Vor kurzem stellte eQ-3 einige neue Geräte aus dem Bereich der potentialfreien Kontakt-Schnittstellen vor. Darunter waren beispielsweise die HmIP-FCI1 oder auch HmIP-FCI6 zu finden, die beispielsweise für den klassischen Einsatz in einer Unterputzdose vorgesehen sind. 

In diesem Bericht möchte ich euch eine weitere Kontakt-Schnittstelle vorstellen, die sich vor allem in Kombination mit Glasbruchmeldern sehr gut kombinieren läßt. Es handelt sich dabei um die Kontakt-Schnittstelle HmIP-SCI.

Bei der Schnittstelle handelt es sich um ein relativ „schmales“ Gerät, welches ihr problemlos im Bereich des Fensterrahmens installieren könnt. Es bietet die Möglichkeit, einen Reed-Fensterkontakt anzuschließen. Die Batterieversorgung wird von zwei AAA-Batterien übernommen, die im Besten Fall nach Aussage von eQ-3 eine Laufzeit von bis zu 4 Jahren überbrücken sollen.

ELV gibt zur Kontakt-Schnittstelle HmIP-FCI folgende Informationen:

„Alarm- und Überwachungskontakte gibt es in vielfältigen Formen und für zahlreiche Einsatzgebiete, so etwa eine große Anzahl verschiedener Magnetkontakte, Spezialkontakte wie Riegelkontakte, Endschalter, Erschütterungs- und Neigungssensoren oder Glasbruchmelder. All diese traditionell drahtgebundenen Kontakte können in einer modernen Smart Home Umgebung weiter genutzt werden, wenn man sie mit dieser Homematic IP Kontakt-Schnittstelle koppelt.“

Da der kombinierte Einsatz von magnetischen Fensterkontakten und Kontakt-Schnittstellen vielen von euch bereits bekannt ist, habe ich mich diesmal für die Kombination mit einem Glasbruchmelder entschieden. Eignen tut sich dafür beispielsweise der Glasbruchmelder GBS3025, den ihr u.a. bei ELV oder anderen Versandhäusern erwerben könnt. Dieser Glasbruchmelder bietet einen potentialfreien Ausgang (Normally Closed) an, welchen ihr direkt auf den Eingang der Kontakt-Schnittstelle HmIP-SCI legen könnt.

Da es sich um einen Normally Closed Ausgang handelt, welcher im ordnungsgemäßen Zustand der Scheibe „geschlossen“ ist, handelt, könnt ihr auch mehrere Glasbruchmelder in Serie schalten und gemeinsam auf die Kontakt-Schnittstelle legen. Sollte einer der Glasbruchmelder auslösen, so wird der Messkreis unterbrochen und ein Befehl von der Kontakt-Schnittstelle per Funk zu eurer CCU oder auch dem Access Point übertragen.

Die Kontakt-Schnittstelle hat genau zwei Anschlusspunkte, an denen ihr den Glasbruchmelder anklemmt. Auf der Rückseite der Schnittstelle ist zudem eine Aussparung für die Leitung vorgesehen.

Achtung: Der Glasbruchmelder ist hochempfindlich und kann durch Klopfversuche beschädigt werden! Ebenso muss er mit einem speziellen Loctite Kleber (Nr. 29691) auf die Scheibe geklebt werden.

Anlernen und Konfigurieren in der CCU

Das Anlernen der Kontakt-Schnittstelle HmIP-SCI gestaltet sich einfach. Im Posteingang landet ein 1-kanaliges Gerät.

Wenn ihr in die Geräteparameter wechselt, seht ihr, dass ausschließlich ein Betrieb als „Fensterkontakt“ möglich ist. Ein Umstellen der Schnittstelle auf „Taster“ oder „Schalter“ ist nicht vorgesehen! Für einen solchen Anwendungsfall verwendet ihr bitte die Kontakt-Schnittstellen HmIP-FCI1 oder HmIP-FCI6.

Fazit

Ich finde die Kontakt-Schnittstelle zusammen mit einem Glasbruchmelder stellt eine interessante Kombination dar, obgleich ich mangels Glasbruch bzw. des notwendigen Testgerätes noch keinen selbigen simulieren konnte. 

3 Kommentare
  1. Avatar
    Andreas sagte:

    Wirklich Super aber so hat man die maximalen 80 Geräte direkt voll. Ich habe inzwischen einen 2. AP mit insgesamt 100 Geräten…

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  2. Avatar
    Jens sagte:

    Hallo,
    interessanter Beitrag! Werde ich bestimmt nachrüsten.

    Zum testen habe ich mal gelesen, dass es reicht, wenn man ein 2 € stück auf die Fensterscheibe knallen lässt, also eine Seite mit dem Zeigefinger auf die Glasscheibe und die andere Seite mit dem Daumen festhalten und diesen dann wegziehen. Dann klappt die Münze auf die Scheibe und das sollte ausreichen, um den Glasbruch zu simulieren.

    Gruß Jens

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