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Niklas
KNX, Smart Home

Artikelreihe: Der Traum vom eigenen Smart Home –> Was macht ein Smart Home aus?

Artikelreihe: Der Traum vom eigenen Smart Home –> Welches System soll es werden

Viele fragen sich, wieso man den ganzen Aufwand und die Kosten aufnehmen sollte, um in ein smartes Zuhause zu verwirklichen. Für mich geht es nicht nur darum das Zuhause über eine App zu steuern und die konventionellen Schalter durch Taster zu ersetzen. Richtig eingesetzte Szenen und Automatisierungen können den Komfort und die Energiekosten erheblich senken, ohne das später groß in das System eingegriffen werden muss. Standby Ströme können durch sinnvolles Schalten von Steckdosen reduziert und dokumentiert werden. Schaltaktoren mit Strommessung können einen ganz neuen Überblick zu den Verbrauchern geben, die einem vorher nicht bewusst gewesen sind. Wasserkocher können beim Verlassen des Hauses abgeschaltet werden und vieles mehr. In diesem Artikel werde ich euch ein paar Gegebenheiten präsentieren die ein Smart Home für mich rechtfertigen.

Welchen Nutzen hat ein Smart Home? Das sind die Vorteile

Es gibt keine genaue Eingrenzung, was sich Smart Home nennen darf und was nicht. Für manch einen ist ein Smart Home dann existent, wenn via Alexa Sprachsteuerung eine Stehlampe eingeschaltet werden kann. Die Ideen und Möglichkeiten sind hier fast grenzenlos. Fangen wir bei den unterschiedlichen Gewerken an, die intelligent bzw. automatisiert werden können. Man muss bei einem Smart Home zwingend zwischen der Hardware und der Software unterscheiden.

Wenn wir später über Lichtszenen oder komplexere, automatisierte Ablaufe sprechen, dann kann dies nur realisiert werden, wenn die nötige Hardware vorgerüstet ist. Sollen später z.B. alle Lichter angeschaltet werden, wenn der Rauchmelder Alarm schlägt, dann müssen natürlich alle Lichter einzeln ansteuerbar sein, damit solche Funktionen umgesetzt werden können. Daher ist es sehr essentiell, dass man sich im vorhinein schon grob überlegt, ob Licht, Rollos oder auch die Heizung integriert werden soll.

Ein sehr essenzieller Bestandteil eines Smart Homes ist die Lichtsteuerung. Über eine intelligente Lichtsteuerung ist es möglich, jede einzelne Lampe separat zu steuern. Auf Wunsch können verschiedene Lichter auch gedimmt werden. Ist die nötige Hardware vorhanden und kann jede Lampe separat angesteuert werden können hier z.B. vordefinierte Lichtszenen abgerufen werden. So eine Lichtszene kann z.B. sein, dass bei Betreten des Hauses (draußen ist es dunkel) automatisch das Licht im Flur angeht.

Eine weitere Möglichkeit wäre aber auch, dass bei einem nächtlichen Toilettengang das Licht nur sehr gedimmt eingeschaltet wird – dies kann natürlich in Kombination mit einem Bewegungsmelder geschehen. Hier ist besonders wichtig in der Planung alle Eventualitäten zu bedenken und sich vorab entweder beraten zu lassen oder sich in das Thema einzulesen. Ein Bewegungsmelder unter dem Bett kann zum Beispiel den Toilettengang mit gedimmten Lichtszenen bis zum Bad zu einem viel angenehmeren Unterfangen machen.

Ein weiteres Gewerk wäre die Rollladen- / Jalousiensteuerung. Hiermit können intelligente Beschattungsprogramme realisiert werden. Ein einfaches Beispiel ist das Herunterfahren der Rollos oder Jalousien bei Einbruch der Dunkelheit. Dieser Zeitpunkt ist in Deutschland je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich. Über einen zusätzlichen Helligkeitssensor kann so ein Ablauf intelligent getriggert werden. Auch komplexere Programme wie z.B. eine intelligente je nach Sonnenstand ist denkbar.

Wie auch bei der Lichtsteuerung ist es wichtig, dass alle Jalousien oder Rollläden einzeln über einen Aktor angesteuert werden können. In Kombination mit Rauchwarnmeldern können die Rollläden im Brandfall geöffnet werden, um eine schnelle Flucht zu ermöglichen. Zusätzlich kann das Licht für eine bessere Sicht eingeschaltet werden. Wenn Fensterkontakte verbaut sind verwenden wir eine Lüftungsfunktion der Rollläden um diese ca. 5% hochfahren zu lassen, damit durch die Schlitze mehr Luft in den Raum kommen kann.

Ein weiteres Gewerk wäre die Heizungssteuerung – hier scheiden sich die Geister. Bei einem Neubau mit Lüftungssystem kann dieses Gewerk vernachlässigt werden, da ein Eingriff in das bestehende System wenig Sinn macht. Bei einem Altbau, der mit konventionellen Heizkörper erwärmt wird, kann hier die Implementierung einer Heizungssteuerung enorme Einsparungspotentiale ergeben. Hier muss aber jeder Einzelfall betrachtet werden und es gibt keine pauschalen Aussagen.

Das SmartHome kann auch auf ein Alarmsystem ausgeweitet werden – neben der „normalen“ Alarmierung können so z.B. weitere Funktionen im Haus ausgelöst werden. Rauchmelder können z.B. als Innensirene genutzt werden, die Beleuchtung kann in jedem Raum angeschaltet werden und Rollos können hoch / heruntergefahren werden. Auch können Meldungen per Push auf mobile Geräte gesendet werden.

Lies auch: Alarmanlage per App steuern: So funktioniert Einbruchschutz vom Handy aus

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15. Januar 2021/0 Kommentare/von Niklas
Schlagworte: Der Traum vom eigenen Smart Home, Homematic IP, Homematic IP wired, KNX, KNX-RF
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