In diesem Artikel möchte ich euch einen interessanten neuen Aktor vorstellen, den ich auf dem diesjährigen Usertreffen in Kassel anschauen konnte. Er wird voraussichtlich im Juli 2018 auf den Markt kommen. Einen HomeMatic IP Lichtsensor HmIP-SLO, den man natürlich nicht nur mit dem HomeMatic IP Access Point, sondern auch in HomeMatic über eine CCU oder RaspberryMatic betreiben kann. Der Homematic IP Lichtsensor misst zyklisch die Umgebungshelligkeit und überträgt sie an eine angelernte Zentrale.

Hier seht ihr den neuen Aktor mit abgenommener Haube – Quelle: ELV

Ich verwende heute bereits einen Homematic Funk-Lichtsensor für Außenbetrieb, welcher nach dem Zusammenbau auch problemlos seiner Aufgabe nachkommt. Nun hat EQ-3 einen neuen Aktor angekündigt, bei dem es sich ebenfalls um einen Lichtsensor handelt. Dieser neue Lichtsensor sieht vom Gehäuse sehr ähnlich aus wie die Homematic IP Funk-Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor HmIP-STHO. Wie fast  immer sieht der neue HomeMatic Ip Aktor moderner als die gleichen Aktoren aus der HomeMatic Serie aus.

Einleitung

Als ich mit meiner Hausautomatisierung über HomeMatic begonnen habe gab es noch keinen Lichtsensor und aus diesem Grund habe ich die Steuerung meiner Rollläden und bestimmter Lampen über den folgenden Aktor durchgeführt: Funk-IR-Bewegungsmelder außen, HM-Sen-MDIR-O-3.

Das hat eigentlich auch ganz gut funktioniert, weil dieser Bewegungsmelder zusätzlich auch einen Dämmerungssensor enhält, der alle 3-4 Minuten einen entsprechenden Wert an die Zentrale sendet. Wo es bei mir zu Probleme geführt hat, war nach dem Einsatz meiner Netatmo Presence Kamera, weil diese mit Infra Rot Licht arbeitet und das dem Dämmerungssensor eine falsche Helleigkeit „vorgegauckelt“ hat.

Fast gjeichzeitig kam der HomeMatic Lichtsensor HM-Sen-LI-O auf den Markt und damit konnte ich nicht nur meine Problem mit der Kamera lösen, sondern dieser Sensor ermöglichte durch die Tatsache, das er die Helligkiet in LUX misst, eine wesentlich genauere Auswertung der jeweiligen Helligkeit, was beispielsweise bei der Beschattung zu deutlich besseren Ergebnissen führt.

Mit einem Lichtsensor ist die Steuerung von Licht und Rollläden deutlich flexibler und auch zufälliger umzusetzen. Daher lohnt sich aus meienr Sicht die Anschaffung eines solches Sensors auf alle Fälle.

Allgemeines zum neuen Aktor

Die Umgebungshelligkeit ist ein Faktor, der sich vielseitig in der Haustechnik einsetzen lässt, ob für die Beleuchtungssteuerung, für die Klimatisierung/Beschattung, für die automatische Steuerung der Rollladen.

Der Lichtsensor HmIP-SLO ist weit mehr als nur ein einfacher Helligkeitssensor. Der batteriebetriebene Sensor ist in einem wettergeschützten Gehäuse untergebracht, das an einer Wand montiert wird. Durch ein klares Sensorfenster misst der Sensor seitlich einfallendes Licht. Die Helligkeit wird in Lux gemessen und zyklisch an eine Zentrale übertragen. Dabei überträgt der Sensor gegenüber einem einfachen Sensor aber nicht nur einen Wert, sondern gleich einen Satz von 4 Werten, die für die Realisierung unterschiedlicher Aufgaben in der Hausautomation verwendet werden können.

Durch konfigurierbare Schaltschwellen lassen sich angelernte Aktoren aber auch direkt von dem Sensor aus steuern, so z. B. Schaltaktoren für die Beleuchtung oder Beschattung.

Damit kann der neue Lichtsensor aus der HomeMatic IP einiges mehr als sein Vorgänger aus der HomeMatic Serie.

Vergleich der Lichtsensoren

Wie bereits oben erwähnt, finde ich persönlich den neuen IP Lichtsensor optisch deutlich ansprechender und auch unauffälliger an der Hauswand. Aktuell scheint der neue Aktor nur in Weiß auf den Markt zu kommen. Da der Homematic IP Funk-Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor HmIP-STHO auch in anthrazit erhällich ist, könnte es evtl. möglch sein, dass die mit dem Lichtsensor später auch möglich ist.

Auf dem nachfolgenden Foto seht ihr die beiden Lichtsensoren im direkten Vergleich und jeder kann sich selbst ein Bild machen, welcher besser gefällt.

Links: Homematic Lichtsensor – Rechts: Homematic Ip Lichtsensor – Quelle: ELV

Vergleich technische Daten

Technische Daten der beiden Lichtsensoren – Quelle: ELV

Highlights des neuen Aktors

  • Batteriebetriebener Außensensor für die Erfassung der Außenhelligkeit in Lux
  • Mit CCU2/CCU3 und Homematic Funkmodul für den Raspberry Pi sind umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten für Sende- und Filterverhalten sowie Auswertungen aller verfügbaren Messwerte (Aktuell, Min-, Max-, Mittelwerte) möglich
  • Schwellwerte für Dämmerung über eine Zentrale konfigurierbar, so ist auch eine direkte Aktorsteuerung vom Sensor aus möglich über Zentrale oder App
  • Betrieb an Homematic CCU2 (und kompatible Zentralen), Homematic IP Access Point bzw. Direktverknüpfung mit Homematic IP Komponenten möglich
  • Low-Bat-Warnung über Zentrale und App
  • Für die Montage des Bausatzes sind zwar nur wenige Bauteile zu löten, jedoch ist hierfür etwas Geschick erforderlich

WICHTIG !

Benötigt 2 x Batterien Mignon AA/LR6, welche nicht im Lieferumfang enthalten sind.

Preis und Verfügbarkeit

Der neue Homematic IP Sensor kann ab sofort bereits bei ELV bestellt werden:  Bestell-Link

Preislich ist der neue Homematic IP Lichtsensor aktuell zirka 40% günstiger als sein Vorgänger aus der HomeMatic Serie.

Fazit

Mir persönlich gefällt der neue Sensor optisch und von den technischen Daten her so gut, dass ich mir bereits einen Bausatz bestellt habe.

Es ist ja ohne Weiteres möglich, einen zweiten Lichtsensor in die Steuerung des Hauses zu integrieren. Mich interessieren vor Allem die in Summe vier Datenpunkte, welche an die Zentrale gesendet werden.

Sobald ich den Aktor mein Eigen nennen kann, werde ich ihn zusammen bauen und euch über meine Erfahrungen hier im Blog berichten.

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8 Kommentare
  1. K-H sagte:

    So, habe das Teil jetzt bekommen, Inbetriebnahme einfach wie immer, der Formfaktor gefällt mir gut, ist schön klein und ließ sich gut mit Kabelbindern an der Balkonbrüstung befestigen.
    Der Lux-Bereich ist nach oben schon bei ca. 83.000 Lux beendet, mein alter kann auch über 100.000 Lux erkennen und senden, 83.000 ist aber für mich ausreichend, ich löse die Beschattung bei 70.000 Lux aus, mal sehen, ob die beiden ansonsten ähnliche Werte liefern.
    Die Einstellmöglichkeiten sind m.E. Im Gerät selbst selbsterklärend. Mit etwas suchen im Forumhabe ich herausgefunden, dass das Teil standardmäßig alle 2-3 Minuten sendet und zwar jeweils den Max, Min und Durchschnittswert der letzten 10 Messungen.
    Im Kanal 1 kann man die Sendeintervalle verlängern (auszulassende Statusmeldungen) bzw. Alternativ oder zusätzlich identische Werte bei. Senden überspringen (ist wohl eher realistisch wenn die Sonne voll scheint, ansonsten wird es wohl immer Änderungen geben)
    Kanal 2 u 3 sind die „üblichen“ Grenzwerte für das Senden der Entscheidungswerte bei Direktverknüpfungen.

    Unklar ist mir beim Einbinden in Programme die dort mögliche Auswahl für Kanal 1

    Man kann für Kanal 1 zwischen verschiedenen Werten auswählen.
    Durschnittliche Helligkeit, ungefilterte aktuelle Helligkeit, maximale Helligkeit und minimale Helligkeit sind ja alle selbsterklärend, hier kann ich Lux werte einstellen.
    Es gibt aber zu jeden dieser Werte noch jeweils die Auswahl Normal, unbekannt und Überlauf, dies jeweils als „Zustand“, dh hier lassen sich keine zusätzlichen Werte eingeben.
    Wie hier Normal, unbekannt, Überlauf definiert ist und wie man das sinnvoll zur Steuerung nutzen kann ist mir unklar.
    Je,and eine Idee?

    Antworten
  2. Max sagte:

    Kann mir jmd. einen Anwendungsfall sagen warum man damit die Rolladen steuern sollte?
    (Siehe Beschreibung ELV …für die Rollladensteuerung)
    Mir fällt kein Grund ein, da ich das ja ziemlich gut über Uhrzeit (Abends runter) bzw. über den Temperatur sensor (wenn warm dann Rollo runter ansonsten hoch) machen kann.

    Antworten
    • K-H sagte:

      „wenn warm dann Rollo Runter“ warm innen? = zu spät warm außen = ist es auch wenn die Sonne nicht scheint
      Im Ernst, Rolladensteuerung über Lichtsensor nutze ich, um die Rolläden dann runter zu fahren, wenn die Sonne auf die Fenster scheint, a) um die Wärme draußen zu halten, b) um die Blendwirkung der Sonne zu minimieren. Gerade letzteres ist halt nur bei hohen Lux-Werten notwendig.
      Abends nutze ich es insbesondere bei Abwesenheit um die Rolläden in Anhängigkeit von Uhrzeit und Helligkeit kombiniert herunterzufahren.
      Aber ist halt alles eine persönliche Frage, sprich „jeder Jeck is anners“

      Antworten
      • dirk sagte:

        Hallo…
        Hast Du den HmIP-SLO im Einsatz?
        Wenn ja, wie hast du den eingebunden?
        Ich denke die Schwellen für die Helligkeit müssen noch programmiert werden….

        Sonstige Recherchen sind aktuell ohne Ergebnis geblieben.

        Antworten
        • K-H sagte:

          Noch nicht, warte auf die Lieferung. Derzeit nutze ich den „Nicht-ip“ Sonnensensor, da ich a) Süd und Westseite schon länger trennen wollte und b) Stück für Stück allgemein auf HmIP umstelle habe ich mir das Teil jetzt bestellt und werde sobald es da ist versuchen den einzubinden und zu nutzen.
          Mal sehen, welche Möglichkeiten sich bieten und was ich davon nutzen werde.

          Antworten
  3. Mathias sagte:

    Was für eine eigenartige Frage:
    Wenn man sich die technischen daten genauer ansieht, ist es eigentlich klar, welchen Aktor man sich leisten soll: Der HMIP hat eine Reichweite, die drei mal so hoch ist. Der Batterieverbrauch ist auch um einiges niedriger.
    Bei mir geht wieder der „Bastelwastel“ durch: mal schauen, ob das auch mit Akkus und Solarzellen geht :)

    Antworten

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