Vorstellung Homematic IP wired Geräte

Wir haben brandneue News für Euch :-) Heute konnten wir zum ersten Mal einen Blick und ein paar Finger auf die neuen Homematic wired IP Komponenten legen. Gestern kam ja bereits die News von eQ-3, dass die neue CCU3 in diesem Jahr erscheinen wird. Diese Nachricht wird viele von Euch schon gefreut haben, doch viel interessanter finde ich persönlich die neune Homematic wired IP-Serie! Wir konnten alle Geräte angucken und einen ersten Eindruck gewinnen, diese Eindrücke möchten wir Euch natürlich nicht vorenthalten. Darum direkt zu den Facts!

Die neuen Homematic wired IP Geräte sehen chic aus, mein erster Eindruck war sehr überraschend, da das Design nicht mehr nach „Eigenbau“ und „Bastel“ aussieht. Alle Geräte sind ausschließlich für die Hutschiene vorgesehen und nehmen im Schaltschrank jeweils 4 TEs ein. Jedes Gerät hat dabei ein eigenes Display, dass über die Gerätetemperatur und andere Statusmeldungen anzeigen kann. Auch eine Bedienung ist über die Tasten „Mode“ und „Select“ möglich.

Herzstück der neune wired IP Installation ist das Gateway. Dieses trägt die Bezeichnung HmIPW-DRAP. Das Gateway ist die zentrale Schnittstelle zwischen der neunen CCU3 und dem Homematic wired IP Netzwerk. Ein eingebauter Access Point verbindet zudem die Geräte der IP wired Serie mit der Homematic IP Cloud. Dies ist aber nur optional. Die Geräte können auch, wie bei der CCU2 gewohnt, auch ohne Cloud betrieben werden. 

Das Gateway muss mit einem 24V Netzteil versorgt werden und benötigt ca. 960 mW im Ruhebetrieb. Das Gateway wird über eine Netzwerkverbindung mit der CCU3 verbunden. Ein ganz entscheidender Faktor ist außerdem, dass mehrere Gateways in einem Netzwerk betrieben werden können! So kann jetzt ein separates Gateway pro Schaltschrank oder Unterverteilung gesetzt werden, ohne dass der Bus von Schrank zu Schrank geschliffen werden muss. Untereinander werden die Gateway via Netzwerk verbunden. An diesem Netzwerk hängt dann auch die CCU3.

Was kann der neue BUS?

Der neue Bus soll stabiler laufe und verschlüsselt sein (bei dieser Angabe haben wir leider unterschiedliche Aussagen bekommen). Direktverknüpfungen können, wie bei dem alten System auch, unter den einzelnen Komponenten angelegt werden. Es sind zwei Anschlüsse am Gateway vorhanden, worüber zwei unabhängige Busse aufgebaut werden können. Dadurch ist es sehr einfach möglich, die Topologie zu wählen, die für den Schaltschrank an einfachsten zu realisieren ist.

Bei jedem Gerät liegt ein vorkonfektioniertes, vieradriges Kabel bei. Zwei der Adern sind für den Bus, die anderen beiden Adern sorgen für die Spannungsversorgung, sodass die 24V nur zentral am Gateway eingespeist werden müssen.

Das Gateway ist mit einem Display ausgestattet. Über dieses Display kann schnell der Zustand des Busses abgefragt werden. Sobald eine Taste am Gateway gedrückt wird, leuchten alle anderen Geräte, die mit diesem Gateway verbunden sind auf. Das Display hat eine weiße Hintergrundbeleuchtung.

Die neuen Homematic wired IP Module

Es werden viele, neue Module für Homematic wired IP erscheinen. Alle Moduel sind, wie oben schon kurz angesprochen 4 TEs breit und werden über den Bus in der Unterverteilung miteinander verbunden.

Es gibt einen 4-fach Jalousienaktor, der für Rollos und Jalousien (Kippwinkel) geeignet ist, dann wird es einen 3-fach Dimmaktor geben, ein 16-fach Eingangsmodul, ein 32-fach Eingangsmodul, einen 4-fach Schaltaktor und einen 8-fach Schaltaktor.

Auf die Einzelheiten der neuen Module werde ich in einem weiteren Artikel eingehen, da dies sonst den Rahmen hier sprengen würde.

Eine weitere Besonderheit ist der wired IO UP-Einsatz für 6-Eingänge, der über den Bus direkt in einer Unterputzdose angebunden werden kann. Damit wird es möglich sein, einen kompletten Raum über ein Buskabel anzubinden.

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7 Kommentare

  • Buch

    22. März 2018

    Hallo
    wird es möglich sein seine Homematic wired komponenten mit den neuen zu vermischen oder muss man Homematic wired ip seperat an einen eigenen Bus zu betreiben.

    Antworten
    • Sebastian

      Sebastian

      22. März 2018

      …das ist leider noch nicht klar. Die Frage habe ich mir aber auch schon gestellt. ich denke, dass es nicht möglich sein wird die beiden Busse zu vermischen, aber über die CCU3 wirst du warscheinlich! das alte LAn-Gateway und das neue zusammen einbinden können und dann auch in Programmen auf beide „Arten“ zugreifen können. Eine Direktverknüpfung wird es sehr warscheinlich nicht geben.

      Antworten
  • Michael

    21. März 2018

    Was ist denn jetzt aber der Unterschied zwischen HM wired und HM IP wired?
    Ich baue gerade ein Stockwerk komplett um und ziehe Klingeldraht für zu jedem Schalter (für HM Wired). Im EG nutze ich bereits einige wenige HM Funkkomponenten.

    Sollte ich dann oben lieber auf HM IP wired gehen?

    Antworten
  • Marco

    21. März 2018

    Hallo,
    ich baue gerade neu und bin auf der suche nach dem richtigen Smart Home System für mich. Ich (wir) sind Apple Fans und ich wollte die HomeMatic Produkte über die CCU2 auf einem Raspberry Pi3 und Homebridge an Home Kit anbinden.
    Ist es da trotzdem sinnvoll schon auf HomeMatic IP Komponenten zu gehen?
    Welchen Vorteil würden mir die wired HM IP Variante bringen?

    Danke und Gruß Marco

    Antworten
    • Sebastian

      Sebastian

      21. März 2018

      Hallo Marco, es wird in Zukunft nur noch Homematic IP Geräte geben. Daher würde ich dir empfehlen, wenn du neu anfängst, direkt auf die IP Serie zu setzen. Wenn du dich für PiVCCU entscheidest, kannst du die Bridge für die Sprachsteuerung direkt mit auf einem Pi laufen lassen.

      Antworten
  • Torsten

    19. März 2018

    Hmm, das scheint mir nur für Neubauten interessant. Eine bestehende Hausinstallation damit umzurüsten erscheint mir sehr aufwändig, wenn nicht gar unmöglich.

    Antworten
    • Werner

      Werner

      19. März 2018

      Hallo Torsten,

      das siehst du absolut richtig. Die wired Variante, egal ob mit der HomeMatic Prokutlinie oder den neuen HomeMatic IP wired Produkten bietet sich eigentlich nur für Neubauten an, weil umfangreiche Verkabelungen notwendig sind.

      Für Bestandsbauten ist die einfacherer Lösung die Funk basierte Variante von HomeMatic oder HomeMatic IP.

      Gruss
      Werner

      Antworten

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