Bewegungsmelder sind eine nützliche Ergänzung, wenn es um das automatische Schalten von Lichtern oder aber auch Alarmfunktionen geht. Dennoch gibt es im Alltag immer wieder Situationen, in denen die Bewegungsmelderschaltungen für eine eingeschränkte Zeit deaktiviert werden sollen.

Wenn wir über eine klassische Bewegungsmelderschaltung in einer Homematic Installation sprechen, dann bedeutet dieses aus funktioneller Sicht folgendes:

  • Ein Bewegungsmelder erkennt erstmalig eine Bewegung
  • Es wird ein verknüpfter Aktor (bspw. Licht) für eine gewisse Einschaltdauer eingeschaltet (typ. 5 Minuten)
  • Sollte innerhalb dieses Zeitraums eine erneute Bewegungserkennung stattfinden, so wird erneut eine Einschaltdauer von 5 Minuten zum Aktor übertragen.

Nehmen wir nun mal das folgende Szenario an:

Ihr habt auf eurer Terrasse eine Lichtschaltung über einen Bewegungsmelder realisiert. Solange ihr im Erfassungsbereich bleibt und euch ausreichend bewegt, bleibt das Licht dabei auch eingeschaltet. Sollte jedoch innerhalb von 5 Minuten bpsw. durch ruhiges Sitzen keine Bewegung mehr erkannt werden, so wird das Licht ausgeschaltet und ihr sitzt im Dunkeln.

Sinnvoll wäre es nun, wenn das Licht doch über einen Taster oder auch per App dauerhaft eingeschaltet werden kann. Ihr werdet jedoch feststellen, dass auch nach dem Einschalten per Taster oder App das Licht irgendwann doch wieder ausgehen wird – nämlich dann, wenn der Bewegungsmelder innerhalb von 5 Minuten keine Bewegung erkannt hat. Die Einschaltdauer überschreibt in diesem Fall das dauerhafte Einschalten.

Lösung – Blockierzeitraum

In dem Moment, in welchem das Licht dauerhaft bspw. über einen Taster eingeschaltet wird, muss der Bewegungsmelder für eine bestimmte Zeit inaktiv geschaltet werden. Hierfür bietet jeder Homematic IP Bewegungs- aber Präsenzmelder einen Kanal zur Unterdrückung der Bewegungserkennung an.

Es muss sich dabei nicht um Kanal 4 (HmIPW-SMI55) handeln, bei klassischen Funk-Bewegungsmeldern (HmIP-SMI) ist die Einstellung bspw. in Kanal 2 zu finden. Klickt dafür in der WebUI einfach auf Einstellungen -> Geräte -> Bewegungsmelder einstellen und wählt einen entsprechenden Blockierzeitraum aus. In diesem Beispiel seht ihr einen Blockierzeitraum von 3 Stunden.

Der nächste Schritt ist nun, dass dieser Kanal angesprochen werden muss. Hierfür könnt ihr eine einfache Direktverknüpfung zwischen einem Wandtaster und dem Blockierkanal erstellen. Bestenfalls wählt ihr hierfür den Wandtaster bzw. die Fernbedienung, der/die zusätzlich das Licht dauerhaft einschaltet und damit parallel den Bewegungsmelder auf inaktiv setzt. Nach Ablauf der Blockierzeit wechselt der Bewegungsmelder automatisch zurück in den Normalbetrieb. Ein Bewegungsmelder lässt sich zudem auch in Zentralenverknüpfungen aktiv / inaktiv schalten.

Sofern ihr nicht noch einen zusätzlichen Taster einplanen wollt, um den Bewegungsmelder inaktiv zu schalten, empfehle ich euch den Einsatz eines virtuellen Zentralenkanals. Dieser kann problemlos ebenfalls mit dem Unterdrückungskanal kombiniert und zudem als Taster in eurer Lieblings-App eingebunden werden.

Denkt natürlich daran, dass im Blockierzeitraum überhaupt keine Bewegungserkennung übertragen wird. Damit würde auch bei einer Sicherheitsfunktion keine Alarmierung erfolgen.

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