Immer mehr Unternehmen denken in diesen Tagen darüber nach, wie sie ihr Geschäft klimafreundlicher gestalten können. Nur wenigen gelingt es, diesen Weg bis hin zur Neutralität zu gehen. Doch dank neuer Technik können auch in diesem Bereich inzwischen sehr große Potenziale erschlossen werden. Wir nehmen in diesem Artikel die wichtigsten Tipps unter die Lupe, mit denen die Umstellung gelingen kann.

Die Belastung genau ermitteln


Möchte sich ein Unternehmen verstärkt auf dem Gebiet des Umweltschutzes engagieren, so ist die Situation des Status Quo der wichtige erste Schritt. Hier geht es darum, einen Eindruck von der aktuellen Belastung zu gewinnen, welche durch die eigenen Aktivitäten verursacht wird. Auf dieser Basis muss der gesamte Geschäftsprozess genau unter die Lupe genommen werden. Mithilfe von Spezialisten ist es dann möglich, den CO2-Austoß pro Jahr ziemlich genau zu berechnen.

Nach diesem Schritt steht das Fernziel fest, welches bis zur Klimaneutralität erreicht werden muss. Manches Unternehmen, wie zum Beispiel Merus aus Sindelfingen, will diesen Prozess jedoch so stark wie möglich verkürzen. Nach dem Motto Merus wird klimaneutral sollen schädliche Einflüsse ganz reduziert werden. Neben der Ermittlung der genauen Belastung wurden dazu schon die ersten Maßnahmen in die Tat umgesetzt. So bezieht das Unternehmen seit Beginn des Jahres 2020 seinen Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien, die in den heimischen Wasserkraftanlagen gewonnen werden.

Erste Schritte zur Reduzierung


Doch was können andere Firmen tun, um dieses Projekt erfolgreich in die Tat umzusetzen? Je nach Branche ist es lohnend bei den Dienstreisen anzusetzen. Diese sind nach wie vor ein zentraler Bestandteil der heutigen Geschäftswelt. Vielleicht bietet sich aber die Möglichkeit, weniger wichtige Konferenzen in den digitalen Bereich zu verlegen, um dadurch die Anfahrt zu sparen? Sollte sich ein Besuch gar nicht vermeiden lassen, so spielt die Wahl des passenden Verkehrsmittels eine große Rolle. Besonders bei Zielen innerhalb Deutschlands sollte dafür die Bahn stets einer Flugreise vorgezogen werden.

Auch die Anfahrt der Mitarbeiter in die Firma muss in das Konzept vom klimafreundlichen Unternehmen einbezogen werden. Dabei liefert das Dienstfahrrad derzeit die beste Bilanz. Schon seit Jahren genießen die Fahrräder die gleichen steuerlichen Vorteile wie Autos, die im Namen der Mitarbeiter angeschafft werden. Wollen sich die Mitarbeiter der Anfahrt auf dem Fahrrad noch nicht voll und ganz verschreiben, so stehen ihnen auch verschiedene Leasing-Angebote zur Verfügung. Es mangelt also letztlich nicht an Möglichkeiten, um auch in diesem Bereich des Unternehmens den wichtigen ersten Schritt zu gehen. Je größer die Unterstützung durch die Belegschaft dafür ist, desto größer sind auch die potenziellen Erfolge, die dabei erzielt werden können.

Finanzielle Kompensation als Chance


Längst nicht jede Branche ist dazu in der Lage, ihre Umweltbelastung mit derart einfachen in den Bereichen von Energie und Wasser Mitteln zu drücken. Gerade in der verarbeitenden Industrie ist der ökologische Fußabdruck des Unternehmens oft so groß, dass diese simplen Schritte noch nicht für eine Besserung ausreichen. In diesem Fall kann zusätzlich zu den ersten kleinen Maßnahmen auch die Kompensation eine wichtige Rolle spielen. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, mit finanziellen Mitteln aus dem Unternehmen andere Projekte zu fördern, welche wiederum ihrerseits für Einsparungen sorgen.

Verschiedene Anbieter halten heute die Chance bereit, auf einfache Weise in diesen Bereich zu investieren. Entscheidend ist im Vorfeld jedoch die genaue Prüfung der einzelnen Optionen. Nur so kann sichergestellt werden, dass das eingesetzte Kapital wirklich effizient und sinnvoll zum Einsatz kommt. Nicht jedes Programm schnitt dabei in den letzten Jahren gut ab.

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