Wir haben Euch schon einige kleinere Projekte vorgestellt, die Ihr mit dem Raspberry Pi nachbauen könnt. Die aktuell leistungsstärkste Version (Raspberry Pi 2) kann sogar als Plex-Server fungieren. Auch dazu haben wir Euch hier einen ausführlichen Artikel geschrieben. Einen ganz anderen Ansatz verfolgt der neue Minicomputer Raspberry Pi Zero.

Raspberry Pi Zero

Dieser bietet nicht noch mehr Leistung, sondern kehrt zu seinen eigentlich Wurzel zurück. Der Einplatinencomputer ist wieder das, was er eigentlich mal sein wollte. Ein Winzling, der trotz seiner Größe viel Rechenleistung bereithält.

Der neue Raspberry Pi Zero ist gerade mal 65 mm x 30 mm groß und hat eine Höhe von 5 mm. An Board befindet sich eine ARM1176JZF-S CPU, die mit 1 GHz Taktung versehen ist. Die CPU ist die gleiche, wie im Raspberry der 1. Generation. Doch durch die höhere Taktung (1. Gen Pi hatte 700 MHz) ist der neuen ca. 40% schneller. Schön ist auch, dass 40 GPIO-Ports vorhanden sind, die individuell verschaltet werden können.

Beim RAM wurde gegenüber dem Pi 2 (1024 MB) etwas gespart, der Zero beherbergt trotzdem stolze 512 MB, die für die CPU völlig ausreichend dimensioniert sind.

Da die CPU Architektur zum Pi der 1. Generation gleich ist, laufen auch alle gängigen Programme. Auch Raspbian wird ohne Probleme unterstützt.

Anschlüsse: Klar ist auch, dass bedingt durch die Größe nicht alle bekannten Schnittstellen verbaut worden sind. Der Raspberry Pi Zero bietet wie auch schon der Pi 2 einen mico-SD Kartenschacht. Wie gewohnt liegt hier auch das Betriebssystem. Für die Spannungsversorgung ist einer der beiden micro USB-Ports vorgesehen. Ein mico HDMI Ausgang liefert Bilder in 1080p auf Euren Monitor.

Auffällig ist auch, dass die GPIO-Leiste nicht mit Pins ausgeliefert wird, das spart zum einen Platz, aber auch Kosten. Denn das Gerät soll für ca. 5€ im Handel zu erwerben sein. Der vom Pi 1 bekannte Composite-Video-Ausgang ist vorhanden, doch auch hier fehlt die Anschlussbuchse, kann aber bei Bedarf angelötet werden.

Ein kleines Manko, wie ich finde, ist die fehlende Netzwerkschnittstelle. Um den kleinen Pi Zero ans Netz zu bekommen, muss zwangsläufig auf einen WLAN-Dongle zurückgegriffen werden. Der kann zwar per USB angeschlossen werden, doch für weitere Geräte wird dann ein zusätzliches HUB benötigt.

Wir warten gespannt und werden weiter von dem kleinen Riesen berichten!

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