Mobilfunk ist heutzutage für viele Menschen das primäre Mittel der Wahl, um zu kommunizieren. Die Handynetze der unterschiedlichen Betreiber sind mittlerweile so gut ausgebaut, dass man an fast jedem Ort Empfang hat und telefonieren kann. Doch warum schreibe ich dann heute etwas über Funkgeräte? Die Idee kam im Grunde von Marcs Tochter. Diese wünschte sich zum Geburtstag Funkgeräte um mit Freunden aus der Nachbarschaft „telefonieren“ zu können. Für ein Smartphone sind die Kinder noch zu klein und sollte auch nicht zu früh damit in Berührung kommen. Ein Funkgerät ist eine sehr gute Möglichkeit über nahe Distanzen sehr einfach und spielerisch zu kommunizieren.

walkie-talkie-1

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, welche Freude Kinder mit solchen Geräten haben können ;-) Das Funktionsprinzip ist auch sehr schnell verstanden, es muss eine Taste zum Sprechen gedrückt und beim Zuhören wieder losgelassen werden. Es können mehrere Teilnehmer gleichzeitig auf derselben Frequenz sprechen, dabei kann die Kommunikation aber nur zeitgleich von einem Apparat geführt werden. Die kleinen Geräte funken auf der 446 MHz-Frequenz. Durch leichte Abweichungen dieser Frequenz sind mehrere Kanäle möglich, auf die ausgewichen werden kann.

Nachdem ist die Geräte verschenkt habe, habe ich mir selbst 2 Geräte gekauft. Doch wofür? Ich möchte damit nicht mit meinen Freunden aus der Nachbarschaft sprechen ;-) Einsatzzwecke bei mir sind z.B. beim Segeln mit mehreren Schiffen auf dem Meer. Ich mache gerade einen Segelschein und wir sind demnächst zu Übungszwecken mit mehreren kleineren Booten unterwegs, die ohne Funkgerät ausgestattet sind.


Auf See und in Binnengewässern wird normalerweise ein spezieller Funkschein (SRC und UBI) benötigt, wer hingegen mit kleinen Handgeräten auf der 446 MHz frequenz funkt, ist davon befreit. Daher nutzen wir für kurze Distanzen 446 MHz Geräte auf dem Ijsselmeer.

walkie-talkie-2

Ein weiteres Anwendungsgebiet sehe ich im Urlaub, ich mache gerne längere Rundreisen in den USA. Hier kann es gerade an der Westküste zu großen Funklöchern kommen, da z.B. im Death-Vally nicht an jeder Ecke Funkmasten aufgestellt sind. Mit Funkgeräten kann man sich so trotzdem mit Freunden aus dem anderen Auto absprechen und gemeinsam entscheiden, welcher Weg nun der richtige ist.

Es gibt viele weitere Möglichkeiten, da die Geräte nicht sehr teuer sind und man so etwas immer mal gebrauchen kann, liegen die Geräte nun bei mir in der Schublade.

Welches Gerät habe ich mir gekauft? Ich habe mich für die Retevis RT628 Walkie Talkies entschieden. Diese haben bei den Amazon-Bewertungen sehr gut abgeschnitten und bieten für den Preis einen recht großen Funktionsumfang.

Die Geräte sind angenehmen klein und daher auch für Kinderhände ideal geeignet. Betrieben wird das Gerät mit 3 AAA Zellen, die leider nicht mit zum Lieferumfang gehören.

Der Vorteil dieser Geräte ist der so genannte VOX-Modus. In diesem Modus muss die Taste nicht zum Sprechen gedrückt werden. Das Gerät erkennt automatisch Sprache und schaltet dann auf Senden. Bei Stille wird automatisch in den Empfangs-Modus gewechselt. Das funktioniert aber nur bei wenig Hintergrundgeräusch.

Es können zudem Geräte auf der gleichen Frequenz angeklingelt werden. Bei den Geräten stehen 8 Kanäle zur Verfügung. Die Reichweite ist sehr stark vom Gelände abhängig. Auf offener See können bis zu 5 km überbrückt werden. In Wohngebieten werden es wahrscheinlich wenige 100 m sein. Die Ausgangsleistung beträgt maximal 0,5 Watt.

Für den Preis bekommt man ordentliche Funkgeräte, die nicht nur für Kinder geeignet sind. Es kann natürlich auch mit anderen Geräten gefunkt werden, die eine Übertragung auf der gleichen Frequenz zulassen. Ein kleiner Hinweis, der gerne übersehen wird: Bei einer analogen Übertragung kann natürlich alles mitgehört werden, was gesprochen wird.

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1 Antwort
  1. Matthias sagte:

    Habe gerade vor ein paar Wochen (eben auch wegen einem Kindergeburtstag) die Kindervariante der Retevis Geräte (Retevis RT32) bestellt.
    Tatsächlich ein Heidenspaß! Leider ist die Reichweite im Stadtgebiet wirklich sehr begrenzt. Trotz nahezu freier Sicht (ein paar Gärten sind im Weg) tatsächlich grade mal 100 Meter.

    Antworten

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