Homematic DIY-Projekt: Thermometer und Hydrometer – fertige Platine im Eigenbau

Heute habe ich ein sehr spannendes Thema für Euch. Es geht um selbst gebaute Sensoren, die sich, wie “normale” Sensoren einfach ohne Umweg an die CCU2 anlernen lassen. Das Schöne daran ist, dass die Kosten dafür sehr überschaubar sind und man selber Hand anlegen kann – wenn man denn will ;-) Das Projekt ist zusammen mit Alexander Reinert entstanden, der hierfür den passenden Input geliefert hat.

Was ist der Sinn und Zweck dieses Projekts? IoT ist in aller Munde und Bau von Sensoren und kleinen Platinen ist so einfach wie noch nie. Die Arduino-Plattform liefert zudem das passende Werkzeug, um solche Projekte ohne großen Aufwand umzusetzen. Ziel ist es, eine Platine zu schaffen, die zusammen mit einem schicken Gehäuse, nicht mehr viel mit den Sensoren gemein hat, die man aus manchen Bastelzimmern kennt. Das hier vorgestellte Modul soll die Plattform für unterschiedliche Sensoren bilden, die dann selber zusammengebaut werden können. Starten werden wir mit einem Sensor, der uns eine (sehr genaue!) Temperatur und Luftfeuchtigkeit liefert. Der Sensor arbeitet mit 2AA Batterien in einem flachen Gehäuse und lässt sich ganz einfach an einer CCU2 über Funk anmelden. Dort kann er dann wie jeder andere Sensor auch, abgefragt und ausgewertet werden.

Die Laufzeit der Batterie ist, je nach Funkempfang zwischen 1,5 und 3 Jahre ausgelegt. Dadurch ist der DIY-Sensor auch für den Alltag bestens geeignet. Die Kosten für den Sensor belaufen sich auf unter 25€!In diversen Foren wird das Thema schon länger diskutiert und es gibt dazu auch ein paar wenige Anleitungen, die aber für den Laien nicht besonders gut zu verstehen sind. Damit auch die Leser unter Euch in den Genuss kommen können, solche Sensoren nachzubauen, haben wir uns vorgenommen eine sehr detaillierte Beschreibung zu erstellen, die Euch zeigt, wie Ihr Schritt für Schritt das Projekt nachbauen könnt.

Die Idee hinter den Sensoren ist schon etwas älter und stammt aus dem FHEM-Forum. Dort wurde damals Libs AskSin (Name abgeleitet von Homematic BidCos) ins Leben gerufen. Diese Library dient als Grundlage der DIY-Sensoren. Aus Libs AskSin wurde dann NewAskSin – damit war es möglich, Sensoren im Eigenbau zu entwickeln. Für den „laien“ aber sehr umständlich und eher nicht für den produktiven Einsatz geeignet.

Irgendwann hat Holger den Code aufgeräumt, umstrukturiert und auf C++ portiert, AskSinPP war geboren.

Jerome Pech hat diese Software dann auch außerhalb der FHEM-Community bekannt gemacht und die angefangen, den Aufbau etwas Laien gerecht aufzuarbeiten.Auch hat er viele Sketches für die Arduino-Plattform geschrieben, die das Handling sehr viel einfacher machten.

Alexander Reinert (Ihr kennt ihn durch das piVCCU Projekt) hat sich dann an die Entwicklung von fertigen Platinen gewagt und uns auf dieses Thema aufmerksam gemacht und uns den passenden Input geliefert.

Soviel zur Vorgeschichte.

Vorab möchte ich einen großen Dank an Jerome Pech und Alexander Reinert aussprechen, da erst durch die beiden diese Anleitung für Euch möglich ist.

Eigenschaften des Sensors

Präzises messen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit – Es erfolgt alle 3 Minuten eine automatische Übermittlung der Daten an die CCU.

Sensoreinheit von Bosch.

Die Batterielaufzeit beträgt (rechnerisch) 2-3 Jahre.

Größe ca. 10x10x3 cm

Kann verwendet werden mit: CCU1,CCU2,CCU3, RaspberryMatic, piVCCU OCCU – nicht für den Homematic IP Access Point geeignet.

Der Sensor wird in der CCU als richtiges Gerät erkannt, kein Cux Daemon oder ähnliche Software notwendig.

Es können mehrere Sensoren parallel angelernt werden.

Vorteil gegenüber fertigen Homematic-Sensoren: Viel höhere Genauigkeit durch präzisen Sensor von Bosch.

Platine kann für weitere I2C-Sensoren genutzt werden – hier folgen weitere DIY-Projekte!

Was brauchen wir alles für den Aufbau dieses Sensors?

1x Grundplatine (Layout von Alex) könnt Ihr über unsere Shop beziehen

1x BME280 Sensor (Hochpräziser Sensor für Temperatur und Luftfeuchtigkeit)

1x Arduino Pro Mini 3,3V mit 8 MHz

1x Funkmodul 868MHz

1x Antennendraht 8,6cm (1mm Abisoliert)

2x Batteriehalter für AA-Zellen

1x Taster 6x6x5mm

1x Elko 10uF 1,5mm

1x Universalgehäuse

4x Blechschraube M2

2x AA Batterien

Signalisierung über LED (Anlernmodus)

1x LED 3mm (rot)

1x Widerstand R1 470 Ohm

Verpolungsschutz der Batterien

1x Mosfet IRLU024NPBF (optional)

1x Widerstand R3 100K Ohm (optional)

Flashen des Arduino

Zum Flashen benötigen wir zudem noch einen FTDI Adapter 3.3V

Ich habe Euch hier mal die unterschiedlichen Bezugsquellen zusamMengestellt. Wer den Kram bei Aliexpress kauft, spart eine Menge Geld, muss aber etwas auf die Lieferung warten. Es können leider schon mal gut 30 – 40 Tage vergehen, bevor die Sendung aus China bei Euch ankommt. Bei Amazon geht das natürlich schneller, Ihr bezahlt dann aber einen saftigen Aufpreis.

Wo am besten kaufen?

Ich habe alle Teile mit µ-Elektronik bei Aliexpress bestellt, die Bauteile wie Widerstände, Taster, das Gehäuse und den MOSFET bei Conrad und die Batteriehalter bei ELV.

Wem das alles zu aufwendig ist, kann mir gerne eine Mail schreiben, ich habe alle Bauteile (inkl. Schrauben und Antennendraht) vorrätig.

Ich habe die fertige Platine von Alex bereits hier, Ihr findet die Platine und die Bauteile im Shop.

TechnikkramAmazonAliexpressConrad
ELV
GrundplatineLink
BME280 SensorLinkLink
Arduino Pro MiniLinkLink
Funkmodul LinkLink
Antennendraht
Batteriehalter Link
LED 3mmLinkLink
R1 = 470 OhmLinkLink
R3 = 100K OhmLinkLink
Taster 6x6x5mmLinkLink
Elko 10uFLinkLink
UniversalgehäuseLink
Blechschraube M2Link
AA BatterienLinkLink
Mosfet LinkLink
FTDI AdapterLinkLink

Bevor wir mit dem Aufbau anfangen, habe ich Euch ein paar Bilder erstellt, damit Ihr sehen könnt, wie das fertige Modul aussieht und wie Ihr dieses in die CCU integrieren könnt. Das Anlernen funktioniert, wie bei jedem anderen Gerät auch über einen Knopfdruck auf der Platine und über die Anlernroutine in der CCU.

Aufbau des Sensors

Wir fangen nun an die Platine zu bestücken, wenn Ihr alle Bauteile bestellt habt, die in der Liste oben aufgeführt sind, können wir anfangen ;-)

Zuerst habe ich das C1101 868 MHz-Funkmodul auf die Platine gesetzt. Ihr habt dabei zwei Möglichkeiten. Entweder verwendet Ihr die beiliegende Steckleiste. Diese wir dann auf die Platine gelötet und anschließend das Funkmodul an die Stifte. Wer es etwas einfacher haben will, kann das Modul aber auch direkt auf die Platine setzen. Das habe ich so gemacht. Auf dem Bild sehr Ihr, dass das Modul direkt auf die Platine gelegt worden ist.

Am besten stellt Ihr Euren Lötkolben auf 360°C ein. Ihr erhitzt nun beide Kontaktflächen und lasst dann langsam etwas Lötzinn auf die Stelle fließen. Ihr braucht nicht besonders viel und solltet darauf achten, dass das Zinn keine Brücke zu den benachbarten Kontakten herstellt.

In der Platine ist zudem eine Bohrung, die für die Antenne vorgesehen ist. Als Antenne nehmt Ihr einfach einen dünnen Draht und schneidet diesen auf eine Länge von 8,6 cm. Mit einer Zange entfernt Ihr dann die Isolierung (1mm). Die blanke Litze steckt Ihr dann durch das Loch und verlötet diese mit dem mittleren Kontakt der c1101-Platine.

Kleiner Tipp: Wenn Ihr eine Homematic-Funkmodul für den Raspberry Pi aufgebaut habt und dieses auf eine externe Antenne umgerüstet habt, dann der „alte“ Antennendraht super für dieses Projekt genutzt werden.

Nun kümmern wir uns um den Arduino Pro mini. Der kleine Chip ist auf einer Board installiert. Wir müssen die beiliegenden Kontakte links und rechts bestücken. Dazu werden die Steckleisten mit 2x 12 Pins benötigt. Die Leisten an den schmalen Seiten (oben und unten) müssen wir nicht bestücken.

Ganz wichtig ist auch, dass die beiden Pins A4 und A5 verlötet werden. Hierüber findet die I2C-Kommunikation mit dem Sensor statt.

Wir müssen in Summe als 26 Lötpunkte auf dem Arduino setzen. Ihr könnt die Steckerleiste entweder von oben oder von unten verlöten. Dabei solltet Ihr vorsichtig sein und nicht zu viel Zinn verwenden.

Nachdem alle Pins angebracht worden sind können wir den Chip mit der Platine verlöten. Dazu setzen wir das Modul auf die Platine und drehen diese um.

Alle 26 Pins müssen nun verlötet werden. Kontrolliert die Lötstellen bitte sorgfältig, da sonst eine spätere Fehlersuche sehr aufwändig werden kann….

Nachdem der Arduino platziert ist, kümmern wir uns um den I2C-Sensor. Der BME280 besitzt 6 Anschlüsse, wovon wir aber nur 4 benötigen.Die beiliegende Steckerleiste löten wir zuerst auf die Platine. Dann löten wir den Sensor auf die Stiftleiste, sodass die oberen 2 Kontakte leer bleiben.

Nun haben wir alle Bauteile mit µ-Chips eingesetzt. Jetzt folgen die etwas einfacheren Komponenten wie Widerstände, Taster und LED.

Den Anfang macht die LED. Die LED ist optional und kann für die Signalisierung während des Anlernvorgangs genutzt werden. Da der Anlernvorgang aber auch am PC-Monitor verfolgte werden kann, kann die LED + der Widerstand R1 eingespart werden.

Den richtigen Einbau setzt Ihr auf dem Bild. Das lange Bein (Anode oder „+“) wird nach unten gesetzt. Das kurze Beinchen wird auf die Bohrung mit der Bezeichnung „4“ gesetzt. Der Widerstand wird als Vorwiderstand für die LED benötigt und kommt auf die Position R1. Hier spielt die Polarität keine Rolle.

Auch dieser Widerstand kann eingespart werden, wenn Ihr die LED nicht benötigt.

Es folgt nun der Taster, der für das Starten des Anlernvorgangs benötigt wird. Dieser wird an die dafür vorgesehene Stelle (weißes Rechteck) gelötet. Ihr könnt hier nichts falsch machen, da der Taster nur genau in die Bohrung passt.

Der nächste Schritt ist ebenfalls optional. Alex hat sich für die Platine einen Verpolungsschutz überlegt, der die Elektronik davor schützt, wenn die Batterien falsch herum eingesetzt werden. Ohne den MOSFET würde dann die Elektronik Schaden nehmen.

Da aber die Batteriehalter sehr eindeutig beschriftet sind, könnt Ihr auf diesen MOSFET + Widerstand aber auch verzichten.

Wenn Ihr ohne MOSFET (Überspannungsschutz) arbeiten wollt, müssen die beiden Kontakte von J8 zusammengelötet (gebrückt) werden.

Nun folgt noch der Elko am C1101-Modul. Dieser muss auf die Position C1 gesetzt werden. Die Anode („-„) muss auf die weiße Fläche auf der Platine gesetzt werden. Die richtige Position könnt Ihr den Foto entnehmen.

Als letzter Schritt müssen noch die beiden Halter für die AA-Zellen verlötet werden. Die richtige Polung seht Ihr auf der Platine und in den Haltern. Dort ist ebenfalls ein „+“ und „-“ zu finden. Minus ist dort, wo die Feder verbaut ist.

Das waren die letzten beiden Bauteile, die wir benötigt haben.

Solltet Ihr Probleme bei der Installation der Software haben, könnt Ihr mich gerne anschreiben, dann kann ich Euch einen fertig geflashten Arduino zukommen lassen!

Software einspielen

Doch ohne die passende Software bleibt unsere Platine ein Briefbeschwerer ;-) Daher wollen wir jetzt das passende Sketch installieren um den Sensor in die CCU einzubinden.

Da ich weiß, das viele von Euch noch keinerlei Erfahrung mit Arduino und dessen Programmierung gemacht haben, werde ich auch diese Schritte im Detail beschreiben.

Zuerst müssen wir die Arduion IDE Software herunterladen. Diese gibt es für Windows, Mac und Linux.

Nachdem der Download beendet ist, müsst die die Installationsroutine durchlaufen und das Programm starten.

AskSinPP herunterladen

Um zu starten benötigen wir zuerst AskSinPP. Über die Schaltfläche „Clone or download“ rufen wir ein weiteres Fenster auf. Hier wählen wir nun Download ZIP aus.

Nachdem die Datei heruntergeladen ist entpacken wir die Datei in einem temporären Ordner.

Nun müssen wir aus den soeben entpackten Dateien ein neues Archiv machen, jedoch ohne das zusätzliches Unterverzeichnis AskSinPP. Im neuen ZIP-Archiv sind dann direkt die Ordner bootloader, examples usw… zu finden.

Das neue Archiv kann den gleichen Namen wie das alte Archiv tragen.

Wir brauchen diese Datei gleich, um die ZIP-Datei als zusätzliche Library in Arduino IDE einzubinden.

Einbinden der AskSinPP Bibliothek

Die soeben angelegte ZIP-Datei spielen wir jetzt in das Arduino IDE ein. Dazu klicken wir im Hauptfenster auf „Sketch“ und dann auf „Bibliothek einbinden“ dort wählen wir dann „.ZIP-Bibliothek einbinden…“ an.

In dem neuen Fenster wählen wir nun unsere soeben erzeugte ZIP-Datei aus.

Damit haben wir die wichtigste Bibliothek für die Funktion unseres neuen Sensors eingebunden!

Sketch herunterladen

Nun laden wir die fertigen Sketche für den Sensor herunter. Diese bekommen wir bei GitHub von Jerome.

Auch hier wählen wir wieder „Clone or download“ an und laden die ZIP-Datei herunter.

Ich habe das Archiv direkt in den Ordner der Arduino-Installation geschoben. Diesen findet Ihr unter „Dokumente“ –> „Arduino“. Hier habe ich alle Beispiele abgelegt, die in der ZIP-Datei von Jerome vorhanden sind.

Hier ist auch das Sketch von unserem BME280 enthalten. Dieses werden wir gleich laden.

Zusätzliche Bibliotheken installieren

Zuerst müssen aber noch weitere Bibliotheken geladen werden, damit das Projekt laufen kann.

Wir brauchen folgende Bibliotheken, die noch installiert werden müssen:

  • EnableInterrupt (Mike Schwager)
  • Low-Power (Rocket Scream)
  • BME280 (Tyler Glen)

Fangen wir mit der ersten Bibliothek an. Diese installieren wir über das Haupfenster mit einem Klick auf „Sketch“ –> „Bibliothek einbinden“ –> „Bibliothek verwalten…“

Es öffnet sich ein neues Fenster. Dort können wir dann nach der benötigten Datei suchen.

Wir geben als im Eingabefeld „EnableInterrupt“ ein und wählen die aktuelle Version aus und danach auf „Installieren“.

Damit haben wir nun die erste Bibliothek eingebunden.

Die nächste Library, die wir benötigen können wir hier von GitHub herunterladen. Auch diese Bibliothek binden wir wieder über die Schaltfläche „Sketch“ –> „Bibliothek einbinden…“ und dann auf „.ZIP-Bibliothek hinzufügen…“.

Hier wählen wir dann die soeben heruntergeladene Datei von GitHub aus.

Jetzt folgt die letzte Bibliothek für den BME280-Sensor. Diese erhalten wir ebenfalls von GitHub.

Auch diese Datei binden wir wieder über die Schaltfläche „Sketch“ –> „Bibliothek einbinden…“ und dann auf „.ZIP-Bibliothek hinzufügen…“ ein.

Damit haben wir nun alle nötigen Dateien zusammen und können jetzt das Board konfigurieren!

Board Konfigurieren

Nun müssen wir dem Programm noch mitteilen, welches Board wir programmieren wollen. Dazu klicken wir auf „Werkzeuge“ und tragen dort die Information ein, die Ihr im Bild sehen könnt.

Hier sind die Einstellungen nochmal einzeln aufgeführt. Um an den COM-Port des FTDI-Adapters zu erhalten, muss der Adapter an den Computer angeschlossen werden. Ihr könnt dann im Gerätemanager den passenden Port sehen. In meinem Fall ist das COM7.

  • Board: Arduino Pro or Pro Mini
  • Prozessor: ATMega328P 3.3V 8MHz
  • Port: Der COM Port vom FTDI Adapter

Sketch laden

Nun müssen wir das fertige Sketch laden, um den Sensor zum Leben zu erwecken. Das Sketch ist wie ein Programm, welches auf den Prozessor vom Arduino geschrieben wird.

Dieses findet Ihr im zuvor heruntergeladenen Archiv. Dort müsst Ihr nach HM

HM-WDS10-TH-I-BME280/HM-WDS40-TH-I-BME280.ino suchen.

Arduino flashen

Jetzt haben wir soweit alles vorbereitet, dass der Arduino programmiert werden kann. Dazu müssen wir den Programmer auf 3,3V umstellen. Auf der Platine ist dafür ein Jumper angebracht. Dieser kann entweder in der Stellung 3,3V oder 5V gesteckt werden. Wir müssen diesen für unseren Arduino auf 3,3V stellen.

Die Platine wird bei diesem Schritt ohne die Batterien betrieben. Wir stecken nun die PINs vom Programmer in das Board vom Arduino, wie Ihr es auch auf dem Foto erkennen könnt.

Nun klicken wir im Fenster auf „Sketch“ –> „Überprüfen / Kompilieren“.

Dieser Vorgang dauert ein paar Sekunden und es sollte am Ende so aussehen, wir auf dem folgenden Bild:

Wenn Ihr bis hier alles richtig gemacht habt, dann können wir das Programm nun auf die CPU schreiben.

Dazu klicken wir auf „Sketch“ –> „Hochladen“

Auch dieser Vorgang dauert etwas und Ihr könnt beobachten, wie die beiden roten LEDs am Programmer während des Vorgangs blinken.

Damit haben wir erfolgreich die Software auf das Gerät gespielt!

Installation prüfen

Nachdem der Vorgang abgeschlossen ist, können wir überprüfen, ob alles richtig funktioniert. Dazu öffnen wir den seriellen Monitor. Das machen wir über „Werkzeuge“ –> „serieller Monitor“.

Die Ausgabe im Plotter sollte so aussehen, wie im oberen Fenster. Dort könnt Ihr erkenne, dass der Messwert als „Measure…“ bereits vom I2C Sensor an den Arduino übertragen wird!

Jetzt können wir den Sensor an unsere CCU anlernen!

Sensor an die CCU anlernen

Dazu öffnen wir das Webinterface der CCU oder der piVCCU und klicken dort wie gewohnt auf „Gerät anlernen“.

Der Arduino bleibt noch an den Programmer angeschlossen und es müssen auch noch keine Batterien eingelegt werden.

Wir starten nun den Anlernmodus der CCU.

Direkt im Anschluss drücken wir kurz auf den Taster des neuen Sensors. Im Plotter könnt Ihr diesen Tastendruck ebenfalls sehen.

Die rote LED auf dem Sensor beginnt nun zu blicken.

Nach einer kurzen Zeit wird das Gerät im Posteingang der CCU auftauchen. Nun ist der Sensor der CCU bekannt und kann wie gewohnt konfiguriert und abgefragt werden.

Batterien einsetzen und Gehäuse installieren

Der Programmer kann nun vom Board getrennt und die beiden AA-Batterien eingesetzt werden. Die rote LED leuchtet kurz auf und der Sensor sendet im Anschluss seine Messwerte an die CCU.

LEDs deaktivieren

Damit die Batterien des Sensor länger halten, sollen die beiden kleinen LEDs von Arduino Board entfernt werden. Das könnt Ihr entweder mit einem spitzen Gegenstand oder dem Lötkolben machen.

Damit ist diese Anleitung fertig. Ich hoffe Ihr konnten der Anleitung gut folgen. Wenn Ihr Vorschläge für Verbesserungen habt oder Ideen für weitere Projekte, dann könnt Ihr wie gewohnt die Kommentar-Funktion nutzen!

 

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19 Kommentare

  • Christoph

    21. Juni 2018

    Hi,

    kleiner Fehler noch in deinem Beitrag, der Amazon Link zu den Elkos zeigt auf welche mit 400V. Ich hab die bestellt und mich gewundert warum die so riesig sind ;-) Korrekt sind natürlich die 25V welche viel kleiner sind.

    Gruß Christoph

    Antworten
  • Saibot

    18. Juni 2018

    Kann man den Sensor auch in ein Gewächshaus anbringen, oder verfälscht die direkte Sonneneinstrahlung das Messergebniss?

    Antworten
  • Holger

    7. Juni 2018

    Sehr interessante Anleitung!
    Gibt es hiermit auch die Möglichkeit und Bauteile, eine Lichtschranke zu realisieren?
    Das fehlt mir nämlich noch und der Durchgangssensor von Homematic ist mir definitiv zu teuer, um damit mehrere Fenster auszustatten!

    Antworten
  • Mike

    2. Juni 2018

    Hallo,
    danke für den tollen Beitrag. Vielleicht habe ich nur das Problem, aber die Conrad-Links funktionieren nicht. Man kann sich die Adresse aber rauskopieren.

    Antworten
  • Erik

    1. Juni 2018

    Hallo Sebastian,

    in welchem Bereich wird sich die Grundplatine in eurem Shop preislich ca. bewegen?
    Kannst du da schon eine Info zu geben? Danke!

    Gruß
    Erik

    Antworten
    • Sebastian

      Sebastian

      1. Juni 2018

      Hallo Erik,
      liegt ca. bei 7€ inkl. Versand.

      Antworten
  • Jürgen Nielsen

    1. Juni 2018

    Hallo, super Anleitung!
    Mir ein kleiner Fehler aufgefallen, der berichtigt werden sollte
    Zitat aus der Anleitung:
    >>> Als letzter Schritt müssen noch die beiden Halter für die AA-Zellen verlötet werden. Die richtige Polung seht Ihr auf der Platine und in den Haltern. Dort ist ebenfalls ein „+“ und „-“ zu finden. Plus ist dort, wo die Feder verbaut ist.
    — Richtig wäre: Minus ist dort, wo die Feder verbaut ist!
    Tolle, sehr verständliche Anleitung!
    Gruß
    Jürgen

    Antworten
    • Sebastian

      Sebastian

      1. Juni 2018

      ..Danke ;-)
      Fehler wurde schon korrigiert!

      Antworten
  • Michael

    1. Juni 2018

    Eine grundsätzliche Frage:

    Bei BidCoS® handelt es sich ja um ein propriestäres Ptrotokoll der eQ-3 AG, die zur ELV-Gruppe gehört. Hat eQ-3 seine Genehmigung zur Nutzung des Protokolls für solche Eigenbauten gegeben oder gewegt man sich damit im Graubereich oder sogar illegalen Bereich?

    Wäre die Nutzung eine eQ-3-TRX-Moduls eine Option?

    Antworten
    • Jérôme

      1. Juni 2018

      Sagen wir es mal so:
      Die von dir genannte „geschützte“ Bezeichnung des Funkprotokolls findet sich in der Bibliothek und in den Projekten nirgends wieder.
      Die AskSinPP-Bibliothek lässt einen Arduino in Verbindung mit einem Funkmodul eine „Sprache“ sprechen, die mit der HomeMatic Zentralensoftware kompatibel ist.

      Sie ist auch nur für nicht-kommerzielle Zwecke zu verwenden!
      (Siehe Lizenzbedingungen des Lib-Erstellers; http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/)
      Die Bezeichnungen für die Geräte (HM-…), die in den examples zu finden sind, sind wiederum nicht markenrechtlich geschützt. Zumindest habe ich beim dpma dazu nichts finden können.

      Somit sehe *ich* für die rein private [fett + unterstrichen] Nutzung keine Bedenken.

      Ja, ein TRX Modul lässt sich wunderbar verwenden.
      Anschlussbelegung findest du hier:
      https://wiki.fhem.de/wiki/HomeMatic_Asksin_Library

      Antworten
      • Michael

        1. Juni 2018

        Es geht nicht um irgendwelche Markennamen oder Begriffe – Sie können nicht einfach ohne Nachfrage & Erlaubnis ein propritäres Protokoll verwenden, das ggf. geschützt ist, nur weil Sie mit nicht-kommerzieller Nutzung argumentieren.

        Antworten
        • Frank

          2. Juni 2018

          Sorry, aber hier sind sie im Irrtum. Selbstverständlich ist das Nachprogrammieren eines Protokolls erlaubt. Wäre es nicht so müssten viele „kompatible“ Geräte sofort aus dem Verkehr gezogen werden. Um nur mal ein Beispiel von vielen zu nennen: Nachfüllbare Druckerpatronen von Fremdherstellern. Für die Protokolle der in den Originalpatronen verwendeten Sicherheitschips wird selbstverständlich von den Herstellern keine Lizenz vergeben. Trotzdem werden diese Chips nachgebaut und das Protokoll nachprogrammiert und bisher hat es kein Hersteller geschafft dagegen vor zu gehen.

          Antworten
  • Jérôme

    1. Juni 2018

    Moin!
    Der LDO muss noch runter vom Pro Mini, wegen des Stromverbrauchs.
    Mit: ~68µA
    Ohne: ~4µA
    Das ist schon ein Unterschied ;)

    Antworten
    • Sebastian

      Sebastian

      1. Juni 2018

      …Danke für den Hinweis! Habe ich gester auch bemerkt und Alex hat mich auch schon darauf aufmerksam gemacht ;-) Der Artikel wird nachher noch uberarbeitet

      Antworten
      • Jérôme

        1. Juni 2018

        Perfekt.
        Echt Klasse, wie viel Mühe & Arbeit du in die Doku gesteckt hast, so dass auch Laien zum Ziel kommen!

        Es gibt sicher noch viele weitere Projekte, die einer ausführlicheren Anleitung bedürfen. :)

        Antworten
        • Sebastian

          Sebastian

          1. Juni 2018

          Merci ;-) Ist echt ein spannendes Thema und bisher war es nur wenigen Lesern zugänglich, daher freut es mich, wenn ich damit auch andere Leser erreichen kann, die Spaß daran haben. Wir können uns gerne über weitere Projekt unterhalten ;-)

          Antworten
          • Jérôme

            1. Juni 2018

            Es gibt ja schon eine Vielzahl von HomeMatic Geräten (sowohl Sender als auch Aktoren), die sich mithilfe dieser Library sowohl mit/ohne der Uni-Platine von Alex, nutzen lassen.

            Ein Einsteigerartikel wie auf meiner Github Seite https://github.com/jp112sdl/Beispiel_AskSinPP wäre toll.

            Nur halt in hübsch – und detaillierter/verständlicher/ausführlicher. :)

            Wenn du Lust und Laune darauf hast, meld dich.

  • Alex. M.

    30. Mai 2018

    Hammer, sowas habe ich schon lange gesucht!
    Danke!!!

    Antworten
  • Mathias

    30. Mai 2018

    Schade……
    warst leider zu früh oder ich zu spät!
    ich habe mir einenen Sensor für’s Bad von Xiaomi gekauft und über IObroker eingebunden.
    Läuft super das Teil und macht was es soll.
    Dazu braucht man den Hygrometer und das Gateway.
    Da ich noch 4 weitere Bewegungsmelder für ca EUR 10,00 je Stück bei Aliexpress geordert habe, macht das ganze wieder Sinn.
    Meine Türklingel habe ich mit einem wireless Switch smart gemacht.
    Ich kenne keinen anderen Hersteller als Xiaomi, der Schaltaktoren OHNE Neutralleiter auf dem Markt gebracht hat. damit will ich das Flurlicht einschalten, sobald jemand bei mir klingelt.
    4 Rauchmelder sind auch schon unterwegs zu mir.
    Das ganze geht leider nur über den Umweg von IObroker.
    Gruß, Mathias
    Mathias

    Antworten

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