Vor wenigen Wochen habe ich einen Artikel zur DoorBird DS2101V und D101S geschrieben. Mit dieser Türsprechanlage ist es sehr einfach seine bestehende konventionelle Klingel in die Neuzeit zu befördern oder aber kostengünstig bei einem Neubau direkt auf ein smartes System zu setzen. Die Türsprechnalage aus dem hause DoorBird gibt es mittlerweile in sehr vielen verschiedenen Ausprägungen wie z.B. die D101S für die Aufputzmontage oder die D2101V für die Unterputzmontage. Das praktische an diesen Anlagen ist, dass verschiedene Methoden genutzt werden können, um die Geräte mit Spannung und dem Internet zu versorgen.

Alle Geräte können daher bei einer bestehenden Klingel über die vorhandenen 2 Drähte mit Strom versorgt werden. Die Verbindung zum Netzwerk und zum Internet erfolgt dann direkt über WLAN. Es kann aber auch der DoorBird 2-wire Ethernet PoE Converter genutzt werden, dann wird das Netzwerksignal und auch die Spannungsversorgung über Kabel realisiert.

Ein großes Manko, war für mich aber immer, dass es keine Innenstation gab, über die man ein Türgespräch führen kann. So war es bis vor wenigen Wochen nur möglich das Videobild über ein Smartphone oder Tablett einzusehen. Dieser Umstand hat sich aber mit der neuen Innenstation DoorBird A1101 geändert. Wir haben das Gerät über die smartfabrik schon bei mehreren Kundenprojekten eingesetzt und ich will Euch heute darüber berichten und das Gerät vorstellen.

Bilder vom Gerät

Welche Anschlüsse sind vorhanden

Das Gerät bietet folgende Anschlussmöglichkeiten: Netzwerkport (mit PoE) für die Kommunikation und die Spannungsversorgung. Zwei digitale Eingänge (potentialfrei) für Etagenruftaster. Dieser Eingang ist „normally open“ das bedeutet, dass hier einfach ein Taster angeschlossen werden kann. Zudem gibt es drei Schaltrelais, die max. 24V bei 1A schalten können. Hier kann z.B. ein eKey Eingang angeschlossen werden oder die Verbindung zu einem anderen SmartHome-System hergestellt werden.

Fazit

Zu einer smarten Klingelanlage gehört auch einen Innensprechstation. Es ist zwar praktisch, dass das Türgespräch via Smartphone angenommen werden kann, doch dieses hat man (gerade Zuhaus) nicht immer griffbereit. Ein fester Ort, an dem ein Türgespräch angenommen werden kann ist daher umso praktischer. So wird eine DoorBird Klingelanlage auch bei Mehrfamilienhäuser nutzbar. Neben der klassichen Türkommunikation können auch weitere Informationen wie z.B. das aktuelle Wetter, Nachrichten oder ähnliches angezeigt werden. Wer bereits eine smarte Klingel besitzt, kann diese natürlich auch über ein Tablett integrieren, hier fallen dann die doch hohen Kosten für das Gerät weg. Wer neu baut und auf eine DoorBird setzen will, der sollte sich das Gerät ansehen und für sich entscheiden, ob es z.B. in der oberen Etage sinnvoll genutzt werden kann.

Datenblatt

3 Kommentare
  1. Avatar
    Timo sagte:

    Hallo Sebastian,

    vielen Dank für Deine Beiträge zu den vorgestellen Video Türsprechanlagen. Ich selbst bin schon länger auf der Suche nach einer Lösung zur Nachrüstung im EFH. Original war eine analoge Siedle Anlage mit einem 8(?)-Draht Bus installiert. Nachdem die immer schlechter funktionierte, habe ich die Ausseneinheit durch „Ring“ ersetzt und die Innenstationen tot gelegt. Jedoch bin ich von Ring nicht nur aber hauptsächlich auf Grund dessen Unzuverlässigkeit maßlos enttäuscht.

    Was ich suche wäre also eine Video Türsprechanlage, die:
    – hochwertig sowohl betreffend Funktion wie auch Design
    – zuverlässig
    – und mit der bestehenden Verkabelung nutzbar
    ist.
    Ich habe mir bereits die Systeme von Busch Jäger, Gira und Siedle angesehen welche als Set erhältlich sind und mit den obigen Anforderungen vereinbar sind.
    Allerdings gefällt mir die Idee von Doorbird auch gut da dieses System sehr offen und gut erweiterbar zu sein scheint. Dazu kommt der relativ günstige Preis wenn man sieht dass die „etablierten“ für weniger Funktion deutlich mehr Geld aufrufen.

    Ich habe bei Doorbird jedoch Bedenken, wieder in die Ring Falle zu laufen und ein unausgereiftes Spielzeug im Betazustand zu erwerben, welches mal funktioniert und mal nicht und generell klingelt wenn es Lust hat – also auch ohne Besucher.

    Weiter ist mir die „Cyber-Sicherheit“ ebenfalls wichtig, denn mit dem Netzwerkkabel bis in die Aussenstation verschaffe ich ja potentiell jedem einen offenen Zugang zu meinem Hausnetz mit weitreichenden Manipulationsmöglichkeiten.

    Kannst Du zu den beiden Punkten Zuverlässigkeit (besonders im Langzeitbetrieb) sowie Sicherheit etwas aus Deinen Erfahrungen mit Kundenprojekten teilen?
    Auch die Doorbird Innenstation interessiert mich in dem Zusammenhang – kann ich die bspw. per WLAN anbinden während die Aussenstation per Kabel angeschlossen ist? Wird dann der Besuch sowohl auf der Innenstation und am Smartgerät signalisiert?

    Wie schnell wird die Verbindung von der Aussenstation zur Innenstation / Smartgerät aufgebaut, wie ist die Sprach-/ Videoqualität? Liegt dies auf dem Niveau der etablierten Hersteller? (Dieser Punkt ist eines der Hauptärgernisse bei Ring)

    Danke und beste Grüße
    Timo

    Antworten
    • Sebastian
      Sebastian sagte:

      …das stimmt nur zur Hälfte. Es kann über die Cloud genutzt werden, im Netzwerk-Betrieb ist es autark. Das schöne hieran ist, dass es sich ja jeder aussuchen kann ob man es nutzen möchte oder nicht ;-)

      Antworten

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