Viele von Euch stehen vor der gleichen Herausforderung – Ihr wollt eine Smarte Türklingel einbauen, habt aber aktuell leider nur eine konventionelle „Schelle“ mit einem Taster an der Haustür und einen Gong der auch aus den 60er Jahren stammen könnte?

Heute will ich Euch verschiedene Wege vorstellen, wie Ihr Eure Haustür ins 21. Jahrhundert befördern könnt und auch in den Genuss einer smarten Türstation kommen könnt.

Der günstige Einstieg ohne Arbeiten am Kabel

Für den Einstieg gibt es günstige Varianten von Ring. Dies smarten Klingeln gibt es in verschiedenen Ausführungen und Preisklassen. Durch den Betrieb via Akku ist man vollkommen frei und kann die Station positionieren wo man mag. Bei unserem Büro setzen wir ebenfalls auf so eine Lösung, da wir leider keinerlei Leitung haben, auf die wir aufsetzen können – daher blieb uns nur der Weg, auf dieses System zu setzen.

Der große Nachteil daran ist, dass Ihr gezwungen werden, die Cloud zu nutzen, auf die Kamera und die Kommunikationsschnittstelle kann nur über den Ring eigenen Dienst zugegriffen werden. Die Aufnahmen können leider nicht lokal auf einer NAS abgelegt werden.

Wer sehen will, wer vor der Tür stand, muss auf einen Protection-Plan von Ring zurückgreifen, der natürlich kostenpflichtig ist. Diesen Dienst nutzen wir selbst nicht.Ein weiteres Problem ist die Laufzeit von Akku, ist die Tür stark frequentiert, geht der Akku schnell zu Neige. Auch eine direkte Montage in der Sonne tragt dazu bei, dass der Akku nach ca. einer Woche eine Ladung benötigt.

Gesichert ist die Anlage über spezielle Schrauben. Die Kommunikation findet über WLAN statt. Für uns war es eine kostengünstige Lösung, die sich seitdem schon recht häufig bewährt hat. Daher über wiegen bei uns die positiven Punkte.

Eine kabelgebundenen Lösung von DoorBird

Wer etwas „mehr“ smarte Klingel haben will, ohne den Cloud zwang, kann auf die DoorBird D101S setzen. Diese Anlage kann ebenfalls direkt über WLAN angebunden werden und benötigt für den Betrieb lediglich zwei Adern, die bei jeder konventionellen Klingel vorhanden sind. Über diese beiden Adern wird die Anlage mit Strom versorgt.

Daher kann bei fast jedem Haus so eine Klingel nachgerüstet werden. Das Gehäuse wir aufputz montiert.

Wie wird die DoorBird D101S installiert?

Zuerst musst Ihr feststellen, wohin das vorhandene Klingelkabel läuft. Üblicherweise findet Ihr bei Euch im Schaltschrank einen Klingeltrafo, an dessen Eingang der Taster an Eurer Haustür angeschlossen ist. Sobald der Taster gedrückt wird, steuert der Trafo den Summer / Gong an. An dieses Kabel müsst Ihr heran.

Auch an dieser Stelle will ich natürlich erwähnen, dass solche Arbeiten nur von Fachleuten ausgeführt werden sollen. Bitte arbeitet nicht unter Spannung. Das neue Netzteil wird nun an diese Kabel angeschlossen. Damit wollen wir die DoorBird Türstation versorgen.

An der Haustür wird der alte Taster entfernt und die DoorBird installiert. Das Kabel wird nun an die Klemmen für die Versorgungsspannung angeschlossen. Den Anschlussplan seht Ihr hier.

Bei einer 2-Draht Installation kann der alte Gong leider nicht mehr genutzt werden. Solltet Ihr noch 2 weitere Adern frei haben, die bei der Haustür liegen, können diese genutzt werden um den Gong weiterhin zu nutzen.

Dafür werden die beiden anderen Adern an den Ausgang für den Gong angeschlossen.

Der beiden Kabel können nun wieder an den Trafo angeschlossen werden um den alten Gong mit der DoorBird D101S zu nutzen.

Solltet ihr nur die beiden Adern haben, dann der optionale DoorBird Gong genutzt werden. Dieser kann ebenfalls per WLAN angebunden werden. Die vorhandene Leitung zum alten Gong kann dann ebenfalls weiter verwendet werden um das Gerät mit der nötigen Spannung zu versorgen.

Die Kosten für eine smarte DoorBird Klingelanlage

Wenn wir von einer vorhandene Installation mit 4 Adern ausgehen, dann kann der alte Gong weiter verwendet werden. In diesem Fall benötigen wir nur die smarte Türstation D101S und eine Spannungsversorgung für die Hutschine. Die Türstation liegt bei ca. 360€. Den zusätzliche Trafo für die Hutschine bekommt Ihr für ca. 25€

Solltet Ihr nur 2 Adern haben, die Ohr nutzen könnt, dann wird zusätzlich noch der smarte Gong benötigt, das Netzteil auf der Hutschine kann beide Geräte zusammen genutzt werden. Bei dieser Variante werden dann 360€ für die Türstation, 25€ für den Trafo und 145€ für den smarten Gong A1061W fällig.

Welche Modelle von DoorBird eignen sich für die Nachrüstung?

Um den Aufwand gering zu halten, sind die aufputz-Varianten für so ein Vorhaben sehr gut geeignet. Es gibt hier aktuell zwei unterschiedliche Modelle. Die D101S gibt es in zwei verschiedenen Farben. Das neuer Model mit zusätzlichen Funktionen heißt DoorBird D1101V und kann ebenfalls genutzt werden.

Wer den Aufwand nicht scheut, kann natürlich auch die unterputz-Geräte einbauen. Diese sind etwas teurerer und der Aufwand ist natürlich nicht mit der Aufputzinstallation zu vergleichen!

1 Kommentar
  1. Avatar
    Micha sagte:

    Hallo,

    ich bin gerade an genau dem Türklingelprojekt. Meine Überlegung liegen bei einer Doorbird d2101V. Der Anschluss am Strom und Netzwerk ist ja nicht das Thema. Ich würde mich freuen, wenn Ihr noch einen Bericht über eine Visualisierung machen würdet. Wollte eigentlich auf einem Tablet an der Wand nicht nur das Videobild der Klingel darstellen, sondern auch die Homematic Steuerung. IOBroker habe ich mir mal angesehen – ist mir aber zu komplex. Gibt es noch sinnvolle Alternativen?

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