So gut wieder jeder hat inzwischen Rauchwarnmelder an der Decke hängen und ist sich oft nicht bewusst, was für Möglichkeiten dieser bieten kann. Heute möchte euch die smarten Möglichkeiten des Gira 2336 02 Rauchwarnmelders in Kombination mit dem GIRA 234300 KNX Modul vorstellen. Die Gira Rauchwarnmelder haben eine Menge Sensoren, die mit Hilfe des KNX Moduls ausgelesen werden können. Für die Anwendung gibt es diverse Möglichkeiten auf die ich später genauer eingehen werden. Lasst euch von dem Preis pro KNX Modul nicht abschrecken. Je nach Anwendungsfall ist teilweise nur ein Modul notwendig.

Was brauchen wir für die Anbindung des Rauchwarnmelders

Welche unterschiedlichen Möglichkeiten gibt es?

  1. Alle Rauchwarnmelder bekommen ein KNX Modul
    • Vorteile:
      • Es kann genau ermittelt werden, welcher Rauchwarnmelder ausgelöst hat
      • Gerätefehler können gemeldet werden
      • Die Raumtemperatur kann auslesen und verarbeitet werden
      • Jeder Rauchwarnmelder kann einen eigenen Alarm auslösen
    • Nachtei:
      • Kostenintensiv
  2. Ein Rauchwarnmelder bekommt ein KNX Modul und die restlichen werden per Kabel miteinander vernetzt
    • Vorteil:
      • Kostengünstig
      • Alle Rauchwarnmelder lösen gleichzeitig aus
      • Weniger Parametrieraufwand
    • Nachteil:
      • Keine genaue Ausgabe von Fehlermeldungen
      • Keine einzelne Temperaturausgabe
      • Alle Rauchwarnmelder müssen miteinander über die Venetzungsklemme verkabelt werden

Wofür kann ich die Rauchwarnmelder außer für den allgemeinen Schutz noch verwenden?

Unabhängig vom notwendigen Brandschutz können die Rauchwarnmelder auch für einen Alarm im Haus verwendet werden. Durch die unangenehme Lautstärke wirkt dieser stark abschreckend und auch die Nachbarn werden schnell mitbekommen, dass bei euch irgendwas nicht stimmt. Zusätzlich könnt ihr euch so die Anschaffung einer Außensirene sparen.

In dem Fall das jeder einzelne Rauchwarnmelder mit einem KNX Modul versehen wird, kann jeder Rauchwarnmelder einzeln angesprochen und ausgewertet werden. Das ganze hat ein paar Vorteile die auch für den eigenen Schutz nicht ganz ohne sind. Je nach Gebäudetyp hat man bei eigenständigen Rauchwarnmeldern den Vorteil, dass beispielsweise bei einer Branderkennung im Flur nur die Melder im Treppenhaus eingeschaltet werden können. Somit weiß der gewarnte Bescheid das er besser nicht den Fluchtversuch über das Treppenhaus starten sollte um so den Kamineffekt und eine Rauchvergiftung vermeiden kann. Zusätzlich könnte über eine Visualisierung auch der Ort Meldung lokalisiert werden.

Ein weiterer Vorteil ist die Verwendung des Temperatursensors, welcher für die Raumtemperaturregelung verwendet werden kann, hier wird jedoch in den meisten fällen ein Server oder ein Funktionsbaustein benötigt.

Die Verbindung zwischen KNX und Homematic

Um die Rauchwarnmelder auswerten und ansteuern zu können gibt es auch die Möglichkeit über die KNX Gruppenadressen mit Homematic zu kommunizieren. Wie das ganze funktioniert habe ich euch in dem folgenden Artikel beschrieben: https://technikkram.net/blog/2020/04/11/homematic-und-knx-verbinden-und-parallel-betreiben/

Eine Alternative Verwendung ohne das KNX Modul

Wenn ihr an den Rauchwarnmelder von Gira interessiert seid aber nicht die Kommunikation über den KNX Bus laufen lassen wollt, habe ich in einem weiteren Artikel eine alternative Konfiguration beschrieben. Dort wird erklärt, wie ihr mit dem Gira 234000 Relaismodul die Rauchwarnmelder auch sinnvoll einsetzen könnt. Hierzu habe ich Euch bereits einen Artikel geschrieben, indem die Details nachgelesen werden können.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.