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Werner
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Smart Garden – Einführung in das Thema: Zusätzlich zum Haus auch den Garten smart machen

Smart Garden - Einführung in das Thema: Zusätzlich zum Haus auch den Garten smart machen - 100040

Die letzten Wochen habe ich wenig Zeit gehabt hier im Blog neue Beiträge zu schreiben, weil ich den kompletten Garten umgestaltet bzw. umgebaut habe. Da ich bei uns Zuhause bereits fast alles automatisiert, oder besser gesagt smart gemacht habe, war die neue Aufgabe, nun auch unseren Garten smart zu gestalten. Dies umfasst im Endausbau solche Themen wie Einbindung es Rasenmähroboters in die Automation, genau wie die Steuerung der gesamten Teichtechnik (Pumpe, Filter, Skimmer, Springbrunnen). Auch eine sehr komplexe automatische Gartenbewässerung (Rasen, Beete und Pflanzgefäße), sowie eine automatische Niveau-Regulierung für den Gartenteich möchte ich euch in dieser Serie vorstellen und im Detail beschreiben. Zum Smart Garden gehört natürlich auch eine smarte Beleuchtung. Auch hier werde ich euch einige interessante Produkte vorstellen und die Steuerung über HomeMatic. In diesem Einführungsartikel möchte ich euch einen ersten Überblick über die einzelnen Schritte hin zum Smart Garden beschreiben.

Allgemeines

Auch hier bei uns im Blog haben wir zu fast 100% Lampen im Haus bzw. die Steuerung von Rollläden oder Heizung beschrieben, wenn wir von Smart Home berichtet haben. Mit unserem Garten haben wir bisher den Begriff nicht oder nur selten verbunden. Denn auch ich habe die Pflanzen mit der Hand gegossen, den Rasenmäher selbst über den Rasen geschoben. Die einzige Automatisierung im Garten oder vor dem Haus war die Steuerung einer Beleuchtung über eine klassische Zeitschaltuhr. Allgemein hat sich daran auch in den letzten Jahren im Allgemeinen wenig geändert. Für die meisten Bekannten ist bereits der Umstieg von einem Stromkabel auf einen Akku Betrieb eine Sensation. Anders war das in den letzten Monaten in unserem Garten.

Neben dem Haus oder der Wohnung bietet auch der Garten eine große Anzahl von interessanten Möglichkeiten zur Automatisierung. Auch im Garten macht es aus meiner Sicht durchaus Sinn eine stimmungsvolle Beleuchtung aufzubauen, welche mit den gleichen Möglichkeiten wie im Haus gesteuert werden kann. Habt ihr einen Gartenteich, befindet sich in der Regel auch dort eine Menge Technik, die ebenfalls überwacht und automatisiert werden kann. Ich habe in unserem Garten die letzten Monate viele dieser Projekte umgesetzt und möchte euch diese in separaten Artikel näherbringen. Dabei habe ich eine Vielzahl von Produkten getestet und werde meine Erfahrungen damit beschreiben, mit der Absicht euch Anregungen und Ideen für einen Smart Garden zu geben. Da ich auch im Garten nicht ein zweites System aufzubauen, habe ich all diese Funktionen auch mit HomeMatic realisiert.

Ziele und Aufwände

Unser Hauptziel für den Smart Garden war, das der Garten sich selbst pflegt.

Anders als im Haus ist der Aufwand in Richtung Smart Garden ungleich größer. Wo im Gebäude bereits der Tausch des Leuchtmitteln reicht, um aus einer einfachen Leuchte eine smarte Beleuchtung zu machen, ist im Garten ein viel größerer Aufwand notwendig. Das bedeutet aber nicht, dass es im Garten nur mit einem höheren Zeitaufwand einher geht, sondern zumindest am Beginn der Aktionen sehr oft aus einem gepflegten Garten eine Baustelle wird. Denn um den Garten smart zu machen, ist viel Zeit zu investieren und auch eine Menge Arbeitskraft zu investieren.

Trotzdem haben wir es gewagt und auch umgesetzt, weil wir viele zeit- und arbeitsintensiven Pflegearbeiten automatisieren wollten. Wenn dann die Arbeiten erledigt sind und der Garten sich selbst pflegt, gibt es einem das gute Gefühl, alles richtig gemacht zu haben.

Der Weg über das Unangenehme zum Ziel

Ideale Zeitpunkte zum Umbau des Gartens zum Smart Garden ist der Frühling. Diese Jahreszeit bietet sich an, um mit der Neugestaltung des Gartens zu beginnen. Oder aber wie in unserem Fall mit einer fast kompletten Umgestaltung des Gartens. Solche Um- oder Neugestaltung Maßnahmen stellen die optimale Voraussetzung dar, um euren „dummen“ Garten in einen Smart Garden zu verwandeln. Um dies zu realisieren, muss in vielen Teilen des Gartens gegraben und gebuddelt werden, um die neue Infrastruktur zu verlegen und euren Garten smart zu machen.

Wer sich ohne Vorbereitung einen Mähroboter für seinen Rasen zulegt, wird sich wundern, dass er den kleinen Helfer nicht einfach machen lassen kann. Es ist nicht einfach möglich, die Ladestation irgendwo zu installieren und der Rest läuft schon. Es gibt zwar zwischenzeitlich Modelle, die über eine sogenannte Rasenerkennung ohne der Erkennungsdraht auskommen. Aber diese sind zum einen noch nicht ausgereift und bleiben bei leerem Akku einfach stehen und man muss ihn zur Ladestation tragen. Also nicht wirklich smart. Wer im Besitz einer nahezu rechteckigen Fläche ist, hat deutliche Vorteile dem Gartenbesitzer gegenüber, der eine verwinkelte Fläche sein Eigen nennt und wohlmöglich nicht Pflanzinseln oder andere Hindernisse im Rasen hat. Nicht nur zu Beginn der Gartensaison muss auch der Besitzer eines Mähroboters zum Handmäher greifen, sondern auch das Trimmen der Ränder nimmt einem der neue Helfer nicht ab. Wobei ich mich für einen Mähroboter entschieden habe, der eine Kantenmähfunktion anbietet, welche auch hervorragend funktioniert, aber eben bei der Einrichtung einen höheren Aufwand erforderlich macht.

Wenn ihr den Mähroboter aber korrekt und mit den notwendigen Schritten einrichtet, dann macht er fast alles besser als ich das jemals gemacht habe. Er arbeitet leise, braucht wenig Energie, arbeitet auch am Wochenende und er bläst keine Abgase in die Luft und lässt den Rasenschnitt genau dort, wo sie hingehört: auf dem Rasen. Mit dem Internet verbunden bleibt er in seinem Unterstand oder fährt dorthin, wenn die Wetterbedingungen für ein Mähen ungünstig sind.  Im Bedarfsfall kann ich sogar aus der Ferne die Steuerung via App übernehmen. Mein Mähroboter arbeite jetzt seit dem 1. Mai und ich bin nicht nur sehr zufrieden, sondern finde das auch wirklich smart. Damit ist für unseren Rasen das gesetzte Ziel „der Garten pflegt sich selbst“ absolut erreicht. Es ist ein tolles Gefühl morgens mit einem Kaffee in den Garten zu gehen und sich zu fragen ob der Rasen gemäht werden müsste, dem neuen Helfer bei der Arbeit zuzuschauen. Das ist für mich smart und absoluter Komfort.

Im Gegensatz zum Mähroboter ist jedem klar, das umfangreiche Vorarbeiten notwendig sind, wenn eine automatische Bewässerung aufgebaut werden soll. Auch bei einer automatischen Bewässerung ist der Nutzen sofort zu erkennen. Ohne umständlich mit der schweren Gießkanne oder umständlich mit dem Gartenschlauch (Pflanzen werden umgelegt) zu hantieren, übernimmt die smarte Lösung diese Arbeit für uns, ob wir zu Hause sind oder nicht. Das schafft nicht nur mehr Freizeit, sondern bietet zusätzlich eine Kostenersparnis, weil der Wasserverbrauch reduziert werden kann. Richtig smart ist eine solche automatische Bewässerung aber in meinen Augen erst, wenn die Bodenfeuchtigkeit gemessen wird, um nur dort zu gießen wo es auch erforderlich ist. Auch eine Wettervorschau macht Sinn, weil es wenig Sinn macht eine Stunde zu bewässern, wenn klar ist, dass in 2 Stunden ein starker Regenschauer den Garten bewässert. Bis aber eine solcher Bewässerung zum Einsatz kommt und uns die Arbeit abnimmt, ist eine umfangreiche Planung und natürlich eine Menge teils schwere Arbeit zu erledigen.

Richtig interessant oder besser gesagt smart wird das Ganze aber erst, wenn sich der Mähroboter und die Gartenbewässerung „verstehen“ und nicht gleichzeitig arbeiten oder behindern. Auch sollte die Bewässerung nicht laufen wenn wir selbst durch den Garten laufen.

Sonstige Möglichkeiten

Natürlich gibt es zwischenzeitlich auch Beleuchtungssysteme für den Garten, welche sich smart steuern lassen. Ein guten Bespiel dafür sind die neuen Außenlampen von Philips HUE. Allerdings muss man schon zugeben, das smarte Beleuchtung für den Garten ziemlich kostspielig ist. Was positiv hervorgehoben werden muss, ist die Tatsache, das diese System mit Kleinspannung arbeiten, was im Falle einer „Verletzung“ der Leitung nicht zu tödlichen Unfällen führen.

Auch ein Gartenteich macht eine Vielzahl von Überwachung und Steuerung möglich. Es werden Pumpen für den Filter, Springbrunnen oder für einen Wasserfall benötigt. Auch eine UVC Lampe wird benötigt um bestimmte Algen (Schwebealgen – Teich wird grün) zu verhindern. Genauso sinnvoll ist ein Skimmer, um die auf der Wasseroberfläche befindlichen Blätter oder Blüten aufzusammeln, bevor sie zu Boden sinken und ungewollte Nährstoffe in den Teich bringen. Ich habe bei mir zusätzlich eine automatische Niveau-Regelung realisiert, um die normalen Schwankungen im Wasserstand ohne mein Eingreifen zu korrigieren. Auch ist es möglich über HomeMatic einen Reiherschreck umzusetzen, damit die Fische nicht von ihm heraus gefischt werden.

Auch eine Sicherheits- und Bewegungsmeldung ist im Garten sinnvoll. Zum einen können damit bestimmte Lichteffekt oder sonstige Szenarien ausgelöst werden. Desweiteren überwachr ich unser Gartenhaus ebenfalls auf Türöffnung bzw. Bewegungen.

WLAN und sonstige Funkverbindungen

Wenn ihr einen größeren Garten besitzt, kommt ihr schnell an die Grenzen vom WLAN oder auch dem 868 Funknetz von HomeMatic und HomeMatic IP. Bei HomeMatic gibt es die Möglichkeit ein LAN Gateway einzusetzen. Bei HomeMatic IP ist dies leider nicht möglich. Die als Repeater einsetzbaren IP Komponenten sind nicht für den Außeneinsatz geeignet. Aus diesen Gründen habe ich im Gartenhaus eine noch verfügbare CCU2 im Einsatz. Genauer beschrieben habe ich das in diesem Artikel:  Zweite CCU anstatt LAN Gateway.

Was WLAN anbetrifft, wird es schon schwierig, einen entsprechenden Repeater für den Einsatz im Garten zu finden. Auch hier möchte ich euch beschrieben, wie ich das umgesetzt habe und im Gartenhaus einen eigenen WLAN Access Point aufgebaut habe, der zusätzlich auch LAN für die CCU2 zur Verfügung stellt. WLAN benötige ich für den von mir eingesetzten Mähroboter.

Fazit

Wie im Smart Home gilt auch für den Smart Garden die Problematik von Insellösungen. Mein Ansatz ist in jedem Fall alles möglichst über meine HomeMatic Zentrale steuern zu können. Es ist im Garten genauso sinnvoll bestimmte Aufgaben smart und automatisch durchführen zu lassen. Wie ich das im Einzelfall umgesetzt habe, werde ich euch in dieser neuen Serie beschrieben.

Ich hoffe euer Interesse geweckt zu haben und wünsche viel Spaß beim Nachbauen.

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22. Juni 2019/5 Kommentare/von Werner
Schlagworte: CCU2, CCU3, Garten, Homematic, Homematic IP, RaspberryMatic, Smart Garden
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5 Kommentare
  1. Lilli
    Lilli sagte:
    6. August 2020 um 11:22

    Wenn man sich mit dem Thema Smart Home auseinandersetzt, führt dies automatisch auch zum Smart Garden. Tolle Tipps!

    Antworten
  2. Ralf
    Ralf sagte:
    15. Juli 2019 um 0:10

    Interessantes Thema.
    Es wäre schön, wenn insbesondere zum Thema Bewässerung konkrete Tips zusammengetragen werden könnten, wie die mit Batterie betriebenen Ventile namhafter Anbieter in eine Homematic Automatisierung eingebunden werden können

    Antworten
  3. Irene
    Irene sagte:
    9. Juli 2019 um 13:45

    Das nenn ich mal einen tollen Blog,

    Antworten
  4. Tobias L.
    Tobias L. sagte:
    23. Juni 2019 um 22:26

    Ein sehr interessantes Thema. Da bin ich auch sehr gespannt wie die Umsetzung ist. Ich warte ja schon sehnsüchtig auf die neue Analog Platine von HomeMatic IP, da ich un meinen Folientunnel die Bewässerung automatisieren möchte.

    Antworten
  5. Ingo Stange
    Ingo Stange sagte:
    22. Juni 2019 um 22:47

    Ein interessantes Thema.
    Bin schon auf die folgenden Teile gespannt.
    Unser Garten ist nicht so groß, bietet aber auch einige Punkte die Smart gemacht werden können.
    Der Mähroboter steht ganz oben auf der Liste. Auch die Bewässerung des Rasens würde ich gerne mit Versenkregner erledigen.
    Im Sommer haben wir einen Pool im Garten stehen. Bei dem würde ich gerne die Wasserqualität überwachen. Da suche ich noch nach Passenden Sensoren für den Ph und Chlor Anteil.

    Antworten

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