iPhone und Notebook profitiert davon sehr stark. Meine Fritz! Box befindet sich bei mir Ihm Wohnzimmer, das Signal ist in der oberen Etage daher leider sehr schwach und es kommt häufiger zu Abbrüchen in der Verbindung.

Aktuell betreibe ich meine NAS im Arbeitszimmer, diese ist über einen zweiten AC1200 Adapter mit dem heimischen Netz verbunden. Diesen Adapter habe ich nun durch das neue Modell mit WLAN und 3 zusätzlichen Netzwerkport ausgetauscht. Die Geschwindigkeit über das Kabel ist, genau so, wie bei den normalen AC1200 Adaptern. Zusätzlich habe ich nun aber 2 weitere Netzwerkports, die mit Gigabit arbeiten. Meinen Rechner habe ich an einen dieser Port angebunden. Das hat den Vorteil, dass die Datenrate zu meiner NAS nun wesentlich schneller ist, da das interne Switch eine direkte Verbindung, ohne Umwege über das Stromnetz zur NAS aufbaut.

TP-LINK AC1200 Knöpfe

Bei den Powerline-Adaptern kommt die MIMO-Technik zu Einsatz. Hierbei werden alle 3 Adern des Stromnetzes für die Datenübertragung genutzt. Durch den HomePlug AV2 Standard können auch fremde Geräte wie etwa Fritz! Powerline-Adapter verbunden werden. Dazu muss kurz der „Pair-Knopf“ an einem bereits verbundenen gerät betätigt werden. Nachdem die Status-LED anfängt zu blinken, kann der neue Adapter ebenfalls in den „Pairing-Modus“ versetzt werden. Kurze Zeit später befindet sich der neue Adapter im bestehenden Netzwerk.


Zu erwähnen ist noch, dass keine Steckdose durch die Adapter verloren geht. Diese wird an die Front des Gerätes herausgeführt, sodass die Dose weiterhin genutzt werden kann.


Bei der Installation solltet Ihr darauf achten, dass der Adapter nicht zwischen einer Mehrfachsteckdose angebracht wird. Powerline-Adapter sollten nach Möglichkeit immer direkt in eine feste Wandsteckdose gesteckt werden. Nur so kann die maximal mögliche Übertragungsrate erzielt werden.

Konfiguriert werden kann das Gerät über die Software von TP-Link. Hier können Namen festgelegt, die LEDs ausgeschaltet und mögliche Updates installiert werden. Um das Programm nutzen zu können, muss der Rechner von dem aus Ihr das Programm startet, direkt mit einem Adapter verbunden sein. Die anderen Adapter können dann über das verbundene Gerät konfiguriert werden.

TP-LINK Tool

Öfter wurde berichtet, dass Adapter ein Fiepsen von sich geben. Das konnte ich bei meinen, von mir getesteten Geräte in keinster Weise feststellen. Die Adapter sind sowhol im Standby als auch bei Last vollkommen leise. Die Adaper können also auch bedenkenlos im Schlafzimmer eingesetzt werden.

Der Energieverbrauch wird im Betrieb mit maximal 10,8 Watt und im Standby mit ca. 5 Watt angegeben. Bei einem Durchschnittlichen Verbrauch von 8 Watt kommen so aufs Jahr gesehen ca. 16€ Stromkosten pro Adapter auf Euch zu.

Fazit: Die Adapter von TP-Link machen einen sehr guten Eindruck, die Verarbeitung ist gut, doch das wichtigste ist, dass es bei mir keine Störungen gibt. Selbst wenn Waschmaschine, Trockner oder Spülmaschine laufen kann ich keine Einbußen bei der Übertragung feststellen. Das WLAN läuft ebenfalls stabil, die Reichweite vom 5 GHz-Netz könnte bessern sein, doch das liegt zum Teil einfach an der hohen Frequenz. Das 2,4 GHz-Netz hat eine etwas bessere Reichweite und kann auch noch eine Etage tiefer genutzt werden. Der Preis ist gut und liegt im Gegensatz zu anderen Adaptern eher im mittleren bis unteren Bereich bei gleichem Leistungsumpfang.

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