Industrie 4.0, das Internet of Things (IoT), Social Media Entwicklungen – an der Digitalisierung führt kein Weg vorbei. Das gilt auch für Städte. Neue Technologien ermöglichen bereits jetzt innovative Lösungen in Bereichen wie Gesellschaft, Verkehr, Energie, Umwelt, Handel, Gesundheit, Bildung, Verwaltung und Sicherheit und leisten so einen Beitrag, die Herausforderungen wachsender Städte zu bewältigen.

In Metropolen wie London, Wien oder Stockholm kommen schon heute digitale Technologien wie intelligente Verkehrslenkung, die Online-Vergabe von Facharztterminen oder Behördengänge online erledigen zum Einsatz. Aber wie sieht es in Deutschland mit der Digitalisierung der Städte aus?

Deutschland hinkt (noch) hinterher

Auch wenn Städte durch die erhöhte Nachfrage nach digitalen Diensten innerhalb von Gesellschaften bereits unsere Lebensformen verändern, hinkt Deutschland in Sachen Entwicklung digitaler Städte im Vergleich zu anderen Ländern hinterher und noch haben nicht alle Kommunen sich auf den Weg in die digitale Zukunft gemacht. Warum aber ist das so und welche Möglichkeiten gibt es, Deutschland in Sachen Digitalisierung weiter nach vorne zu bringen? Die grundlegenden Hürden, wenn es um die Digitalisierung deutscher Städte geht, sind vor allem finanzieller, rechtlicher und kultureller Natur. So fehlt es an finanziellen Mitteln und qualifiziertem Fachpersonal. Zudem mangelt es in den Kommunen nach wie vor an einem leistungsfähigen Breitbandnetz. Gerade in ländlichen Regionen ist der Ausbau der technischen Infrastruktur schleppend, lückenhaft und eine flächendeckende schnelle Internetverbindung in noch weiter Ferne. Fehlende klare Ziele in Sachen Digitalisierung sowie zu wenig integrierte Konzepte sind ein weiterer Hauptgrund, weshalb es in den Kommunen in Sachen Digitalisierung nicht wirklich rund läuft.

Smarte Bausteine für die Zukunft

Energie und Umwelt, Verkehr, Verwaltung, Gesundheit, Bildung, Handel, Sicherheit oder Gesellschaft – all dies sind Bereiche, in denen innovative Lösungen die Eckpfeiler für die digitale Stadt der Zukunft sein können. Jede einzelne Stadt muss hier jedoch individuell auf digitale Zukunftsfragen antworten und ihre eigenen Schwerpunkte setzen. Welche Mobilität wird angestrebt? Stehen Umweltfragen im Vordergrund? Oder doch eher digitale Fragen im Bildungsbereich? Oder will man den Schwerpunkt auf den digitalen Ausbau in der Verwaltung legen?

Städte sind maßgeblich für 80 Prozent der CO2-Emissionen zuständig und der Klimawandel ist eine ernstzunehmende Problematik. Im Bereich Energie und Umwelt geht es deshalb zum Beispiel um die Entwicklung dezentraler erneuerbarer Konzerte auf digitaler Basis. Wie kann Mobilität umwelt- und klimafreundlich gestaltet werden? Wie sieht energieeffizientes und damit umweltfreundliches Leben in der Smart City von morgen aus?

Auch in Sachen Bildung wird digital immer wichtiger. Schüler können im Unterricht digitale Kompetenzen vermittelt bekommen, und die Verwendung von digitalen Endgeräten wird zu einer Selbstverständlichkeit. Virtuelle Lernumgebungen zum interaktivem und kollaborativem Lernen, eine Cloud zum Teilen von Lernmaterial oder das papierlose Classroom Management sind nur einige der Möglichkeiten hin zum smart learning. Und nicht nur in der Schule, sondern auch im Freizeitbereich wird die Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle einnehmen und möglicherweise einen großen Einfluss auf die Entwicklung innovativer Städte haben. Bereits jetzt kann man in einigen wenigen Museen an virtuellen Museumsführungen (Museum 4.0) von zu Hause aus teilzunehmen. Dabei muss nicht einmal auf einen Museumsguide verzichtet werden, denn der ist per Video mit dem virtuellen Museumsbesucher verbunden und führt ihn durch die Ausstellung. Der Museumsbesuch wird so zu einem virtuellen Erlebnis.

Spieleanbieter und Spielbanken haben den Trend zur Digitalisierung ebenfalls erkannt. So werden immer mehr Spiele online angeboten, sodass man zu jeder Zeit vom Handy, Tablet oder Computer aus sein Lieblingsspiel auf Seiten wie zum Beispiel 888casino spielen kann.

Auch in Sachen Verkehr werden innovative Technologien für den Weg hin zur digitalen Stadt ein fester Baustein sein. Die Smart City wird in Echtzeit Verkehrssituationen zur Vermeidung von Staus analysieren und ein intelligentes Parkleitsystem weist freie Plätze individuell zu. In Sachen Sicherheit erkennt die digitale Stadt dank Real Time Situational Awareness Notfälle schneller und entsprechend können Maßnahmen effizienter eingesetzt werden – Autonomes Fahren, Smart Parking, Carsharing und E-Ticketing werden zukunftsweisend sein.

 Eine leistungsfähige Kommunikationsinfrastruktur ist in der digitalen Stadt der Zukunft die Norm. Glasfasernetzen gehören laut Experten die Zukunft. Der Glasfaserausbau ist Grundvoraussetzung für die Attraktivität einer kommunalen Infrastruktur und ihrer Wettbewerbsfähigkeit, gerade auch im Hinblick auf das wachsende Datenvolumen. Als Anreiz für innovative Unternehmen und zur Steigerung der Lebensqualität wird auch die Implementierung von Open Data, also die Bereitstellung von kommunalen Daten zur freien Verwendung, immer wichtiger.

Leuchtturmprojekt Darmstadt

Dass die Digitalisierung der Städte auch in Deutschland einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt, zeigt unter anderem der Wettbewerb „Digitale Stadt“, eine Initiative des Digitalverbands Bitkom und des Deutschen Städte- und Gemeindebunds. Ziel des Wettbewerbs ist es, eine digitale Modellstadt mit internationaler Signalwirkung zu schaffen. Im Jahr 2017 setzte sich Darmstadt gegen seine vier Stadtkonkurrenten Heidelberg, Kaiserslautern, Paderborn und Wolfsburg durch. Das Gewinnerthema von Darmstadt beschäftigt sich mit den alltäglichen Staus an Ampeln, in denen Deutsche jeden Tag stecken – 38 Stunden durchschnittlich pro Jahr. Darmstadt entwickelte eine App, die in Echtzeit die Ampelsituation auf deutschen Straßen anzeigt und so Autos sowie öffentlichen Verkehrsmitteln die Möglichkeit bietet, ihre Route jederzeit optimal anzupassen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wird nun der Ausbau Darmstadts in zweitstelliger Millionenhöhe zur digitalen Vorzeigestadt vorangetrieben: intelligente Verkehrskontrolle, 5G Netzwerke, E-Services für Bürger und intelligente Krankenhäuser sowie multimodale E-Mobilität sollen in diesem Zeitraum implementiert werden.

Auch verschiedene Untersuchungen beschäftigen sich mit dem Thema Digitalisierung in Deutschland. So zeigt die Studie „Deutschlands Städte werden digital” der Unternehmensberatung Price Waterhouse Coopers (PwC) in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn Potentiale sowie Optimierungsmöglichkeiten auf. Eine ebenso für die Studie durchgeführte Untersuchung der 25 bevölkerungsreichsten Städte in Deutschland anhand von 20 Indikatoren in den Bereichen Verwaltung und Politik, Kommunikation, Infrastruktur und Energie ergab, dass Köln, Hamburg und München die digitalen Hauptstädte Deutschlands sind. Und die Großstädte sind es auch, in denen der digitale Fortschritt zuerst Früchte trägt.

Die Digitalisierung umfasst alle Lebensbereiche. Ob im öffentlichen Sektor oder in den zentralen Bereichen wie Energie & Umwelt, Mobilität, Gesundheit und Bildung – digitale Städte und die Vernetzung dieser untereinander können die Lebensqualität von Bürgern steigern, zu mehr Nachhaltigkeit beitragen und die Attraktivität für Unternehmen und potentielle Neubürger erhöhen. Die Stadt der Zukunft ist digital vernetzt und bietet individualisierte, flexible Services an. Das vernetzte Arbeiten wird in den Fokus rücken und feste Anschriften werden so zur Nebensache. Wichtig ist dabei für die einzelnen Kommunen aber, finanziellen und auch regulatorischen Freiraum sowie die Unterstützung durch Bund und Länder zu haben, um den Schritt in Richtung Stadt der Zukunft antreten zu können. Denn nur so kann digitale Transformation nachhaltig gelingen.

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1 Antwort
  1. Mathias sagte:

    Hallo zusammen, ja des wird ein Thema unserer Zukunft sein. Dann sprechen wir doch mal über das Thema Datenschutz! Ich will nicht wissen, wer in einer Smarten Welt unsere Daten abgreift.
    Der Mensch muttiert zu einem durchsichtigen Bürger, dessen Daten vor nichts mehr sicher ist.
    Ups ein solches Thema hatten wir ja schon. Siehe der letzte Facebook-Skandal.
    Sorry, ich brauche so was nicht, wie die meisten anderen Menschen auch.
    Gruß,
    Mathias

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