Der „Homematic IP Dimmaktor für Markenschalter“ (HmIP-BDT) ist schon etwas länger auf dem Markt und ist Dir vermutlich auch bekannt. Werner hat im Artikel für Wochenprofile die Unterputz-Variante HmIP-FDT beschrieben. Ich setze ihn gern an Stellen ein, wo ich nur selten manuell dimmen muss, beispielsweise im Flur. Da mir leider ein paar Dimmaktoren vorzeitig ausgestiegen sind, möchte ich Dir die von mir eingesetzten und auch bekannten Lösungswege noch einmal aufzeigen. Als weiteren Punkt beschreibe ich kurz, wie ich einen Dimmer wiederbelebt habe. Vielleicht hilft Dir das an der ein oder anderen Stelle – Fachkunde vorausgesetzt.

Eigenschaften des Dimmaktors

Die üblichen Eigenschaften des Dimmaktors findest du in der Produktbeschreibung beim Hersteller. Im Nachfolgenden zeige ich, warum einige davon in meiner Installation besonders wichtig sind.
Der Dimmaktor arbeitet nach dem Phasenabschnitts-Prinzip, wonach ein Teil der Sinus-Halbwellen „abgeschnitten“ werden. Dadurch gelangt weniger Energie (im Bild die Fläche in technikkram-orange) zum Leuchtmittel. Im Gegensatz zum Phasenanschnitt kommen auch die meisten elektronischen Leuchten besser mit der nicht mehr sinusförmigen Spannung klar. Der Dimmaktor eignet sich damit für viele dimmbaren Leuchtmittel: dimmbare LEDs (bspw. Philips CorePro LED bulb), konventionelle Leuchtmittel und Halogen-Leuchtmittel.

Phasenabschnitt: Sinuswelle wird im Verlauf auf „0“ gezogen

Dabei sind bereits kleine Leuchtmittel ab 3 VA einsetzbar. Dennoch glimmen einige LEDs im ausgeschalteten Zustand. Möglicherweise hilft Dir dann ein sogenanntes „Grundlastelement“. Eltako führt ein solches unter der Bezeichnung „GLE„.
Worauf Du jedoch unbedingt achten musst, ist, dass die maximale Schaltleistung von 80 VA eingehalten wird. Die Angabe „VA“ bezieht sich auf die Scheinleistung, welche bei konventionellen Leuchtmitteln ungefähr gleich der Wirkleistung ist. Letztere steht meist auf der Leuchtmittel-Verpackung oder dem Leuchtmittel selbst als Wattzahl „W“. Bei elektronischen Geräten, wie LED-Leuchtmitteln, ist die Scheinleistung jedoch meist höher. Das liegt an den Vorschaltgeräten, welche die benötigte Spannung für die LEDs bereitstellen.

Einschaltrampen

Aus diesem Grund ist es ratsam, eine Einschaltrampe (nur CCU) zu benutzen, um den Einschaltstrom niedrig zu halten.

CCU: Einschaltrampe für die Direktverknüpfung zum Taster am Dimmaktor HmIP-BDT

Benutzt Du den Access-Point, so hast du dafür keine Einstellmöglichkeit. Jedoch scheint bereits Einschaltrampe von geschätzt einer Sekunde konfiguriert zu sein. Diese wird jedoch nur benutzt, wenn man direkt am Dimmaktor schaltet. Schaltest du über die App ein, so scheint mir diese entweder nicht vorhanden oder so kurz zu sein, dass ich sie nicht wahrnehmen kann.

Einschaltstrombegrenzer

Alternativ zur Einschaltrampe kannst Du den Dimmaktor auch mit einem Einschaltstrombegrenzer betreiben. Im Artikel „Bodyguard für Schaltaktoren“ hat Werner das Thema bereits für andere Aktoren bearbeitet.

Mehrere konventionelle Schalter ersetzen

Eine Kreuz- oder Wechselschaltung ist ausschließlich mit diesem Dimmaktor nicht möglich, so dass alle konventionellen Schalter der Installation gegen Homematic IP kompatible getauscht werden müssen. Hierzu fehlt dem Dimmaktor die Strommessung sowie ein zweiter Ausgang, wie ihn andere Nicht-Dimm-Aktoren haben. Kompatible Homematic IP Taster sind beispielsweise der Wandtaster für Markenschalter HmIP-BRC2 oder der batteriebetriebene Wandtaster HmIP-WRC2.

Letzter Dimmwert

Um den letzten Dimmwert beim manuellen Einschalten zu erhalten, kannst Du in der Direktverknüpfung (nur CCU) den „Pegel im Zustand ‚ein‘“ auf „Letzter Wert“ konfigurieren.

CCU: Einschaltpegel in der Direktverknüpfung einstellen

Schaltest du im Access Point mit einer Schaltgruppe, so kannst Du dort einstellen, dass der letzte Wert beim Einschalten über die App benutzt werden soll. Schaltest Du jedoch zwischenzeitlich direkt am Dimmer, so wird er immer mit 100% Helligkeit eingeschalten – suboptimal. Die Gruppenhelligkeit „vergisst“ er dabei.

Access Point: zuletzt gesetzter Dimmwert

Möchtest Du den Einschalt-Dimmwert für die manuelle Betätigung per Automatisierung auf einen festen Wert setzen, so gibt es hier einen Fallstrick (kann natürlich sein, dass ich etwas übersehen habe): der Einschaltdimmwert ist immer 100%, wenn du als Auslöser „Schalten“ nutzt. Die gewünschte Helligkeit wird erst nach der Dimmzeit erreicht, welche mindestens eine Sekunde beträgt. Ein Hochdimmen scheint mir (derzeit) somit nicht möglich zu sein. Du kannst natürlich weiterhin durch einen Longpress den Dimmaktor auf der dunkelsten Stufe (10%) einschalten und dann manuell hochdimmen.

Anwendungsbeispiele

Flurlicht mit zeitabhängiger Dimmphase

Ich nutze den Wochenplan im Dimmaktor, um einen virtuellen Kanal auf die gewünschte Helligkeit zu setzen. Die drei virtuellen Kanäle des Aktors benutze ich dabei wie folgt:

  • Kanal 4 (erster virtueller Kanal): Das ist der Kanal, den ich mit einem Präsenzmelder (bspw. einen EPV 24V) an und ausschalte.
  • Kanal 5 (zweiter virtueller Kanal): Diesen Kanal verknüpfe ich mit einem logischen AND mit Kanal 4. In diesem steht auch die Helligkeit, welche durch die Dimmphasen aus dem Wochenprogramm gesetzt werden – ich nutze beispielsweise nachts 20% und tagsüber 80%. Durch die AND-Verknüpfung nimmt die „automatische“ Helligkeit, welche vom Präsenzmelder gesteuert wird, also nur diese beiden Werte an. Wichtig bei diesem Kanal ist, dass die Aktion bei Spannungszufuhr auf „Schaltzustand: Ein“ steht, sonst bleibt es nach einem Stromausfall dunkel (irgendein Wert auf Kanal 4 logisch AND-verknüpft mit 0/aus ergibt 0/aus).
  • Kanal 6 (dritter virtueller Kanal): Dieser Kanal ist logisch OR-verknüpft und mit Direktverknüpfungen zu den beiden Tastern im Dimmaktor verbunden. Damit kann ich im Flur für eine bestimmte Zeit, welche in der Direktverknüpfung hinterlegt ist, manuell die volle Helligkeit erreichen.
CCU: Einstellung der virtuellen Kanäle des Dimmaktors HmIP-BDT

Aufwecklicht

Von einigen Hersteller gibt es ein sogenanntes Wake-Up-Licht. Dieses soll bewirken, dass die Produktion des Schlafhormons Melatonin durch die Simulation des Sonnenaufgangs abnimmt. Somit es es Dir möglich, leichter aufzustehen.

Ein solches Aufwecklicht lässt sich mit einer entsprechend hellen(!) Lampe und dem Dimmaktor einfach erstellen. Du erstellst dazu eine Automatisierung mit einer Weckzeit als Auslöser. Diese Weckzeit sollte mindestens eine halbe Stunde, was der Dimmzeit entspricht, vor deiner eigentlichen Weckzeit liegen, damit der Körper genug Zeit hat, den künstlichen Sonnenaufgang wahrzunehmen :-) Die folgenden Bilder demonstrieren diese Automatisierung.

Experten-Einstellung der Direktverknüpfung

Das in der Experten-Einstellung der Direktverknüpfung noch viel mehr möglich ist, möchte ich nur kurz anhand des nachfolgenden Screenshots eines Teils der Profileinstellung zeigen. Hier lässt sich bspw. kleinteilig festlegen, wie oft, in welcher Frequenz und Amplitude der Dimmaktor beim Ausschalten blinken soll, wie lang die Ausschaltrampe ist und vieles mehr. Das Blinken ist beispielsweise bei der Beleuchtung von Verkehrswegen (Flur) sinnvoll, um anzuzeigen, dass man gleich im Dunkeln stehen wird und sich mal vor dem Präsenzmelder bewegen sollte (passiert gern mal beim Schnattern ^^).

Reparatur des Dimmaktors

Leider sind mir bereits mehrere Dimmer „gestorben“. Da diese recht teuer sind, habe ich mich auf die Suche nach einer Reparaturmöglichkeit begeben. Da der Dimmer auch als Bausatz angeboten wird, habe ich zuerst bei ELV angefragt, ob ich die „Netzteil-Platine“ einzeln erwerben kann. Dem war leider nicht so. eq3 war hier auch nich soo hilfreich und hat mich an den Händler verwiesen. Da mein Dimmer schon einige Jahre aus der Gewährleistung heraus war, half mir das auch nicht weiter.

Also habe ich im Web geschaut, ob es nicht einen Schaltplan mit einer Bauteilliste gibt. Fündig bin ich bei oben genannten Bausatz von ELV geworden. In der Aufbauanleitung befindet sich netterweise auch ein Schaltplan.

Schaltplan: Netzteil-Platine des Dimmaktors HmIP-BDT

Damit konnte ich die zerstörten Bauelemente ausfindig machen und nach Ersatz suchen. Leider konnte ich nicht alle Bauteile bei einem einzigen Händler erwerben. So kamen überproportional hohe Versandkosten hinzu.

geöffneter Dimmaktor HmIP-BDT mit bereits ausgelöteten MOSFETs T1 und T2

Nach dem Durchmessen der Schalttransistoren (Anschlussfahne hatte einen Widerstand <500 Ohm zum Beinchen) und der Sicherungen (kein Durchgang) war klar, dass diese Bauteile ihren Lebensende-Zyklus erreicht hatten. Die eingesetzten Typen habe ich durch ähnliche ersetzt, da diese nicht zu erschwinglichen Preisen beschaffbar waren.

  • MOSFETs T1/T2 – Ersatz: TSM70N900CP (bspw. bei Reichelt erhältlich)
  • Schmelzsicherung SI1 – Ersatz: ESKA 883.117
  • Shunt R13 – Ersatz: den konnte ich in einer annehmbaren Größe gar nicht beschaffen und habe daher 2x 100mOhm (Milliohm!) genommen

Vorgehen

Wichtiger Hinweis
Bitte beachtet die einschlägigen Sicherheits- und VDE-Bestimmungen.
Führt die Reparatur nicht durch, wenn ihr nicht die notwendige Fachkunde besitzt!

  • Als erstes habe ich den nebenstehenden Kondensators C1 entfernt, da dieser recht nah an den Transistoren stand.
  • Das Entlöten der MOSFETs T1/T2 gelingt am Besten mit einer Heißluftstation, geht aber auch mit einem Lötkolben und einem feinen Schraubendreher zum Anheben der Transistoren. Aufpassen muss man auf die beiden Widerstände R14 und R15 unterhalb von T1/T2, da sie recht klein sind und schnell verschwinden.
  • Als letztes habe ich die Sicherung(en) ausgetauscht.

Leider konnte ich nur einen Dimmaktor wiederbeleben, bei dem oben gezeigten wurden die Bauteile (R13/R14/R15) und Leiterbahnen um die Transistoren zu stark in Mitleidenschaft gezogen, so dass sich eine Reparatur aus meiner Sicht nicht lohnt.

Fazit

Der HmIP-BDT ist ein in der CCU recht gut konfigurierbarer Aktor, der leider sehr sensibel auf Überlast bzw. hohe Einschaltströme reagiert. Schade finde ich, dass ELV respektive eq3 die Platinen nicht separat anbietet. Ich kann mir gut vorstellen, dass es einige Aktoren gibt, die so noch wiederbelebt werden könnten, gegebenenfalls in RepairCafés.

Für Nutzer des Access Points wäre es wünschenswert, wenn man die letzte Helligkeit bei der manuellen Betätigung bekommen könnte. Irgendwie komme ich als CCU-Nutzer immer wieder zu dem Punkt, wo ich mir eine „Experten“-Einstellung im Access Point wünsche, um ebensolche Konfigurationsmöglichkeiten zu haben, wie in der CCU.

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17 Kommentare
  1. Christian
    Christian sagte:

    Hallo U d vielen Dank für den ehrlichen Bericht zum Dimmer!

    Ich möchte diesen in meinem Flur und Treppenaufgang benutzen. Brauche vier Stück und hätte ehrlich gesagt keine Lust den in 2 Jahren zu ersetzen. Welche Möglichkeiten gibt es denn die Lebensdauer dauerhaft zu erhöhen? Ein GLE und ein Einschaltbegrenzer direkt mit planen und verbauen? Geplant sind LEDs von Ikea. Die Ledare funktionieren bei einem Kumpel sehr gut. Ich investiere gerne mehr um länger Freude zu haben. Eine KNX oder neue Verkabelung ist nicht möglich da Bestandsimmobilie. Wenn ich es richtig verstanden habe, brauche ich den Einschaltbegrenzer doch nur bei Leuchtstofflampen oder? Ich habe überall sonst LED Leuchtmittel. Meine HUE möchte ich ersetzen da diese zwar funktionieren aber ich gerne sortenrein mein System betreiben möchte. Verwaltet auf der CCU3/RM.
    Danke für euren Support!
    Christian

    Antworten
    • André
      André sagte:

      Support kann ich keinen leisten, jedoch meine Erfahrungen teilen ;)

      Das Grundlastelement benötigst Du nur selten: wenn die LEDs nicht ganz ausgehen. Technisch gesehen könnte manchmal auch ein Vertauschen von Phase und Null helfen, empfehlenswert ist das jedoch nicht: am Schraubgewinde der Lampe soll Null anliegen, damit man beim Leuchtmittelwechsel keinen Schlag bekommt, sollte man den Wechsel unvernünftigerweise unter Spannung durchführen.
      Ich habe bei mir LEDs von Philips verbaut, die benötigen bspw. kein GLE.

      Wenn du die CCU3 benutzt, so kannst du eine Einschaltrampe programmieren und würdest die physische Lösung mittels Einschaltstrombegrenzer nicht benötigen (bei kurzen Schaltzeiten im Flur musst Du auch die Abkühlzeit/Mindestschaltdauer des ESB genau beachten).
      Der Einschaltstrombegrenzer ergibt bei allen Leuchtmitteln mit (integrierter) Elektronik Sinn. Das sind vor allem LEDs. (Leuchstofflampen lassen sich i.d.R. nicht so gut dimmen, da sie irgendwann anfangen zu flackern oder das Vorschaltgerät Geräusche macht.)

      Ich nutze in meiner Installation auch Hue-Leuchtmittel, diese haben meist bessere Eigenschaften als die Leuchtmittel anderer Hersteller (Ra-Wert, Lichtfarbe, …), was in Wohnräumen eine Rolle spielt. (Angebunden habe ich diese per ZigBee und NodeRED auf der CCU).

      Ich hoffe, das hilft dir weiter.

      Antworten
      • Christian
        Christian sagte:

        Hallo André, vielen Dank. Die Möglichkeit zur Steuerung über einfache Wandtaster der eingebundenen Hue habe ich auch schon nachgedacht. Evtl. Muss ich das noch einmal in Erwägung ziehen. Denn funzen tun die Hue ja perfekt.
        Spart nicht nur Geld. Kann man denn dann auch Direktverknüpfungen wie bei den Simmern mit dem BWM machen?mein Wunsch ist es eben je nach Zeitpunkt verschiedene Szenarien zu steuern. Schalter An/Aus soll eben 100% an und aus machen. Danke ✌️

        Antworten
        • Christian
          Christian sagte:

          Die Schalter sind ja nur für Opa/Oma/Gäste die es weder kennen noch verstehen. Aktuell nervt es mich wenn nämlich aus dann ist Aus aus.

          Antworten
        • André
          André sagte:

          Mir ist dein angestrebtes Szenario nicht ganz klar. Ich habe es bei mir so gelöst: ein Homematic IP-Taster schaltet die Szenen durch. Einmal auf „ein“ schaltet Szene 1 ein (normale Beleuchtung). Das zweite mal auf „ein“ schaltet Szene 2 usw.. Ein LongPress auf „ein“ schaltet Audio ein.
          Bei „aus“ so ähnlich, nur dass ich da beim ersten mal alle Szenen ausschalte, bis auf eine. Diese eine schalte ich mit einem zweiten Druck auf „aus“ aus, diese ist nämlich noch zusätzlich zeitgesteuert (Deko-Szene für Weihnachten). LongPress schaltet Audio separat „aus“.
          Damit verhält sich der Taster beim ersten Drücken wie ein normaler Taster und auch Gäste können damit wie gewohnt schalten/tasten. Zusätzlich nutze ich noch einen Präsenzmelder, der mir ein gedimmtes Orientierungslicht für die Nacht anschaltet oder bei längerer Abwesenheit den Raum abschaltet.

          Eine Direktverknüpfung zwischen Homematic IP-Geräten wäre zwar denkbar (Szenen dann bspw. via virtueller Kanäle realisiert), habe ich jedoch nicht gemacht. In den Szenen nutze ich zudem noch verschiedene Funktechniken: Homematic IP, ZigBee (Hue) sowie Intertechno (via MQTT an einem separaten FHEM-Server). Die verschiedenen Funktechniken lassen naturgemäß untereinander keine Direktverknüpfung zu. Bei ZigBee bin ich mir allerdings nicht sicher, ob man nicht eine ZigBee-Fernbedienung zusätzlich am ZigBee-Leuchtmittel anlernen kann. Vllt. hat jmd eine Info dazu?

          Antworten
  2. Christoph
    Christoph sagte:

    Hallo zusammen,
    ich nutze den Dimmer/Unterputz für meine Terassenbeleuchtung über den AP.
    steuere ihn teilweise aus iobroker an, dann wird immer direkt auf 100% eingeschaltet, ohne dimmzeit. Ich hätte die Möglichkeit, ihn über meine parallel laufende Raspbereymatic anzubinden. Besteht dann die Möglichkeit, ihn so zu parametrieren, dass er wenn er eingeschaltet wird bei einem Helligkeitswechsel 0-> 100% oder 100-> 30% er dimmt anstatt hart zu schalten?
    Aktuell wechselt er leider immer hart von einem wert auf den nächsten.
    Viele Grüße Christoph

    Antworten
    • André
      André sagte:

      Was genau meinst Du mit „wenn er eingeschaltet wird“? Ich vermute, Du meinst über die App und nicht über einen physischen Taster? Falls ja, kann man zwar eine Automatisierung zwischen dem internen Taster und dem Aktor einrichten, in dieser funktioniert jedoch leider die Dimmzeit (derzeit) überhaupt nicht :(

      Ich schätze, Du möchtest den DImmaktor nach dem Parametrieren wieder in Deine AP-Installation stecken? Falls ja, so ist mir keine Möglichkeit bekannt, das wie gewünscht einzustellen. Mir würde da jetzt nur einfallen, einen physischen HmIP-Taster zu nutzen und diesen mit einer Automatisierung mit dem Dimmaktor zu verbinden. In dieser kannst Du die „Dimmzeit“ einstellen. Den Taster kannst Du dann leider wiederum nicht über die App bedienen, da es kein Aktor ist.

      Alternativ komplett zur RaspberryMatic wechseln. Dort kannst du im Programm eine „Dimmzeit“ einstellen. Ich vermute, den AP hast du jedoch wegen der einfacheren Möglichkeit, deine HmIP-Installation über dein Mobile von überall zu steuern?

      Vllt. weiß noch jmd. eine Möglichkeit, eine Einschaltrampe für die Bedienung im AP einzusetzen?

      Antworten
  3. Klaus
    Klaus sagte:

    Ich habe diesen Dimmer auch im Einsatz.
    Mich stört hier, dass er konsequent nicht in der Lage ist, LED-Panels beliebiger Art mit einem vorgeschalteten Meanwell-Netzteil bis auf 0 zu dimmen.
    Auch bei Rampen mit langer Einschaltzeit beginnen Panels erst ab 10% oder gehen ab <10% sofort aus. Liegt der "letzte Dimmwert" ab 20% aufwärts werden die Panels sehr hell eingeschaltet, um dann auf den Dimmwert runterzugehen. Da ist schon ziemlich unangenehm, wenn man abends in der Dämmerung mit dem Taster einschaltet.
    Gleiches Verhalten ist aber auch mit den Unterputz-Dimmaktoren.

    Hat hier jemand dazu eine Idee oder eine Vorgehensweise, wie man das hinbekommen kann?
    Nehme ich einen normalen Unterputzdimmer von Busch-Jäger, kann ich wunderbar von 0-100% dimmen.

    Antworten
    • André
      André sagte:

      Was für einen BJ-Dimmer nutzt du da genau (Produktbezeichnung)? Ist das einer mit Phasenanschnitt? Je nach Vorschaltgerät im Panel wird mal die eine, mal die andere Methode benötigt. Mit HmIP geht aktuell nur Phasenabschnitt, HMW oder HM classic bieten noch Phasenanschnitt – und das funktioniert auch nicht immer…

      Eine Alternative wären noch „smarte“ Leuchtmittel mit integriertem Dimmer, bspw. mit WLAN- oder Zigbee. Oder je nach Einsatzzweck (bspw. als Orientierungslicht) ein zweites Leuchtmittel, welches für die dunkle Phase zuständig ist.

      Antworten
      • Klaus
        Klaus sagte:

        Ich habe nochmal nachgehakt. Am Merten MEG5134-0000 läuft es, wie ich jetzt erfahren habe, ein Abschnitsdimmer. Das könnte es also sein.
        Damit habe ich die Herausforderung, dass HM keine Abschnittsdimmer hat, soweit ich weiß. Eine andere Lampe kommt nicht in Frage. 1-10V wäre noch eine Lösung, haben wir bei HM auch nichts.
        Ich weiß, man kann es über Zigbee etc und Node Red lösen, Ich würde es aber gerne über HM und Rampen lösen.
        Also warten, ob so etwas mal kommt. 1-10V wären ja mal konsequent.

        Antworten
        • André
          André sagte:

          Danke für die Rückmeldung. Der Merten ist ein schöner Dimmer :) Er kann beides (An- und Abschnitt) und stellt sich zudem automatisch ein. Lt. Handbuch verwendet er im „RL“-Modus für LEDs einen Phasenanschnitt.
          Mit „HM“ meinst du „Homematic IP“ (HmIP) und nicht Homematic classic, oder? Der HmIP-Dimmer im Artikel ist ein Abschnittsdimmer. Den gibt es wiederum nicht für HM (classic) und HMW, dafür gibt es dort Anschnittsdimmer und sogar einen PWM-Dimmer.
          Irgendwie lohnt es sich da imo auch nicht, zu warten. Ich nutze daher bereits viele Lampen mit ZigBee-Ansteuerung (Hue, Tradfri, Gunnarp).

          Antworten
  4. Klaus
    Klaus sagte:

    Machen eigentlich led einschaltstrombegrenzer sinn, damit die HM komponenten zu schützen?
    Hat dazu jemand erfahrung?

    Antworten
    • André
      André sagte:

      Weil LEDs hohe Einschaltströme aufweisen, ergibt es imo Sinn, diese bei Nicht-Dimmern (auch HM classic) einzusetzen. Siehe auch den Artikel von Werner: https://technikkram.net/blog/2017/01/16/homematic-bodyguard-fuer-schaltaktoren/

      Ich habe einen ESB bei einem HmIP-Dimmer für ein LED-Leuchtmittel im Einsatz und seither (>1a) noch keinen Ausfall gehabt. Ohne ESB hielt der Dimmer jedoch auch verhältnismässig lange (schätzungsweise 0,5a mit LED, vorher >1a mit HV-Halogen). Ich nutze seither jedoch auch konsequent Einschaltrampen in der Software.

      Zu beachten ist noch, dass ESB die zu hohen Einschaltströme in Wärme umwandeln und daher keine häufigen Einschaltvorgänge durchgeführt werden können (Mindestabstand zwischen zwei Einschaltvorgängen ~30s).

      Ist es das, was du meinst?

      Antworten
  5. Erik
    Erik sagte:

    Sehr schöner Artikel,

    Bei mir sind leider auch einige Dimmaktoren gestorben und elv/eq3 sind sehr hilfreich.
    Habe die Vermutung, das die Aktoren nicht gerne Dimmbare led Lampen dimmen.

    Antworten
    • André
      André sagte:

      Prima, dass er die gefallen hat :D
      Einen habe ich mit einem HV-Halogen-Leuchtmittel zur Strecke gebracht, hier waren „nur“ die MOSFETs defekt. Einen weiteren, wie bei dir, mit einer (Philips-)LED. Das ist der im Bild oben, da war der Schaden leider etwas größer. Seitdem (nicht ganz unproblematischen) Einsatz von Einschaltstrombegrenzern für LED-Leuchtmittel bin ich bisher von Ausfällen verschont geblieben *aufHolzKlopf*.

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