Wir beschäftigen uns nun seit mehreren Monaten sehr intensiv mit dem Thema KNX und sind von der Auswahl der Hardware und den Möglichkeiten, die sich daraus ergeben sehr begeistert. Niklas hat Euch z.B. letzte Woche gezeigt, wie Ihr ganz einfach KNX-Taster in eine bestehende Homematic Installation integrieren könnt, um so auf die komplette Auswahl der KNX Hardware zugreifen zu können. Es ist aber auch möglich, beide Systeme noch enger zu vernetzen. Beide Welten bieten sehr viele Möglichkeiten und wir wollen Euch zeigen, wie Ihr das beste aus beiden Welten vereinen könnt. Das kann z.B. eine KNX-Wetterstation sein, die in Homematic IP wired oder auch eine Homematic IP Funk Installation eingebunden wird.

Doch wir wollen die nächsten Artikel, die wir zu diesem Thema veröffentlichen werden nicht nur auf Neuinstallationen mit Bus begrenzen sondern auch alle Nutzer ansprechen, die eine Homematic oder Homematic IP Funk-Installation betreiben. Denn auch hier ist es möglich, KNX RF (Funk) mit Homematic zu kombinieren. Dadurch entstehen viele neue Möglichkeiten, Taster, Sensoren und andere KNX-Geräte zu integrieren.

Wir setzen bei dieser Integration voll auf Node-RED, da wir das System für äußerst stabil und zuverlässig halten. Die Programmierung ist sehr einfach und wir wollen Euch für die Integration Vorlagen zur Verfügung stellen, damit Ihr selber die hier Vorstellten Projekte umsetzen könnt.

KNX-Geräte programmieren

Eine Hürde, die es bei der Nutzung von KNX-Geräten gibt, ist dass allen neuen KNX Teilnehmern eine pysikalische Adresse für den Betrieb zugewiesen werden muss, bevor diese genutzt werden können. Doch keine Angst, hier muss keine Software gekauft werden. Wir können die pysikalischen Adressen ganz bequem mit der Demo-Version der ETS5 vornehmen. Die Software wird hierbei nur für die erste Einrichtung der Geräte benötigt. Sobald die pysikalsiche Adresse vergeben ist, können wir die komplette Programmierung über Node-RED vornehmen.

Was wird für eine Funkintegartion benötigt?

Wie oben schon beschrieben, wollen wir Euch zeigen, wie Ihr auch KNX RF Komponenten einbinden könnt. Dazu benötigen wir ein KNX-Gateway, mit dem wir direkt auf den KNX RF Bus zugreifen können. Wir werden Euch in kommenden Artikel zeigen, wie Ihr dies sehr kostengünstig mit einem USB-Stick an einem Raspberry Pi machen könnt.

Was haben wir vor?

Wir zeigen Euch in den kommenden Artikel genau, wie Ihr einen kleinen Node-RED Server aufsetzen könnt. Unsere Idee ist es, Euch verschiedene vorgefertigte Nodes zur Verfügung zu stellen, mit denen Ihr einfache Funktionen selber nachbauen könnt. So kommt Ihr ganz einfach und ohne Programmierkenntnisse in den Genuss von KNX

11 Kommentare
  1. Avatar
    Torsten Schneider sagte:

    Es gibt ja auch den TUL Stick von busware. Kann man den nicht auch als Gateway nutzen? Anstatt des teuren Gira IP Gateway. Der kostet nur die Hälfte?
    Vg Torsten

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    • Avatar
      schneidy76 sagte:

      Ich gebe hier mal ein Update: der TPUART von Busware funktioniert tatsächlich. Ich hatte noch ein Raspberry Pi Zero, welcher per WLAN im Netzwerk hängt. Darauf läuft knxd. Die Kopplung per node-red und/oder iobroker läuft stabil, das Parametrieren per ETS5 sowieso. Gekostet hat der Spaß weniger als 50€ und eine knappe halbe Stunde Arbeit (okay das Building von knxd etwas länger, aber das hat der Pi ja ohne mich gemacht).
      Vg Torsten

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  2. Avatar
    Michael sagte:

    Hi!
    In anderen Blogeinträgen von Euch geht es ja auch schonmal um ioBroker. Was haltet Ihr denn von dem KNX-Adapter für den ioBroker? Ist die Integration besser/schlechter als bei Node RED?
    Viele Grüße
    Michael

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    • Sebastian
      Sebastian sagte:

      Ich persönlich bevorzuge Node RED, da ich es fur wesentlich stabiler halte. Ich habe auch schon mit ioBroker getestet, habe mich dann aber schlussendlich gegen diese Lösung entschieden. Wir werden bei der Integration daher auf Node RED setzen.

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        Michael sagte:

        Danke für Deine Einschätzung :-) Ich stehe grade selbst vor der Entscheidung ob ich mich eher in ioBroker oder eher in NodeRed einarbeiten soll. Scheint ja beides so seine Vor- und Nachteile zu haben und in diesem großen weiten Interweb findet man viele flammende Anhänger von beidem..

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        • Sebastian
          Sebastian sagte:

          …man sollte evtl. schauen welchen Einsatzfall man verfolgt. Bei Kundenprojekten, wo es auf Stabilität ankommt würde ich Node RED bevorzugen. ioBroker hat für den Bastler aber ein größeres Spektrum an Möglichkeiten Geräte zu integrieren.

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          • Avatar
            Michael sagte:

            Naja, Stabilität ist wohl eine Anforderung die jeder hat. Man sitzt ja nicht zuhause und denkt sich „Das Licht geht zwar nicht an, wenn ich auf den Schalter drücke, aber immerhin lässt sich der Eierkocher mit Zigbee überwachen“ :-D
            Was mich bisher eher von NodeRed abgehalten hätte, wäre, dass es da soweit ich das sehe keine wirklich gute App oder Visualisierung gibt, oder? Also etwas womit man mal schnell ein paar Schalter und Anzeigen zusammenklicken kann und im Browser oder über eine SmartPhone-App von unterwegs (komfortabel) bedienen kann.

          • Sebastian
            Sebastian sagte:

            …klar bringt es ja von Hause aus mit – eine einfache Visu ist damit in wenigen Minuten erstellt, wenn man was aufwendigeres haben mochte nutzen wir z.B. den Jung Server ist dann aber nicht mehr so günstig

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            Michael sagte:

            Hm, der Merlin Schumacher von der c’t hatte in dem uplink Podcast neulich gesagt, dass er es aufgegeben hat weil es wohl doch sehr umständlich und aufwändig ist. Ich muss mir wohl mal ein eigenes Bild machen :-)
            Gruß & Dank & Frohe Ostern
            Michael

        • Avatar
          Torsten Schneider sagte:

          Hi, dem kann ich nur zustimmen. Beide haben ihre eigene Daseinsberechtigung. Ich persönlich nutze iobroker intensiv, für zukünftige KNX Projekte werde ich mich aber in node-red einarbeiten.
          Vg Torsten

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            Michael sagte:

            Ich habe mir in der Zwischenzeit mal ein NodeRed auf einem RPi installiert der hier noch rumlag und versuche mich damit vertraut zu machen.
            Verlockend finde ich vor allem die Idee NodeRed mit Redmatic auf der Raspberrymatic mitlaufen zu lassen. Spart eine Hardware und man hat vor allem die Themen Backup und Update-Prozess abgehakt. Oder sieht jemand da irgendwelche Einschränkungen?

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